| Name | Höchster Rang | Todeszeitpunkt | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Werner von Blomberg | Generalfeldmarschall | 22. März 1946 | Kriegsminister 1933–1938 und zunächst Hitlers oberster Wehrmachtsführer, bevor er im Januar 1938 nach Enthüllungen über seine Frau zum Rücktritt gezwungen wurde. Danach nicht mehr im Kriegseinsatz; 1945 in alliierter Haft festgenommen und starb dort an natürlichen Ursachen. |
| Werner von Fritsch | Generaloberst | 22. Sept. 1939 (gefallen) | Oberbefehlshaber des Heeres bis Anfang 1938; wurde in der Blomberg-Fritsch-Affäre unter falschem Vorwurf abgesetzt. Bestand 1939 darauf, an der Front zu kämpfen, und fiel zu Beginn des Polenfeldzugs bei Warschau durch feindlichen Beschuss. |
| Walther von Brauchitsch | Generalfeldmarschall | 18. Okt. 1948 | Oberbefehlshaber des Heeres von 1938 bis 1941; leitete die Feldzüge gegen Polen und Frankreich, doch nach dem Scheitern vor Moskau entließ Hitler ihn und übernahm selbst das Heereskommando. Brauchitsch wurde nach dem Krieg als Kriegsverbrecher angeklagt, starb aber 1948 vor Prozessbeginn in britischer Haft. |
| Wilhelm Keitel | Generalfeldmarschall | 16. Okt. 1946 (hingerichtet) | Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) und engster Militärberater Hitlers; unterzeichnete zahlreiche verbrecherische Befehle (u. a. den Kommissarbefehl) und machte sich willfährig Hitlers Mittäter. Im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess wurde Keitel zum Tode verurteilt und 1946 durch den Strang hingerichtet. |
| Alfred Jodl | Generaloberst | 16. Okt. 1946 (hingerichtet) | Chef des Wehrmachtführungsstabes im OKW und planerischer Kopf vieler Feldzüge. Am 7. Mai 1945 unterzeichnete Jodl in Reims die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Er wurde in Nürnberg als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und 1946 hingerichtet. |
| Franz Halder | Generaloberst | 2. Apr. 1972 | Chef des Generalstabs des Heeres 1938–1942; als solcher an der Planung des Russlandfeldzugs beteiligt, geriet aber in wachsenden Konflikt mit Hitler und wurde im September 1942 entlassen. Halder überstand das Kriegsende – zuletzt im KZ Dachau inhaftiert – und stellte sich später als Militärhistoriker in den Dienst der US-Armee. |
| Kurt Zeitzler | Generaloberst | 25. Sept. 1963 | Chef des Generalstabs des Heeres 1942–1944; versuchte vergeblich, Hitler zu realistischen Entscheidungen zu bewegen. 1943 protestierte Zeitzler aus Solidarität mit den eingeschlossenen Truppen in Stalingrad, indem er sich deren Hunger-Rationen unterwarf. Im Juli 1944 schied er unter Hinweis auf Gesundheitsgründe aus dem Dienst – tatsächlich aus Enttäuschung über Hitler – und zog sich ins Privatleben zurück. |
| Heinz Guderian | Generaloberst | 14. Mai 1954 | Pionier der Panzerkriegführung („Blitzkrieg“); führte 1939–41 Panzerverbände mit entscheidendem Erfolg in Polen, Frankreich und bis vor Moskau. Wegen eines Rückzugsbefehls gegen Hitlers Willen abgesetzt (Dez. 1941), kehrte Guderian 1943 als Inspekteur der Panzertruppe zurück und wurde nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 Chef des Generalstabs. Im März 1945 legte er sein Amt im Streit mit Hitler nieder. |
| Gerd von Rundstedt | Generalfeldmarschall | 24. Feb. 1953 | Einer von Hitlers ranghöchsten Feldherren; führte 1939/40 Heeresgruppe Süd in Polen und Frankreich sowie 1941 Heeresgruppe Süd in der Ukraine (Kesselschlacht bei Kiew). Später Oberbefehlshaber West (u. a. verantwortlich für die Ardennenoffensive 1944); drei Mal von Hitler abgelöst und doch wieder berufen. Rundstedt geriet 1945 in britische Gefangenschaft, blieb aber aus Gesundheitsgründen ohne Prozess und starb 1953 an Herzversagen. |
| Fedor von Bock | Generalfeldmarschall | 4. Mai 1945 (gefallen) | Führte 1940 die Heeresgruppe B im Westfeldzug und 1941 die Heeresgruppe Mitte beim Vorstoß auf Moskau. Nach dem Scheitern der Offensive vor Moskau wurde er Anfang 1942 von Hitler abgelöst. Im Mai 1945 kam von Bock – wenige Tage vor Kriegsende – durch Tieffliegerbeschuss ums Leben. |
| Wilhelm Ritter von Leeb | Generalfeldmarschall | 29. Apr. 1956 | Oberbefehlshaber der Heeresgruppe C im Westfeldzug 1940 (Durchbruch der deutschen Truppen durch die Maginot-Linie) und danach der Heeresgruppe Nord 1941 (Vorstoß bis vor Leningrad). Wurde Anfang 1942 wegen mangelnder Erfolge vor Leningrad abgelöst. 1948 verurteilte ihn ein US-Tribunal wegen Befehlen zu Geiselerschießungen zu drei Jahren Haft (die er durch Internierung bereits verbüßt hatte); Leeb starb 1956 in Bayern. |
| Wilhelm List | Generalfeldmarschall | 17. Aug. 1971 | Führte 1941 als Oberbefehlshaber der 12. Armee den Balkanfeldzug an und zwang Jugoslawien und Griechenland zur Kapitulation. 1942 befehligte er zeitweise die deutschen Verbände im Kaukasus, wurde jedoch nach Misserfolgen von Hitler abgelöst. 1948 verurteilte ihn ein US-Militärgericht wegen Geiselmorden in Griechenland und Serbien zu lebenslanger Haft; 1952 wurde List aus gesundheitlichen Gründen entlassen. |
| Maximilian von Weichs | Generalfeldmarschall | 27. Sept. 1954 | Kommandierender General im West- und Ostfeldzug (1940 2. Armee in Frankreich, 1942 Heeresgruppe B bei Woronesch/Stalingrad). Ab 1943 Oberbefehlshaber Südost (Balkan). Weichs wurde 1947 im OKW-Prozess wegen Partisanenverbrechen angeklagt, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht verurteilt. Er starb 1954. |
| Günther von Kluge | Generalfeldmarschall | 17. Aug. 1944 (Suizid) | Oberbefehlshaber der 4. Armee 1940 (Durchbruch der Maginot-Linie) und der Heeresgruppe Mitte 1943 (abwehrte die sowjetische Kursk-Offensive). Nach der Invasion 1944 übernahm Kluge den Oberbefehl im Westen. Als er nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 unter Verdacht geriet, nahm er sich am 17. August 1944 mit Gift das Leben. |
| Erwin von Witzleben | Generalfeldmarschall | 8. Aug. 1944 (hingerichtet) | 1940 Oberbefehlshaber der 1. Armee im Westen, dann aufgrund von Kritik an Hitler 1942 in den Ruhestand versetzt. Wichtiger Verschwörer des 20. Juli 1944: Er sollte im Erfolgsfall Oberbefehlshaber der Wehrmacht werden. Nach dem Scheitern des Putsches wurde Witzleben vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 8. August 1944 in Plötzensee erhängt. |
| Walther Model | Generalfeldmarschall | 21. Apr. 1945 (Suizid) | Galt als „Feuerwehr“ Hitlers für seine Erfolge als Abwehrstratege an der Ostfront. 1944 stoppte er als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nordukraine und Mitte mehrere sowjetische Großoffensiven. Im Dezember 1944 übernahm Model die Führung der Ardennenoffensive. Nach der Einkesselung seiner Heeresgruppe im Ruhrgebiet entzog er sich einer Kapitulation durch Suizid am 21. April 1945. |
| Erich von Manstein | Generalfeldmarschall | 9. Juni 1973 | Brillanter Operateur; entwickelte 1940 den „Sichelschnitt“-Angriffsplan und errang 1943 mit der Wiedereroberung von Charkow einen letzten deutschen Sieg im Osten. Wegen Kritik an Hitlers Führung im März 1944 als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Südukraine abgesetzt. 1949 wurde Manstein für Kriegsverbrechen (u. a. Befehle zur Vernichtung sowjetischer Zivilisten) zu 18 Jahren Haft verurteilt, aber vorzeitig entlassen. Danach beriet er die Bundesregierung bei der Aufstellung der Bundeswehr. |
| Erwin Rommel | Generalfeldmarschall | 14. Okt. 1944 (Selbstmord) | Legendärer „Wüstenfuchs“; führte 1941/42 das deutsche Afrika-Korps zu großen Siegen und wurde von der NS-Propaganda zum Helden stilisiert. Wegen seines Engagements für eine Beendigung des Krieges geriet er 1944 in Konflikt mit Hitler und in den Verdacht der Verschwörung. Am 14. Oktober 1944 wurde Rommel – unter dem Vorwurf der Mitwisserschaft am Attentat – von zwei Generälen zum Selbstmord gezwungen. |
| Ewald von Kleist | Generalfeldmarschall | 16. Nov. 1954 | Panzerführer der ersten Stunde (1940 Durchbruch bei Sedan) und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A im Kaukasus 1942. 1945 geriet Kleist in sowjetische Gefangenschaft und wurde dort als Kriegsverbrecher zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt; er starb 1954 in sowjetischer Haft. |
| Georg von Küchler | Generalfeldmarschall | 25. Mai 1968 | 1941 Oberbefehlshaber der 18. Armee (Teilnahme am Überfall auf die Sowjetunion) und ab Jan. 1942 als Nachfolger von Leeb Führer der Heeresgruppe Nord vor Leningrad. Küchler wurde 1948 im Nürnberger „OKW-Prozess“ wegen der Partisanenbekämpfung zu 20 Jahren Haft verurteilt; aus gesundheitlichen Gründen wurde er 1953 vorzeitig entlassen. |
| Ernst Busch | Generalfeldmarschall | 17. Juli 1945 | 1943 Oberbefehlshaber der 16. Armee (Leningrad-Blockade) und anschließend der Heeresgruppe Mitte. Während der sowjetischen Offensive in Weißrussland („Operation Bagration“) im Sommer 1944 wurde Busch von Hitler abgelöst. Er geriet in britische Kriegsgefangenschaft und starb dort am 17. Juli 1945 an Herzversagen. |
| Ludwig Beck | Generaloberst a. D. | 21. Juli 1944 (suizidiert) | 1935–1938 Chef des Generalstabs des Heeres; trat aus Protest gegen Hitlers Angriffspläne zurück. Beck war einer der geistigen Führer des militärischen Widerstands und als designierter Staatsoberhaupt für die Zeit nach Hitler vorgesehen. Beim Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 schoss er sich selbst schwer verwundet; er wurde noch am 21. Juli von einem Feldwebel erschossen. |
| Friedrich Paulus | Generalfeldmarschall | 1. Feb. 1957 | Oberbefehlshaber der 6. Armee in Stalingrad, den Hitler am 30. Januar 1943 zum Feldmarschall beförderte – in Erwartung, Paulus werde sich eher das Leben nehmen als zu kapitulieren. Paulus ergab sich jedoch am 31. Januar 1943 den Sowjets. Später schloss er sich im sowjetischen Exil dem Nationalkomitee „Freies Deutschland“ an und trat als Kronzeuge bei den Nürnberger Prozessen auf. |
| Claus Schenk Graf von Stauffenberg | Oberst | 21. Juli 1944 (hingerichtet) | Federführender Kopf des militärischen Widerstands: Stauffenberg verübte am 20. Juli 1944 das Bombenattentat auf Hitler und leitete den versuchten Staatsstreich in Berlin. Er wurde noch in der Nacht zum 21. Juli im Hof des Berliner Bendlerblocks standrechtlich erschossen. |
| Henning von Tresckow | Generalmajor | 21. Juli 1944 (Suizid) | Erster Generalstabsoffizier der Heeresgruppe Mitte und „eigentliche Spiritus Rector“ der militärischen Verschwörung. Tresckow organisierte bereits 1943 Anschlagsversuche auf Hitler und war einer der initiierenden Planer des 20. Juli 1944. Unmittelbar nach dem Scheitern des Attentats nahm er sich an der Ostfront mit einer Handgranate das Leben. |
| Friedrich Olbricht | General der Infanterie | 21. Juli 1944 (hingerichtet) | Leiter des Allgemeinen Heeresamts im Ersatzheer; Mitplaner der „Operation Walküre“ (internes Notfallszenario als Deckmantel für den Staatsstreich). Am 20. Juli 1944 gehörte Olbricht zur zentralen Verschwörergruppe im Bendlerblock und wurde noch in der Nacht zum 21. Juli von einem Exekutionskommando erschossen. |
| Carl-Heinrich von Stülpnagel | General der Infanterie | 30. Aug. 1944 (hingerichtet) | Wehrmachtbefehlshaber in Frankreich; leitete am 20. Juli 1944 in Paris eigenmächtig die Verhaftung aller SS- und SD-Offiziere und neutralisierte so die NS-Kommandostruktur. Nach dem Scheitern des Putsches versuchte Stülpnagel, sich das Leben zu nehmen (wodurch er erblindete); er wurde dennoch dem Volksgerichtshof vorgeführt und am 30. August 1944 in Berlin-Plötzensee gehängt. |
| Hans Oster | Generalmajor | 9. Apr. 1945 (hingerichtet) | Stv. Chef der Abwehr und früher Antinazi; Oster gehörte seit 1938 zu den entschiedenen Gegnern Hitlers in der Wehrmacht. Er knüpfte Kontakte zu zivilen Widerstandskreisen und war an allen Umsturzplanungen bis 1944 beteiligt. Nach langjähriger Gestapo-Haft wurde Oster am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg gemeinsam mit Canaris und Bonhoeffer erhängt. |
| Johannes Blaskowitz | Generaloberst | 5. Feb. 1948 (Suizid) | 1939 Oberbefehlshaber an der polnischen Front, protestierte dort in Denkschriften gegen SS-Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Dafür bei Hitler in Ungnade gefallen, erhielt Blaskowitz später nur noch Kommando über Besatzungstruppen (1944 Kapitulation seiner Heeresgruppe G in Frankreich). Im Kriegsverbrecherprozess von Nürnberg sollte er als Angeklagter aussagen, doch Blaskowitz entzog sich am 5. Feb. 1948 durch Sprung aus dem Gefängnisfenster der Urteilsverkündung. |
| Erich Hoepner | Generaloberst a. D. | 8. Aug. 1944 (hingerichtet) | 1941 Befehlshaber der Panzergruppe 4 beim Vorstoß auf Leningrad. Anfang 1942 ließ Hoepner – gegen Hitlers Haltebefehl – seine angeschlagenen Truppen aus der sowjetischen Winteroffensive zurückgehen, worauf Hitler ihn unehrenhaft entließ. Hoepner schloss sich der Widerstandsbewegung an; nach dem 20. Juli 1944 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 8. August 1944 in Plötzensee erhängt. |
| Gotthard Heinrici | Generaloberst | 13. Dez. 1971 | Defensivspezialist; 1941 als Kommandierender General an der Moskauer Front bewährte er sich in der Abwehr der sowjetischen Gegenoffensive. Im Frühjahr 1945 übernahm Heinrici die Heeresgruppe Weichsel und organisierte die Verteidigung der Oderstellung; er konnte den sowjetischen Vormarsch zwar verlangsamen, aber nicht verhindern. Am 28. April 1945 wurde Heinrici von Hitler abgesetzt. Er geriet in britische Gefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde. |
| Walther von Seydlitz-Kurzbach | General der Artillerie | 28. Apr. 1976 | Kommandierender General (LI. Armeekorps) in der Schlacht von Stalingrad, der Anfang 1943 mit seiner Einheit in sowjetische Gefangenschaft ging. Dort beteiligte er sich aktiv am antifaschistischen Nationalkomitee Freies Deutschland und rief deutsche Soldaten zum Überlaufen auf. Hitler erklärte Seydlitz deswegen zum Verräter und degradierte ihn in absentia. 1949 wurde er in der UdSSR zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt, aber 1955 entlassen; seine letzten Jahre verbrachte er in der DDR. |
| Dietrich von Choltitz | General der Infanterie | 5. Nov. 1966 | Stadtkommandant von Paris im August 1944; widersetzte sich Hitlers Befehl, Paris in einen Trümmerhaufen zu verwandeln, und übergab die „Stadt der Lichter“ kampflos an die heranrückenden Alliierten. Durch diese Befehlsverweigerung rettete er unzählige Zivilisten und das kulturelle Erbe der französischen Hauptstadt. |
| Hans Speidel | Generalleutnant a. D. | 28. Nov. 1984 | 1944 Chef des Stabes der Heeresgruppe B (Rommel) in Frankreich; stand mit den Verschwörern in Kontakt und wurde nach dem Attentat vorübergehend von der Gestapo verhaftet. Speidel überlebte unerkannt und machte nach dem Krieg eine glänzende Karriere: als General der Bundeswehr und ab 1957 als Oberbefehlshaber der NATO-Landstreitkräfte in Mitteleuropa. |
| Adolf Heusinger | Generalleutnant | 30. Nov. 1982 | Bei der Lagebesprechung am 20. Juli 1944 neben Hitler schwer verletzt, übernahm Heusinger wenige Tage danach übergangsweise die Leitung des Generalstabs (bis Sept. 1944). Er geriet 1945 in sowjetische Gefangenschaft, wurde aber 1955 entlassen. Anschließend stieg Heusinger in der Bundesrepublik zum ersten Generalinspekteur der Bundeswehr auf und war 1961–1964 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. |
| Helmuth Weidling | General der Artillerie | 17. Nov. 1955 | Letzter Kampfkommandant von Berlin 1945. Weidling organisierte im April 1945 die zähe Verteidigung der eingeschlossenen Reichshauptstadt gegen die überlegenen sowjetischen Angreifer. Am 2. Mai 1945 – nach Hitlers Suizid – kapitulierte General Weidling und unterzeichnete den Befehl zur Einstellung aller Kampfhandlungen in Berlin. Er geriet in sowjetische Gefangenschaft und starb 1955 in einem Moskauer Lager. |
| Friedrich Fromm | Generaloberst | 12. März 1945 (hingerichtet) | Chef des Ersatzheeres (zuständig für die Ausbildung und Heimatverteidigung). Obwohl Fromm am 20. Juli 1944 die Verschwörer Graf Stauffenberg und Mitstreiter noch in derselben Nacht standrechtlich erschießen ließ, machte ihn Hitler für seine „Unterlassungen“ mitverantwortlich. Am 12. März 1945 wurde Fromm wegen „Feigheit vor dem Feind“ standrechtlich erschossen. |
| Hermann Hoth | Generaloberst | 25. Jan. 1971 | Befehlshaber der 3. Panzergruppe 1941 und der 4. Panzerarmee 1942/43 (u. a. Angriff auf Stalingrad und Panzerschlacht von Kursk). Hoths brutales Vorgehen gegenüber sowjetischer Zivilbevölkerung führte 1948 in Nürnberg zu einer Verurteilung zu 15 Jahren Haft. Nach seiner vorzeitigen Entlassung 1954 verfasste er militärhistorische Schriften. |
| Nikolaus von Falkenhorst | Generaloberst | 18. Juni 1968 | Planer und Befehlshaber der Besetzung Norwegens 1940–44. Aufgrund der Erschießung gefangener Kommandosoldaten verurteilte ihn ein britisches Militärgericht 1946 zum Tode, wandelte das Urteil aber in 20 Jahre Haft um. Falkenhorst wurde 1953 aus dem Gefängnis entlassen und verbrachte seinen Lebensabend in Westdeutschland. |
| Ferdinand Schörner | Generalfeldmarschall | 2. Juli 1973 | Von Hitler am 30. April 1945 – testamentarisch – zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt, galt Schörner als fanatischer Nationalsozialist. Als Befehlshaber bewährte er sich vor allem im Rückzugskampf (1944 an der Ostfront), zeigte aber extreme Härte gegenüber eigenen Soldaten (Deserteure wurden kurzerhand erschossen). 1952 verurteilte ein sowjetisches Gericht Schörner wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Haft, doch kam er 1955 frei. In Westdeutschland musste er 1957 eine kurze Haftstrafe verbüßen. |
Die Heer Liste wird fortlaufend erweitert. Liste der Wehrmacht wird fortlaufend erweitert. Diese Übersicht ist Teil der Waffengattungen: Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine.