Ergebnisse 1 - 82 von 82Seite 1 von 12
Sorted by: Relevance | Sort by: DateResults per-page: 10 | 20 | 50 | All

Das Warschauer Ghetto

Relevance: 100%      Geschrieben:4. Mai 2006

1938 lebt die größte jüdische Gemeinde mit über 380.000 Mitgliedern in Europa in Warschau. Polens Hauptstadt ist ein Zentrum der jüdischen Kultur und des Weltjudentums gewesen. Über 50 % der jüdischen Bevölkerung ist zu der Zeit im Handel tätig und über 30 % im Handwerk und in der Industrie. Keine…

Das Ghetto in Kowno

Relevance: 100%      Geschrieben:2. September 2012

Die Stadt Kowno (lit. Kaunas, dt. Kauen) in Mittellitauen am Zusammenfluss von Memel und Neris, etwa 100 km von der heutigen litauischen Hauptstadt Vilnius entfernt gelegen, wurde 1030 vom Fürsten Koinas gegründet. Ende des 18. Jahrhunderts wird das Gebiet, vorher polnisch-litauisch, von Rußland annektiert und Kowno zur Oblasthauptstadt ernannt. Während…

Das Ghetto in Wilna

Relevance: 100%      Geschrieben:2. September 2012

Wilna (lit. Vilnius), die Hauptstadt Litauens, galt seit dem 16. Jahrhundert als eines der bedeutendsten kulturellen Zentren des Judentums in Osteuropa. Die Bezeichnung „Jerusalem Litauens“ verdiente sich die Stadt als Zentrum von rabbinischer Gelehrsamkeit, Standort von zahlreichen Verlagshäusern und Druckereien. Von 1920 bis 1939 stand die Stadt unter polnischer Herrschaft.…

Das Ghetto von Brody – Die letzten Monate des Lebens

Relevance: 97%      Geschrieben:19. Februar 2015

Am 1. Dezember 1942, als die Nazis bereits die Mehrheit der Juden von Brody und den benachbarten Gebieten ausgerottet hatten, wurde das Ghetto eingerichtet. Zunächst war der Übertragungsstichtag der 1. Dezember, dann aber, angesichts der objektiven logistischen Komplikationen, wurde es der 1. Januar 1943. Die 7000 geplanten Juden, einschließlich der…

Das deutsche „Ghetto Litzmannstadt“ im polnischen Łódź

Relevance: 97%      Geschrieben:18. September 2005

Łódź besitzt seit dem 29. Juli 1423 Stadtrecht und hat sich speziell im 19. Jahrhundert zur zweitgrößten Stadt Polens entwickelt – keine schöne Stadt, aber eine sehr fleißige, die von Polen, Deutschen und Juden zu einem pulsierenden Industriezentrum und einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Osteuropas ausgebaut wurde. Anfang September 1939 überfielen deutsche…

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge – von Matteo Corradini

Relevance: 96%      Geschrieben:18. März 2019

Matteo Corradini: Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge. Ein Roman über die Kinder von Theresienstadt. Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler, München 2017 Das Leben in einem Konzentrationslager ist für Menschen, die dieses nicht selbst erlitten haben, nicht vorstellbar. Alle Versuche der Imagination müssen scheitern angesichts der Schrecken, denen die…

Religiöses Leben der Kölner Juden im Ghetto von Riga

Relevance: 96%      Geschrieben:5. November 2006

Aus: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins e.V., Nr. 53 (1982) „Es ist ein wahres Phänomen, dass das jüdische Volk zwei Jahrtausende hindurch ohne jeden äußeren historischen Rahmen und entgegen allen geschichtlichen Erfahrungstatsachen von seinen geistigen Werten: nur zehren, sondern dieselben weiterzuführen vermochte.“ Leo Adler stellte fest, dass es „in der Heimat…

Shtikat Haarchion – Geheimsache Ghettofilm – von Yael Hersonski

Relevance: 0%      Geschrieben:28. Februar 2010

"Shtikat Haarchion – Geheimsache Ghettofilm" von Yael Hersonski erzählt die Geschichte eines nationalsozialistischen Propagandafilms über das Warschauer Ghetto, der 1942 begonnen, jedoch nie fertig gestellt wurde. Auf ungeklärte Weise gelangten die 62 Minuten Filmmaterial als Rohschnitt erst in ein DDR-Archiv und werden heute im Bundesfilmarchiv aufbewahrt. Die Aufnahmen sind kurz…

Ha’makah ha’shmonim ve’ahat – The 81st Blow – von David Bergmann u. a.

Relevance: 0%      Geschrieben:19. Februar 2015

„Wiederentdeckte“ Filme sind ein wichtiges Thema auf der diesjährigen Berlinale. Auch Ha’makah ha’shmonim ve’ahat - The 81st Blow verdankt seine Wiederaufführung als vollständige digitalisierte Fassung dem Projekt „Asynchron - Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust“ aus der Sammlung des Arsenal. Der Mitte der 70er Jahre in Israel entstandene Film unterlegt historische…

Geheimsache Ghettofilm

Relevance: 0%      Geschrieben:24. September 2017

"Geheimsache Ghettofilm" ist eine Dokumentation der israelischen Regisseurin Yael Hersonski. In den 1950er Jahren wurden Filmaufnahmen aus dem Warschauer Ghetto von 1942 entdeckt und lange wie authentisches Filmmaterial behandelt. Hersonski zeigt in ihrer 2010 veröffentlichten Doku, dass es sich bei den Aufnahmen um NS-Propagandamaterial handelt und betrachtet sie in diesem…

Shoah – von Claude Lanzmann

Relevance: 0%      Geschrieben:20. Februar 2013

  Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit "Shoah" einen der umfassendsten Filme zum Thema der Vernichtung europäischer Juden im Zweiten Weltkrieg vor. Sein Film gegen das Vergessen ist ein beeindruckendes Amalgam aus zwölf Jahren Arbeit, 350 Stunden Material, gegossen und geformt in dieses fast zehnstündige…

Das Mädchen im roten Mantel – von Roma Ligocka

Relevance: 0%      Geschrieben:30. Dezember 2005

Ligocka, Roma: Das Mädchen im roten Mantel, München 2005. Wer Mitte der 1990er Jahr den Spielberg-Kultfilm "Schindlers Liste" gesehen hat oder die inzwischen gut verkaufte VHS/DVD-Version, dem ist das kleine Mädchen im roten Mantel ein Begriff. Es wurde zum Leitmotiv des Hollywood-Bestsellers. Im Film läuft dieses kleine Mädchen mitten im…

Schindlers Liste – von Steven Spielberg

Relevance: 0%      Geschrieben:20. Oktober 2019

Schindlers Liste gilt seit der Veröffentlichung 1993 als einer der realistischsten Filme, die den Holocaust als Thema haben. Der von Regisseur Steven Spielberg geschaffene Filme behandelt die Geschehnisse im jüdischen Ghetto in Krakau und in den deutschen Konzentrationslagern im von Deutschland besetzten Polen während des zweiten Weltkriegs. Der im deutschen…

Ein Glückskind – von Thomas Buergenthal (1)

Relevance: 0%      Geschrieben:3. Oktober 2010

Thomas Buergenthal. Ein Glückskind. Frankfurt/M 2007. Thomas Buergenthal wurde 1934 im Gebiet der heutigen Slowakei geboren. Er überlebte als Kind das Massaker von Kattowitz, das Ghetto von Kielce, Ausschwitz und einen Todesmarsch 1945. Nach der Befreiung durch die polnische Armee schlägt er sich dort als eine Mischung aus Maskottchen und…

Das Vernichtungslager Chelmno

Relevance: 0%      Geschrieben:27. März 2006

Nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde ein Teil des Gebiets als "Reichsgau Posen" im Oktober 1939 in das Deutsche Reich eingegliedert. Wenige Wochen später leitete der Gauleiter Arthur Greiser (1897-1946) die Vertreibung der dort lebenden Polen und Juden in das "Generalgouvernement" ein, um anschließend die "Germanisierung" des nun "Reichsgau…

Hitlers Kriminalisten – von Patrick Wagner (1)

Relevance: 0%      Geschrieben:7. November 2004

Patrick Wagner: Hitlers Kriminalisten. Die deutsche Kriminalpolizei und der Nationalsozialismus, München 2002 Wenn von Polizei im Dritten Reich gesprochen wird, dann meist nur von der berüchtigten „Gestapo“, der geheimen Staatspolizei. Doch es gab auch die „normale“ Kriminalpolizei, deren umfangreichen Apparat die NS-Führung aus der Weimarer Zeit übernahm. Anders jedoch als…

Henryk Mandelbaum (1922–2008)

Relevance: 0%      Geschrieben:7. Dezember 2004

Sonderkommando-Häftling im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Henryk Mandelbaum wurde 1922 im polnischen Olkusz (Ilkenau) als Sohn einer armen jüdischen Familie geboren. Der Vater arbeitete als Metzger und Henryk Mandelbaum musste bereits früh als ältestes Kind im Steinbruch und bei Bauern arbeiten, um die Familie ernähren zu können. Nach der Besetzung Polens durch…

Nacht – von Edgar Hilsenrath

Relevance: 0%      Geschrieben:16. Juni 2006

Edgar Hilsenrath: Nacht, Köln 2005. Der 1926 in Leipzig geborene Edgar Hilsenrath lebt seit 1975 in Berlin. Nach Hitlers Machtergreifung und der einsetzenden Judenverfolgung flieht er mit seiner Mutter und seinem Bruder 1938 zu den Großeltern in die Bukowina nach Rumänien. 1941 wird die Familie in das jüdische Ghetto der…

Theresienstadt – Die Sonderstellung von Eichmanns „Musterghetto“

Relevance: 0%      Geschrieben:6. November 2004

Das Ghetto Theresienstadt hat in der Geschichte der Shoah eine Sonderstellung, da es vom Internationalen Roten Kreuz befreit wurde. 1941, als die Deportation der Juden aus dem Reichsgebiet nach Osten beschlossen wurde, war es Himmler klar: wenn auch diese „Aussiedlung“ breite Zustimmung fand, würde jeder Deutsche seinen Juden haben für…

Medien des Alltagsantisemitismus 1880–1945 auf der Grundlage der Sammlung Wolfgang Haneys

Relevance: 0%      Geschrieben:3. Oktober 2008

Vom xenophoben zum schimärischen Judenstereotyp Abstract Die Geschichte des modernen Antisemitismus erschöpft sich nicht in einem Kanon der Weltanschauungsproduzenten von Gobineau bis Hitler. Um Entstehung und Verbreitung judenfeindlicher Mentalitäten zu erforschen, muss man sich Medien der Alltagskultur zuwenden wie sie häufig nur als Ausstellungsstücke in Museen oder Objekte privater Sammlungen…

Theresienstadt – einige wichtige Tatsachen

Relevance: 0%      Geschrieben:6. September 2005

Der Verfasser ist der Sohn des letzten Judenältesten von Theresienstadt. Sein Betrag basiert auf seinen Erfahrungen mit Besuchern aus den USA und zahlreichen Publikationen, in denen die Geschichte von Theresienstadt unvollständig oder tendenziös dargestellt wird. Dabei greift er auf die umfangreichen Berichte und Aufzeichnungen seines Vaters - Benjamin Murmelstein zurück.…

Sehenswerte Filme auf der Berlinale 2015

Relevance: 0%      Geschrieben:5. Februar 2015

Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt jedes Jahr ca. 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren. Filme aller Genres, Längen und Formate finden in den verschiedenen Sektionen der Berlinale ihren Platz. Traditionell positioniert sich das Festival als politischer Impulsgeber, der es deutlich und positiv von vergleichbaren Festspielen abgrenzt. Im Folgenden…

Der Pianist – von Roman Polanski

Relevance: 0%      Geschrieben:7. November 2004

Der Pianist ist ein Film über die Lebensgeschichte des jungen Pianisten Wladek Szpilman in Warschau während der Zeit der Shoa, des Holocaust. Wladek spielt im Rundfunkstudio des Radios Warschau, als die deutschen Nazi-Truppen dort einmarschieren. Er ist bekannt, hat lokale Berühmtheit erreicht und lebt mit seinen drei Geschwistern weiter im…

Zwei Seiten der Erinnerung – von Volker Dittrich

Relevance: 0%      Geschrieben:27. Juli 2012

Volker Dittrich, Zwei Seiten der Erinnerung. Die Brüder Edgar und Manfred Hilsenrath, Berlin 2012 Ein beeindruckendes Zeitzeugenbild jüdischer Schicksale der NS-Vergangenheit. Volker Dittrich leistet mit diesem Buch einen großen Beitrag zur Erinnerungskultur, der gar nicht genug gewürdigt werden kann. Es gehört viel Mut dazu, sich an den Holocaust zu erinnern. Einer,…

Die Vernichtung der Juden in Bessarabien und Transnistrien im Zweiten Weltkrieg

Relevance: 0%      Geschrieben:17. Mai 2007

Ich habe das Todeslager Akmechetka gesehen Der historische Hintergrund zu diesem Bericht wurde vom Professor Samuel Aroni, David Chervinskis Sohn, zur Verfügung gestellt. In Bessarabien sind Juden seit dem 16. Jahrhundert heimisch. Sie waren in allen Lebensbereichen als Händler, Kaufleute, als Intellektuelle integriert. Die Jüdische Gemeinde hat einen großen Anteil…

Leb wohl, Shanghai – von Angel Wagenstein

Relevance: 0%      Geschrieben:27. Februar 2010

Shanghai, das Tor zur Welt. Bis August 1939 das letzte offene Tor für tausende von Juden auf der Flucht vor den Nazis. Angel Wagenstein schildert in seinem Buch Leb wohl, Shanghai (Farewell Shanghai) die langen Schatten dieses Dorados am ostchinesischen Meer. Es ist ein sehr langer Schatten, der sich am…

Ein ganz gewöhnliches Leben – von Lisl Urban

Relevance: 0%      Geschrieben:29. Juli 2007

Lisl Urban, Ein ganz gewöhnliches Leben, Leipzig 2006. Als Lisl Urban das Warschauer Ghetto sah: Der tabulose Lebensbericht einer Frau. Lisl Urban erzählt in ihren Memoiren mit großer Offenheit von der Ehe mit einem SS-Mann und den Jahren als Lehrerin Sich erinnern zu können gehört zu den kostbarsten Gaben des…

Der Pianist – Zur Repräsentation des Holocaust im Film

Relevance: 0%      Geschrieben:5. Februar 2011

Der Film Der Pianist (2002) zeigt in dokumentarisch anmutenden Bildern die Geschehnisse im Warschauer Ghetto zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. „We had to tell the story the way it was“ lautete der Anspruch des Regisseurs Roman Polański, als er die biographischen Erinnerungen des polnisch-jüdischen Pianisten Władysław Szpilmans für den Film…

Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken – von Arno Surminski

Relevance: 0%      Geschrieben:22. November 2010

Arno Surminski: Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken, Hamburg 2010. Eine formvollendete schöpferisch ausdrucksstarke Prosa gegen das Vergessen Wunderbare Strände und Steilküsten ziehen sich an der Halbinsel Samland entlang. Hier liegt nicht weit von dem einstigen Königsberg Jantanyi, das frühere Palmnicken. Diese Stadt ist berühmt für ihren Bernstein, dem…

Theresienstadt – von Benjamin Murmelstein

Relevance: 0%      Geschrieben:24. November 2014

Der Verfasser der folgenden Anmerkungen hat sich selber viele Jahre mit der Funktion des „Judenältesten“ befasst und ist Autor der Biografie und Dokumentation: Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen. Josef Weiss – würdig in einer unwürdigen Umgebung. Helios Verlag, Aachen 2014. 710 Seiten mit zahlreichen Fotos und Dokumenten. ISBN 978-3-86933-082-2   Vor wenigen Wochen…

Raoul Wallenberg (1912–?)

Relevance: 0%      Geschrieben:4. Oktober 2004

Schwedischer Diplomat, der das Leben von Zehntausenden Juden in Budapest rettete. Raoul Wallenberg stammte aus einer Familie von Bankiers, Diplomaten und Offizieren. Sein Vater, der vor seiner Geburt starb, war Offizier in der schwedischen Marine. Wallenberg wuchs im Hause seines Stiefvaters, Frederik von Dardell, auf. Er studierte Architektur in den…

Goebbels und die Juden – von Christian T. Barth

Relevance: 0%      Geschrieben:13. Oktober 2005

Christian T. Barth: Goebbels und die Juden. Paderborn 2003. „Fahrt durch das Ghetto. Wir steigen aus und besichtigen alles eingehend. Es ist unbeschreiblich. Das sind keine Menschen mehr, das sind Tiere.“ Als Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Oktober 1939 - wenige Wochen nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen - für…

60 Jahre nach der Deportation in Ungarn am Beispiel von Békéscsaba

Relevance: 0%      Geschrieben:24. Dezember 2004

Zahlen und Fakten: Tabellen zu den Ausmaßen der Deportation in Ungarn Die Verluste der jüdischen Bevölkerung waren und sind ein ständiges Diskussions-Thema. Störend dabei ist, dass beide der unten aufgeführten Betrachtungsweisen an und für sich korrekt sind, sich aber in der Definition der ungarischen Juden unterscheiden. Die Unterschiede sind weniger im…

Frauen im antifaschistischen Widerstand im Dritten Reich

Relevance: 0%      Geschrieben:28. Oktober 2004

Liana Millu und Chaika Grossmann Eine wichtige, vielleicht sogar die wichtigste Rolle bei der Erforschung der Geschichte von „widerständischen“ Frauen, spielte die Frauenbewegung der 70er Jahre und die Women Studies in den USA. Die Auseinandersetzung mit der Situation der Frauen führte dazu, die genormte, im wahrsten Sinne des Wortes „männliche“…

Das „Zigeunerlager“ Lackenbach im österreichischen Burgenland

Relevance: 0%      Geschrieben:6. November 2004

Das Lager Lackenbach war das größte "Zigeuner-Anhaltelager" in Österreich. Es wurde im November 1940 auf dem "Schaflerhof", einem ehemaligen esterhazyschen Gutshof, eingerichtet und unterstand der Kriminalpolizeileitstelle Wien, von der auch die Beamten der Lagerverwaltung gestellt wurden. Der erste Lagerleiter war SS-Untersturmführer Hans Kollross, der im Jänner 1942 der im Lager…

„Unternehmen Cottbus“ – ein Kriegsverbrechen

Relevance: 0%      Geschrieben:18. Februar 2018

„Wer einen Partisanenkrieg entfesselt, der öffnet die Tore zur Hölle“. Arthur Wellesley, Herzog von Wellington Zu Zeiten des Dritten Reiches musste die Stadt Cottbus als Namensgeber für eine Aktion gegen weißrussische Partisanen herhalten. „Unternehmen Cottbus“ nannte sich das dann, was sich gar - mordsmäßiges - von Mai bis in den Juni…

Mutige Menschen – von Christian Nürnberger

Relevance: 0%      Geschrieben:24. April 2010

Christian Nürnberger: Mutige Menschen. Widerstand im Dritten Reich, Stuttgart / Wien 2009 Was veranlasst Menschen in einer Diktatur, nicht den einfachen Weg zu gehen und sich anzupassen oder gar mitzumachen, sondern – häufig unter Einsatz des eigenen Lebens - Widerstand zu leisten? Dieser über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus bis…

Gerron – von Charles Lewinsky

Relevance: 0%      Geschrieben:29. Oktober 2011

Charles Lewinsky besitzt die Kunst, Tragik ganz groß zu erzählen. Theresienstadt ist die Bühne, das Theater-Ensemble unter der Leitung von Kurt Gerron gibt lediglich ein Gastspiel. Charles Lewinsky zeichnet mit seinem Roman Gerron die Schicksalsrolle des jüdischen Schauspielers und Regisseurs Kurt Gerron nach. In einem dichten inneren Monolog des Ich-Erzählers…

Das Vernichtungslager Treblinka

Relevance: 0%      Geschrieben:27. März 2005

Im Sommer 1942 errichtete die Schutzstaffel (SS) bei Treblinka im nordöstlichen Teil des "Generalgouvernements" an der Bahnstrecke Warschau-Bialystok ein Vernichtungslager. Neben Belzec und Sobibor war es das dritte Lager der "Aktion Reinhardt", in welchem vor allem die Ermordung der Juden des Geneneralgouvernements im Rahmen der "Endlösung der Judenfrage" durchgeführt wurde.…

Über die Absurdität der Holocaust-Erinnerung

Relevance: 0%      Geschrieben:5. Juli 2005

Der mittlerweile 85-jährige Pavel Stránský ist ein in seiner tschechischen Heimat berühmter Schriftsteller, der international durch sein Buch "Als Boten der Opfer: Von Prag durch Theresienstadt, Auschwitz, Schwarzheide und zurück" bekannt wurde. Im Dezember 1941 wurde er in dem Ghetto Theresienstadt (Terezín) inhaftiert, wo er seine Frau Věra heiratete. Im…

Heimat im Wort: Zur Lyrik von Rose Ausländer

Relevance: 0%      Geschrieben:5. April 2009

Rose Ausländer wurde 1901 als Rosalie Beatrice Scherzer in Czernowitz in der Bukowina (damals Österreich) geboren. Sie wuchs in einem jüdischen, liberalen und aufgeklärten Elternhaus auf. Während des Ersten Weltkriegs besetzten russische Truppen die Stadt, die Familie floh nach Wien, kehrte aber mit Kriegsende in das nun rumänische Czernowitz zurück.…

Kinder- und Jugendkultur in Konzentrationslagern

Relevance: 0%      Geschrieben:6. November 2004

Kleine Kinder hinter dem Stacheldraht von Auschwitz, die die eintätowierten Nummern auf ihren Ärmchen zeigen, kleine Jungen im Ghetto Warschau, denen von der SS Gemüse abgenommen wird, Kinder, an denen der KZ-Arzt Mengele seine "Experimente" vornahm - es gibt ein paar Bilder und Berichte, die davon zeugen, daß in Konzentrationslagern…

Berliner Holocaust-Mahnmal: Nur Steine, aber die Wirkung

Relevance: 0%      Geschrieben:16. Juni 2006

Ein tschechischer Kommentar zu einem umstrittenen Bauwerk: dem Berliner Holocaust-Mahnmal Der Prager Journalist Andrej Halada (Bild) hat Anfang Juni 2006 in der tschechischen Wochenzeitung für Politik und Kultur „Reflex“ (http://www.reflex.cz/) einen interessanten Kommentar über das Berliner Holocaust-Mahnmal veröffentlicht, den wir an unsere Leser in deut­scher Übersetzung weiterreichen. Shoa.de übernimmt nicht…

„Szmalcownicy“: Polen debattiert über Widerstand, Kollaboration und Denunziantentum im 2. Weltkrieg

Relevance: 0%      Geschrieben:13. April 2005

60 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen – Anlaß genug für Erinnerungen, Dokumentationen, Publikationen, Konferenzen etc. Das war auch bei früheren „runden“ Jahrestagen so, speziell in Osteuropa, aber momentan tritt ein selbstkritischer, mitunter gar selbstquälerischer Zug auf: Waren in früheren Zeiten die „Rollen“ eindeutig verteilt – deutsche…

Das Vernichtungslager Belzec

Relevance: 0%      Geschrieben:27. Februar 2006

Nachdem die NS-Führung im Verlauf des Jahres 1941 die ursprünglichen Pläne einer "Aussiedlung" aller Juden aus Europa verworfen und statt dessen ihre Ermordung beschlossen hatte, wurde nach geeigneten Orten für dieses Vorhaben gesucht. Im Spätherbst 1941 beauftragte der Reichsführer der Schutzstaffel (SS) und "Chef der deutschen Polizei", Heinrich Himmler, den…

Heinrich Richard Brinn (1874−1944) – von Nea Weissberg-Bob u. a.

Relevance: 0%      Geschrieben:7. November 2004

Nea Weissberg-Bob / Thomas Irmer: Heinrich Richard Brinn (1874–1944). Fabrikant − Kunstsammler − Frontkämpfer. Dokumentation einer „Arisierung“, Berlin 2002. Am Neujahrstag 1936 begibt sich der damals 62-jährige Heinrich Richard Brinn, ein Berliner Unternehmer jüdischer Herkunft, auf eine sechsmonatige Reise durch Asien: Ceylon, Indien, Tibet und Japan. Und kehrt zurück in…

Die Judenrazzia in Rom 1943

Relevance: 0%      Geschrieben:1. Januar 2011

Am Sabbat des 16. Oktober 1943 führten drei Hundertschaften SS-Polizeikräfte eine umfassende Judenrazzia in Rom durch. Die Aktion war geheim vorbereitet worden. Die meisten Juden waren ahnungslos. Sie wurden in ihren Wohnungen verhaftet und zwei Tage später vom römischen Bahnhof Tiburtina direkt nach Auschwitz deportiert. Von den über eintausend Deportierten…

Ein Glückskind – von Thomas Buergenthal (2)

Relevance: 0%      Geschrieben:3. Mai 2007

Thomas Buergenthal: Ein Glückskind, Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Ausschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein zweites Leben fand, Frankfurt/M. 2007. In seiner Autobiografie Ein Glückskind erzählt der amerikanische Jurist für Menschenrechte und Völkerrechtler und Richter am internationalen Gerichtshof in Den Haag Thomas Buergenthal aus der Perspektive seiner Kindheit…

Widerstand in Kunst, Literatur und Film

Relevance: 0%      Geschrieben:6. Februar 2007

Zahllose Künstler und Autoren wurden, nachdem ihre Werke als ”entartet” galten, ins Exil getrieben oder verließen Hitlers Machtbereich freiwillig. Ihre Werke richteten sich entweder gegen den Faschismus in seiner Gesamtheit, waren sozialkritisch oder ließen eine andere politische Denkweise erahnen. Viele flohen aber auch vor der Verfolgung, egal ob der des…

Der Holocaust an Sinti und Roma

Relevance: 0%      Geschrieben:9. Juli 2014

Zur Begriffsdefinition von Sinti und Roma Unter dem Begriff „Sinti und Roma“ versteht man die offizielle Bezeichnung für die Gesamtheit der seit mehreren Jahrhunderten in Europa ansässigen Roma einschließlich ihrer zahlreichen Untergruppen, wobei „Sinti“ die in West- und Mitteleuropa Beheimateten und „Roma“ diejenigen bezeichnet, die ost- bzw. südosteuropäischer Herkunft sind.…

Die Leo-Glaser-Liste

Relevance: 0%      Geschrieben:11. März 2007

Mit meinem Aufsatz möchte ich über ein – wenigstens nach meinem Wissen – kaum bekanntes und weitgehend unbeachtetes aber wichtiges Dokument berichten, das Information über die Anzahl der bei der Ankunft in Auschwitz/Birkenau nicht registrierten (tätowierten) arbeitsfähigen Männer, der sog. Depot-Häftlinge liefert. Ich möchte damit die Überlebenden und deren Angehörige…

Massenerschiessungen im Zweiten Weltkrieg

Relevance: 0%      Geschrieben:31. Mai 2018

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges begann das Massenmorden in Osteuropa. Die Sicherungstruppen der Wehrmacht, die nachrückenden Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, die Polizeibataillone, die SS, sowie einheimische Hilfspolizisten waren willige Täter im Vernichtungskrieg. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 1,5 bis 2 Millionen[1] Juden und Jüdinnen in den…

Die Jüdische Gemeinde von Saloniki zur Zeit der Shoa

Relevance: 0%      Geschrieben:25. Februar 2005

Eine kritische Betrachtung Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde von Saloniki in der Zeit 1941/43 zeigt, bei einer genauen Überprüfung, wie gut das zuständige Wehrmachtskommando mit der SS – Eichmann Referat – und der lokalen Marionettenregierung zusammenarbeitete um die Juden erst auszubeuten und dann in den Tod zu schicken. Diese Tatsache…

Joseph Süß Oppenheimer vulgo „Jud Süß“

Relevance: 0%      Geschrieben:7. April 2005

Nach jüdischem Brauch hieß der große Finanzmann Württembergs Joseph ben Issachar Süßkind Oppenheim. Er kam im Februar oder März 1698 in Heidelberg auf die Welt. Der Vater, ein Händler, stand in der Hierarchie der Gemeinde weit oben, die Mutter war die Tochter des Vorsängers in der Frankfurter Synagoge. Süß wuchs…

Die Kontroverse um den Reichstagsbrand – von Marcus Giebeler

Relevance: 0%      Geschrieben:10. Dezember 2011

Marcus Giebeler: Die Kontroverse um den Reichstagsbrand. Quellenprobleme und historiographische Paradigmen. München 2010. Der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933, wenige Tage vor den Reichstagswahlen, diente dem NS-Regime als willkommener Vorwand, Tausende seiner Gegner, vor allem Kommunisten, zu verhaften, und den Ausnahmezustand verhängen zu lassen. So unterschrieb schon am Tag nach…

Haus von Anita – von Boris Lurie

Relevance: 0%      Geschrieben:12. Juli 2021

Bittere Ironie und der Zynismus der Wirklichkeit sind Bestandteile von Boris Luries Kunst. Seine 2019 publizierten Erinnerungen an Riga, die bislang nur in Englisch vorliegen, ist ein wegweisendes Zitat vorangestellt: „Ich danke dir, Adolf Hitler, mich zu dem gemacht zu haben, der ich bin und für all die fruchtbaren Stunden,…

Holocaust-Komödien: Gefahr oder Chance?

Relevance: 0%      Geschrieben:1. Januar 2005

“An einem bestimmten Punkt hoert die Geschichte auf, wirklich zu sein.” (Elias Canetti: Die Provinz des Menschen)   2003 jährte sich die nationalsozialistische Machtergreifung zum 70. Mal. Dies bedeutet auch das Ende der Generation, die während des Dritten Reiches lebte. Sobald sie ausstirbt, wird der Holocaust vom Bereich der persönlichen…

Warum Europa nichts aus dem Holocaust gelernt hat

Relevance: 0%      Geschrieben:24. Februar 2005

Der polnische Autor Henryk Grynberg wurde 1936 in Warschau geboren, wuchs in einem ostpolnischen Dorf auf und überlebte 1942-1944 in verschiedenen Verstecken mit Hilfe „arischer Papiere“. Nach dem Krieg holte er in Łódż seine versäumte Schulbildung nach, studierte in Warschau Journalistik und wurde Schauspieler am „Staatlichen Jüdischen Theater“ in der…

Franz Kafka – von Peter-André Alt

Relevance: 0%      Geschrieben:30. November 2005

„Franz Kafkas Wirklichkeit war ein weitläufiger Raum der Einbildungskraft“. Bereits der erste Satz des Vorworts verdeutlicht die Reflexionstiefe der nachfolgenden biographischen Analyse von Kafkas Leben durch den Literaturwissenschaftler Peter-André Alt. Die mehr als 700 Seiten umfassende, bei C.H.Beck erschienene Biographie veranschaulicht Kafkas Leben und Wirken vor dem Hintergrund seiner Zeit.…

Die Polen und die Shoa

Relevance: 0%      Geschrieben:14. Dezember 2020

Tomáṧ Krystlík (*1947 in Prag), in Deutschland 2009 bekannt geworden durch sein (mehrbändiges) Buch „Verschwiegene Geschichte“, firmiert in tschechischen Medien oft als „tschechisch-deutscher Schriftsteller“, was aus seiner Biografie erklärlich ist: Aus der kommunistischen Tsche­choslowakei floh Krystlík eingangs der 1980-er Jahre in die Bundes­repu­blik, wo er beim Münchner Sen­der „Radio Freies…

Und im Wienerwald stehen noch immer die Bäume – von Elisabeth Åsbrink

Relevance: 0%      Geschrieben:4. August 2014

Ein jüdisches Schicksal in Schweden Ein für die historisch-politische Erinnerungsarbeit lehrreiches und sehr gut recherchiertes Sachbuch. Wer verbindet nicht mit Wien die Kaiserin Sissi, Wiener Melange und Sachertorte und natürlich das Naherholungsgebiet der Wiener Bürger, den Wienerwald. Auch für die Ullmanns, Josef, Elise und ihr am 20.07.1925 geborener Sohn Otto,…

Jan Karski (1914–2000)

Relevance: 0%      Geschrieben:1. Oktober 2004

Verkannter Warner vor dem Holocaust In den Fragebögen für Prominente hat vermutlich noch nie jemand die Frage, „Welche militärische Leistung bewundern Sie am meisten?“, mit der Erwähnung von Jan Karski beantwortet. Vielleicht ist das auch gut so: Karski war Militär, handelte militärisch und vollbrachte eine der größten Heldentaten des Zweiten…

Der Hudal-Brief und die Judenrazzia in Rom

Relevance: 0%      Geschrieben:1. November 2016

Der sogenannte Hudal-Brief spielt eine entscheidende Rolle bei der historischen Rekonstruktion und Beurteilung der Vorgänge während der Judenrazzia in Rom. Bis heute sind die Herkunft und vor allem die Wirkung jenes Briefes strittig. Kam der Auftrag dazu direkt aus dem Apostolischen Palast des Vatikans? Wollte Papst Pius XII. über den…

Juden im jugoslawischen Widerstand 1941–1945): „Ein Kampf um Würde“

Relevance: 0%      Geschrieben:22. Juni 2006

Das Bild der Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden[1], ist häufig verwendet worden, um die widerstandslose Hinnahme ihrer Verhaftung, Deportation und ihrer Ermordung zu veranschaulichen. Die Lämmer als Metapher für Millionen von unschuldigen Menschen, die getötet wurden, nur weil sie Juden waren. Sie traf keine Schuld, also sahen sie die…

Boris Lurie – Werke 1946 – 1998

Relevance: 0%      Geschrieben:9. April 1999

Gedenkstätte Buchenwald im ehemaligen Desinfektionsgebäude 15.12.1998 - 10.5.1999 Das überregionale deutsche Feuilleton hat sich mit Ausnahme der Frankfurter Rundschau und der linken Jungen Welt mal wieder in Ignoranz geübt. In vielen langen Artikeln wird das Kulturprogramm der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt aus jeder Perspektive beleuchtet, das Pro und Contra des Goethe-Haus-Duplikats…

Holocaust im Unterricht an einem Budapester Gymnasium

Relevance: 0%      Geschrieben:26. Oktober 2004

"Das Vergessenwollen verlängert das Exil, die Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung." – sagte angeblich Baal Sem Tov. [1] Die Erinnerung an den Holocaust ist aber gar nicht so einfach. Uns als Lehrer des Gymnasiums Bornemisza Péter in Budapest verursacht es oft Kopfschmerzen, wie man den SchülerInnen der oberen Klassen…

Nicholas Winton: 1938/39 Retter von 669 jüdischen Kindern aus der Tschecho­slowakei

Relevance: 0%      Geschrieben:3. Mai 2017

Rund 6.000 Menschen bilden mittlerweile die welt­weite „Winton-Familie“, Nachfahren der 669 jüdi­schen Kinder, die der britische Staatsbürger Nicholas Winton (Bild) kurz vor Ausbruch des Zweiten Welt­kriegs vor deutschen Nationalsozialisten rettete. De­tails berichtete seine Tochter Barbara in ihrem Buch „Wenn etwas nicht unmöglich ist…“, das am 19. Mai 2014, auf den…

Bilder aus dem Film Der ewige Jude

Relevance: 0%      Geschrieben:7. November 2004

Der nationalsozialistische Propagandafilm «Der ewige Jude» ist, mit den Worten des Regisseurs, Fritz Hipplers, eine «Negation alles Humanen». Diese Bezeichnung verwendete Hippler allerdings erst nach dem Krieg. Bei der Uraufführung am 28. November 1940 sprach er hingegen von einer «Symphonie des Ekels und des Grauens». «Der ewige Jude» beinhaltet eine…

Antisemitismus in der Debatte: Russische Geschichtsklitterer, polnische Leichenfledderer

Relevance: 0%      Geschrieben:23. Januar 2020

Moskau und Warschau spinnefeind Russland ist seit Jahren in bedrängter Wirtschaftslage, nicht nur wegen westlicher Sanktionen für Moskaus Annexion der Krim. Außer Öl und Gas verfügt es über wenig, das es außenwirtschaftlich versilbern könnte. Seine Ende 2011 gestartete Gasleitung „Nord Stream 2“ ist auf den letzten 300 km (von insgesamt…

Widerstand 1933-1945

Relevance: 0%      Geschrieben:24. Dezember 2004

Sechs Thesen (vorgetragen mit der Bitte um Kritik und Diskussion) Es schmerzt, in shoa.de die Kategorie „Widerstand“ zu öffnen und dort nicht mehr als den Hinweis zu finden, daß eben diese Kategorie „keine Einträge“ enthalte. Es verblüfft, daß niemand aus dem großen Umkreis von shoa.de – Moderatoren, Autoren, Besucher –…

Die „Lösung der Judenfrage“ in der Freien Stadt Danzig

Relevance: 0%      Geschrieben:22. Juli 2007

Die Geschichte der Juden in Danzig, ihre besondere Situation in den 20er und 30er Jahren wie auch die so genannte „Lösung der Judenfrage“ in der ehemals ‚Freien Stadt’ unterscheiden sich deutlich von der Geschichte anderer jüdischer Gemeinden im deutschen Sprachraum. Als nach dem Ersten Weltkrieg im Zuge der Versailler Friedenskonferenz…

Sekundärer Antisemitismus

Relevance: 0%      Geschrieben:21. Mai 2007

Durch den Genozid an den europäischen Juden war der „herkömmliche“ Antisemitismus in der Öffentlichkeit delegitimiert. Das bedeutete aber keineswegs ein Verschwinden dieses traditionellen Ressentiments (was nun eher „hinter vorgehaltener Hand“ geäußert werden musste). Der alte Antisemitismus wurde an die neue Situation angepasst und äußerte sich primär – aber nicht ausschließlich…

Premysl Pitter (1895–1976)

Relevance: 0%      Geschrieben:4. Oktober 2004

Retter tschechischer, jüdischer und deutscher Kinder Im Mai 2004 waren die Tschechen einmal mehr mit ihrem spezifischen „Hobby“ befasst, die „größten Persönlichkeiten“ ihrer Nationalgeschichte zu bestimmen. Das tun sie alle Jahre, wobei die ersten fünf Plätze dieser Rangliste seit Jahren vergeben sind – an Karl IV. (1316–1378), deutscher Kaiser, böhmischer König…

Der antisemitische Stereotyp

Relevance: 0%      Geschrieben:14. September 2004

Über die Tradition des visuellen „Judenbildes“ in der deutschsprachigen Propaganda Die Verwendung des visuellen antijüdischen Stereotyps in der Öffentlichkeit wird noch heute mit der berüchtigten „Stürmerfratze“ in Verbindung gebracht. Meistens schreibt man diese Art der diskriminierenden Darstellung von Juden der nationalsozialistischen Propaganda zu, vergißt dabei aber die lange Tradition jener…

Die slowakischen Juden im Zweiten Weltkrieg

Relevance: 0%      Geschrieben:15. Januar 2007

Die im Jüdischen Museum von Bratislava, Hauptstadt der Republik Slowakei, im Nebensatz hingeworfene Bemerkung verblüffte mich so, dass ich nachfragte, ob ich das richtig verstanden habe: Es hat in der Armee der Slowakei im Zweiten Weltkrieg „jüdische Arbeitsbataillone“ gegeben? Später fand ich in einer Prager Buchhandlung ein noch druckfeuchtes Buch…

Volk mit Seelenschaden – Vom deutschen Hass auf Juden und Kommunisten

Relevance: 0%      Geschrieben:14. Juli 2014

Kurt Nelhiebel über ein Volk mit Seelenschaden "Ich sehe Schatten aufsteigen, wohin ich mich wende. Ich sehe sie, wenn ich abends durch die gellenden Straßen von Berlin gehe; wenn ich die Indolenz unseres wahnsinnig gewordenen Reichtums erblicke; wenn ich die Nichtigkeit kraftstrotzender Worte vernehme." (Walther Rathenau) [1] Wie es nach…

Rudolf Vrba (1924–2006)

Relevance: 0%      Geschrieben:4. Oktober 2004

Auschwitz-Flüchtling, Holocaust-Zeuge und Ankläger Mit freundlicher Unterstützung des DEUTSCHLANDFUNK (Köln). * Verständlich ist es, dennoch schade – daß das Gros der Holocaust-Überlebenden in den Monaten und Jahren unmittelbar nach ihrer Befreiung weder Kraft noch Neigung aufbrachte, über eigene Erlebnisse zu berichten. Nicht wenige haben das später nachgeholt, und so ist die…

Katyń 1940: Polnische Tragödie und internationales Lehrstück

Relevance: 0%      Geschrieben:10. Dezember 2004

Dass Hitler Polen zerstören und die polnische Intelligenz vernichten wollte, stand nie außer Frage. Zu häufig hatte die NS-Propaganda das deutsch-polnische Verhältnis als einen jahrhundertelangen „Lebenskampf" hingestellt[1] und polnische Politik am Vorabend des Zweiten Weltkriegs als „von einem Hassgefühl ohnegleichen gegen alles Deutsche erfüllt" charakterisiert.[2] Insofern war es nur konsequent,…

Der Sonderkommando-Aufstand in Auschwitz-Birkenau

Relevance: 0%      Geschrieben:6. November 2004

Neue Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zu Vorgeschichte, Ablauf und Folgen des legendärsten Häftlings-Aufstands im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, März 1943-November 1944   1.) Im Zustand tiefster Verzweiflung, tragischer Hilflosigkeit und ungebrochenem Überlebensdrang (März 1943–August 1944) 1.1) Historiografie Bereits in den ersten Veröffentlichungen zum Thema Auschwitz wurde das Kapitel Widerstand mit besonderer Aufmerksamkeit behandelt.…

1938. Gewalt und Gleichgültigkeit

Relevance: 0%      Geschrieben:10. Mai 2009

Viel ist im Gedenkjahr 2008 über die Ereignisse im November 1938 gesprochen und geschrieben worden. In diesem Artikel sollen deshalb vor allem Ereignisse und Entwicklungen dieses Jahres jenseits des Novemberpogroms beleuchtet werden. „Die Entziehung der bürgerlichen Gleichberechtigung für eine jüdische Minderheit, die seit hundert Jahren emanzipiert war, verbunden mit einer…

Der Mann auf dem Wachturm. Zum letzten Mal vor Gericht.

Relevance: 0%      Geschrieben:26. August 2020

Zu den Strafprozessen gegen Angehörige der KZ-Wachmannschaften Am 23. Juli 2020 ging vor dem Landgericht Hamburg ein Strafprozess zu Ende, der aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Corona-Pandemie etwas unterzugehen droht. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde zwar bis Ende Juli von zwei Vertretern der Nebenklage (Opferanwälte) Revision angekündigt bzw. fristwahrend eingelegt,…

„Auschwitz war ein Ort, an dem man nicht mitmachen durfte“

Relevance: 0%      Geschrieben:18. August 2015

Nahaufnahmen vom Auschwitz-Prozess gegen Oskar Gröning 7. Mai: Der Prozess Am Kopfende des Saales stehen die republikweit für Bühnenveranstaltungen üblichen halbmeterhohen Podeste. Darüber hängt eine große Leinwand, die von einer fest installierten Batterie Scheinwerfer gerahmt wird. Das Podest und die Tische darauf sind mit schwarzen Stoffbahnen verhängt, die mit Gaffa-Band…