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Startseite > Biographien > Adolf Hitler (1889–1945)
Geschrieben von: Redaktion Zukunft braucht Erinnerung | Erstellt: 30. September 2004

Adolf Hitler (1889–1945)

Von Braunau am Inn bis zum Untergang im Zweiten Weltkrieg

Adolf Hitler - von Braunau am Inn bis zum Untergang im Zweiten Weltkrieg

Adolf Hitler (1938). Bundesarchiv, Bild 183-H1216-0500-002 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-H1216-0500-002, Adolf Hitler, CC BY-SA 3.0 DE

Adolf Hitler (1889–1945) war der zentrale politische Akteur des sogenannten Dritten Reichs. Als Herrscher Deutschlands von 1933 bis 1945 etablierte er eine totalitäre Diktatur, die Europa in den Zweiten Weltkrieg stürzte und beispiellose Verbrechen gegen die Menschheit verübte. Sein Aufstieg aus einfachen Verhältnissen zum Diktator des Deutschen Reiches war eng verknüpft mit der Entwicklung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und den Krisen der Weimarer Republik. Sein Leben und Wirken – von der Jugend in Österreich über den Ersten Weltkrieg und die Machtübernahme 1933 bis zum Untergang 1945 – prägt die Geschichte des Nationalsozialismus und wirkt als historische Mahnung bis heute.

Adolf Hitler: Frühe Jahre und Erster Weltkrieg

Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in Braunau am Inn als Sohn des Zollbeamten Alois Hitler und dessen dritter Ehefrau Klara geboren. Sein Vater, ursprünglich Alois Schicklgruber genannt, war bereits mittleren Alters, die Mutter deutlich jünger. Mehrere seiner Geschwister starben im Kindesalter; nur seine jüngere Schwester Paula überlebte ihn. Er besuchte die Volks- und Realschule in Linz, zeigte dort jedoch wenig Ehrgeiz und glänzte vor allem in Zeichnen und Geschichte. Sein Vater drängte ihn in eine Beamtenlaufbahn, doch Adolf rebellierte dagegen. Nach dem Tod der Mutter im Dezember 1907 zog er nach Wien, um Künstler zu werden. Er bewarb sich zweimal an der Wiener Kunstakademie, wurde jedoch abgelehnt. Fortan lebte er bis 1913 in Wien unter prekären Umständen, hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf eigener Postkarten-Aquarelle über Wasser (siehe auch: Adolf Hitler als Maler) und kam dabei mit extrem nationalistischen und antisemitisch geprägten Ideen in Berührung. In Linz und Wien prägten einschlägige Lektüren und Erlebnisse Hitlers Gedankenwelt. Er bewunderte den germanischen Heldenmythos in Richard Wagners Opern und verschlang nationalistische Schriften. Schon als Jugendlicher träumte er von einer besonderen Bestimmung – gegenüber seinem Jugendfreund August Kubizek soll er geäußert haben, er wolle einst „Volkstribun“ werden.

1913 zog Hitler nach München, angeblich aus Begeisterung für die „deutsche Kunststadt“ und um sich seiner österreichischen Wehrpflicht zu entziehen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 meldete er sich in München freiwillig als Kriegsfreiwilliger für die bayerische Armee. Hitler diente als Meldegänger an der Westfront und wurde mehrfach ausgezeichnet (unter anderem mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse). Die deutsche Niederlage von 1918 erlebte er im Lazarett – ein Schock, der sein Weltbild nachhaltig radikalisierte. Hitler behauptete später, Deutschland sei durch „Verrat“ von innen – durch Marxisten und Juden – um den Sieg gebracht worden. Dieses Narrativ der sogenannten Dolchstoßlegende prägte seine völkisch-rassistische Weltanschauung. Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück, wo die Revolution von 1918 die Monarchie beendet hatte. Wie viele heimgekehrte Frontsoldaten fühlte er sich entwurzelt, fand aber im Militär zunächst weiter Halt.

Hitler und die DAP

In der turbulenten Anfangszeit der Weimarer Republik blieb Hitler als Soldat der Münchner Reichswehr erhalten und betätigte sich als Verbindungsmann sowie Propagandaredner. Dabei fiel sein rhetorisches Talent auf. Im Herbst 1919 trat Hitler der von Anton Drexler gegründeten Deutschen Arbeiterpartei (DAP) bei, aus der er bald nicht mehr wegzudenken war. Hitler hatte bereits 1919 in einem Schreiben an den Kameraden Adolf Gemlich seine antisemitische Grundüberzeugung unverblümt dargelegt. Dank seiner Begabung als Redner stieg er rasch zum wichtigsten Agitator der kleinen Partei auf. Bereits im Februar 1920 trieb er die Umbenennung der DAP in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) voran und präsentierte ein radikales 25-Punkte-Programm. 1921 wurde er zum Vorsitzenden der NSDAP gewählt und festigte seine Autorität als unangefochtener Parteiführer.

Hitler nutzte die politische Instabilität in Bayern geschickt für seine Ziele aus. Er knüpfte Kontakte zu rechtsextremen Freikorps, paramilitärischen Verbänden und einflussreichen Gönnern, die seine Ideologie teilten. Im November 1923 versuchte Hitler zum ersten Mal, die Macht gewaltsam an sich zu reißen: Gemeinsam mit General Erich Ludendorff führte er am 8./9. November 1923 in München einen Putschversuch – den sogenannten „Hitler-Ludendorff-Putsch“ (auch „Münchner Bierhallen-Putsch“) – gegen die gewählte Regierung der jungen Republik. Der Putsch scheiterte jedoch am Widerstand der bayrischen Polizei. Es wurde Hitler verhaftet und wegen Hochverrats vor Gericht gestellt. Das Gericht verurteilte ihn Anfang 1924 zu fünf Jahren Festungshaft, ging aber erstaunlich milde mit ihm um. Vor Gericht stilisierte er sich zum aufrechten Patrioten; im Prozess sprach er offen davon, im „nationalen Interesse“ gehandelt zu haben. Seine Haft in Landsberg währte nur rund neun Monate, während derer Hitler sein politisches Manifest „Mein Kampf“ verfasste.

Hitler und die NSDAP auf dem Weg zur Macht

Nach seiner vorzeitigen Entlassung Ende 1924 baute er die verbotene NSDAP ab 1925 erneut auf. Er setzte nun auf einen strikt legalen Kurs zur Machtübernahme. Die folgenden Jahre der Weimarer Republik nutzte er, um eine schlagkräftige politische Bewegung zu formen. Er gründete Unterorganisationen wie die Sturmabteilung (SA) als paramilitärischen Arm und die Schutzstaffel (SS) als seine persönliche Garde. Durch Propaganda, Aufmärsche und Hitlers charismatische Reden gewann die NSDAP allmählich Anhänger. 1928 blieb der Erfolg mit nur 2,6 % der Stimmen bei der Reichstagswahl gering. Erst die Weltwirtschaftskrise ab 1929 / 1930 bescherte der NSDAP massiven Zulauf, sodass Hitler endlich breite Bevölkerungsschichten erreichen konnte. Er behauptete in dieser Phase, nur ein starker Nationalsozialist könne Deutschland retten, und verlangte offen die Aufhebung des Versailler Vertrags sowie die Einheit aller Deutschen. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 wurde die NSDAP mit 37 % der Stimmen auf Anhieb stärkste Partei – ein politisches Erdbeben. Bereits zuvor hatte er im Frühjahr 1932 bei der Reichspräsidentenwahl kandidiert: Gegen den populären Amtsinhaber Hindenburg erzielte er rund 37 % der Stimmen, unterlag aber knapp. Dieses Ergebnis zeigte jedoch seinen wachsenden Rückhalt in der Bevölkerung. Die konservativen Eliten um den ehemaligen Kanzler Franz von Papen intrigierten inzwischen hinter den Kulissen, um eine Regierung unter Hitlers Führung zu ermöglichen. Im November 1932 verlor die NSDAP zwar etwas an Stimmen (sie erhielt noch 33 %), blieb aber die stärkste Kraft im Reichstag.

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt von Reichspräsident Paul von Hindenburg. Diese Ernennung zum Reichskanzler markierte das definitive Ende der Weimarer Demokratie. Die nationalkonservative Elite glaubte, Hitler in dieser Position kontrollieren zu können – ein fataler Irrtum. Tatsächlich setzte Hitler unmittelbar nach Amtsantritt alles daran, seine Macht zu sichern und auszubauen. Bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 blieb die NSDAP zwar hinter der erhofften absoluten Mehrheit zurück (43,9 % der Stimmen), konnte jedoch mit der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) eine Regierungskoalition bilden. Am 21. März 1933 inszenierten sich der greise Reichspräsident und Adolf Hitler beim feierlichen „Tag von Potsdam“ demonstrativ als Einheit von altpreußischer Tradition und neuer Bewegung. Am 23. März 1933 verabschiedete der Reichstag dann das Ermächtigungsgesetz, das der Regierung die gesetzgeberische Vollmacht übertrug. Damit war der Weg frei für die Gleichschaltung aller Institutionen in Staat und Gesellschaft.

Reichskanzler Hitler: Die Machtergreifung 1933

In den folgenden Monaten schaltete das NS-Regime die verbliebenen politischen Gegner aus. Alle Parteien außer der NSDAP wurden verboten oder lösten sich unter Druck selbst auf; Gewerkschaften wurden zerschlagen, und regimekritische Stimmen mundtot gemacht. Deutschland wurde in einen Einparteienstaat umgewandelt. Im Juni 1934 wandte sich Hitler gegen potenzielle Rivalen in den eigenen Reihen: In der „Nacht der langen Messer“ ließ der Diktator die Führung der SA, allen voran Ernst Röhm, und weitere missliebige Personen kaltblütig ermorden. Diese Aktion sicherte ihm endgültig die Loyalität der Reichswehr. Am 2. August 1934 starb Reichspräsident Hindenburg; der Diktator übernahm daraufhin auch dessen Amt als Staatsoberhaupt. Dass Hitler ab August 1934 nun zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef war, besiegelte die NS-Diktatur: Die gesamte Reichswehr leistete nun einen persönlichen Treueeid auf ihn.

Der nationalsozialistische Führer Staat

Nach 1934 war seine Macht absolut. Er herrschte als „Führer“ über einen Terror- und Überwachungsstaat. Das Regime kombinierte Propaganda und Gewalt, um die Bevölkerung hinter sich zu bringen und jeden Widerstand zu brechen. Joseph Goebbels’ Propagandaministerium inszenierte ihn als charismatischen Retter, während die Geheime Staatspolizei (Gestapo) und die SS unter Heinrich Himmler alle tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner verfolgten. Viele von ihnen landeten in neu errichteten Konzentrationslagern. Ein zentrales Element von Hitlers Herrschaft war der fanatische Rassenantisemitismus. Schon 1933 ließ er erste Boykotte gegen jüdische Geschäfte durchführen. 1935 institutionalisierten die Nürnberger Gesetze die Entrechtung der deutschen Juden, indem sie ihnen die staatsbürgerliche Gleichstellung entzogen. In der Pogromnacht vom 9. November 1938 („Reichskristallnacht“) brannten überall in Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört, und tausende Juden wurden misshandelt oder in Konzentrationslager verschleppt. Hitler gab unverhohlen zu verstehen, dass er entschlossen war, die „Judenfrage“ ein für alle Mal zu lösen – und die Welt schaute weitgehend weg. Parallel dazu bereitete das Regime die Wirtschaft und Gesellschaft auf einen neuen Krieg vor. Durch eine riesige Ausweitung staatlicher Investitionen und Rüstungsprogramme sank die Arbeitslosigkeit bis 1939 rapide, was seine Popularität zusätzlich steigerte. Im Geheimen betrieb er eine aggressive Außenpolitik, die auf die Revision des Versailler Vertrags und eine expansionistische Vergrößerung des Reichs zielte. 1933 trat Deutschland aus dem Völkerbund aus; 1935 führte Hitler die allgemeine Wehrpflicht wieder ein und begann offen mit der Aufrüstung der Wehrmacht – womit er den Versailler Vertrag brach.

Hitler im Zweiten Weltkrieg

Mit fortschreitender Aufrüstung plante Hitler den lang ersehnten Krieg zur Erweiterung seines „Lebensraums“. 1938 ließ er zunächst den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich durchführen und erzwang wenig später im Münchner Abkommen die Abtretung des Sudetenlands von der Tschechoslowakei. Obwohl Hitler dort erklärte, keine weiteren territorialen Ansprüche in Europa zu haben, bereitete er im Sommer 1939 den nächsten Schlag vor. Zur Absicherung gegen einen Zweifrontenkrieg schloss er am 23. August 1939 einen Nichtangriffspakt mit Josef Stalin, in dem die Aufteilung Polens vereinbart wurde. Am 1. September 1939 gab Hitler den Befehl zum Überfall auf Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg in Europa. Frankreich und Großbritannien erklärten Deutschland daraufhin den Krieg, doch er konnte zunächst rasche militärische Erfolge feiern. Bis 1940 eroberten seine Truppen Polen, Dänemark, Norwegen, die Benelux-Staaten und Frankreich. Doch Großbritannien konnte er nicht bezwingen: Ab Juli 1940 versuchte die Luftwaffe in der „Luftschlacht um England“ vergeblich, die Lufthoheit für eine Invasion zu erringen. Nachdem ein Sieg über England ausblieb, wandte er sich seinem ideologischen Hauptziel zu – der Eroberung von weiterem „Lebensraum“ im Osten. In einer Rede vor der militärischen Führung im März 1941 spricht Hitler offen von einem „Vernichtungskrieg“ gegen die Sowjetunion. Am 22. Juni 1941 begann der Überfall auf die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa). Im Gefolge der Invasion verübten die SS-Einsatzgruppen bereits in den ersten Wochen grausame Massaker an der jüdischen Bevölkerung. Schon bald darauf begann die systematische Vernichtung der europäischen Juden. Auf Hitlers Befehl hin wurden in den besetzten Gebieten Hunderttausende jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen. Am 20. Januar 1942 fand bei Berlin die Wannsee-Konferenz statt, bei der ranghohe NS-Funktionäre unter Vorsitz von Reinhard Heydrich die Organisation der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ – der industriellen Ermordung der Juden Europas – koordinierten. Hitlers Antisemitismus und Rassenwahn gipfelten im Holocaust: Bis 1945 wurden rund sechs Millionen europäische Juden sowie Hunderttausende weitere Verfolgte (Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung u.a.) systematisch ermordet.

Anfangs schien Hitlers Strategie unschlagbar, doch ab 1942 wendete sich das Kriegsglück. Die deutsche Offensive in der Sowjetunion geriet im Winter 1942/43 bei Stalingrad in eine Katastrophe; die eingeschlossene 6. Armee kapitulierte entgegen seinem Befehl im Februar 1943. Danach waren die deutschen Truppen endgültig auf dem Rückzug. Die Alliierten drängten das Deutsche Reich nun von West und Ost zurück. Im Juli 1944 verübten Offiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Hitler, um die NS-Führung zu stürzen. Das Attentat misslang – Hitler überlebte nur leicht verletzt und ließ daraufhin grausame Vergeltung üben. Im Herbst 1944 rief er den „Volkssturm“ aus – eine letzte Miliz aus Jugendlichen und alten Männern –, um die bereits besetzte Heimat doch noch zu verteidigen. Am 30. Januar 1945 – genau zwölf Jahre nach seiner Machtübernahme – hielt der Diktator in einer letzten Rundfunkansprache fanatisch am „Endsieg“ fest und rief zum bedingungslosen Durchhalten auf. In einem letzten Akt der Zerstörungswut befahl Hitler im März 1945 (sogenannter „Nerobefehl“) die Verwüstung aller verbliebenen Infrastruktur im Reichsgebiet, um sie den vorrückenden Alliierten nicht in die Hände fallen zu lassen. Doch diese Befehle beschleunigten nur den Zusammenbruch.

Untergang 1945

Im April 1945 standen die Alliierten vor Berlin. Der Diktator verschanzte sich mit seinem engsten Gefolge im Führerbunker unter der Reichskanzlei, während die Hauptstadt in Trümmern lag. Obwohl die militärische Lage hoffnungslos war, weigerte er sich bis zuletzt, zu kapitulieren. Am 29. April 1945 heirateten Adolf Hitler und Eva Braun im Berliner Bunker. Einen Tag später, am 30. April 1945, beging Hitler mit Eva Braun Selbstmord. Wenige Tage darauf, am 8. Mai 1945, kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos. Das von Hitler geführte „Dritte Reich“ brach endgültig zusammen – hinterlassen hatte es verbrannte Städte, über 55 Millionen Kriegstote und unermessliches Leid. So endete die Herrschaft Adolf Hitlers, die als ewige Warnung in die Geschichte eingegangen ist.

 

Literatur

Fest, Joachim: Hitler. Eine Biographie. Frankfurt am Main: Propyläen Verlag, 1973.

Kershaw, Ian: Hitler 1889–1936: Hubris. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998.

Kershaw, Ian: Hitler 1936–1945: Nemesis. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2000.

Ullrich, Volker: Hitler. Band 1: Die Jahre des Aufstiegs 1889–1939. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013.

Ullrich, Volker: Hitler. Band 2: Die Jahre des Untergangs 1939–1945. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018.

Longerich, Peter: Hitler. Biographie. Siedler Verlag, München 2015.

Jäckel, Eberhard: Hitlers Weltanschauung. Entwurf einer Herrschaft. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981.

Bracher, Karl Dietrich: Die deutsche Diktatur. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1969.

Thamer, Hans-Ulrich: Der Nationalsozialismus. Stuttgart: Reclam, 2002

 

Echo der Fragmente (Dada-Gedicht)

Schüler Adolf Hitler – kam Hitler? kehrte Hitler? hitler lebte.

Reichskanzler Adolf stellte Hitler. Regierung Hitler! Hitler plante.

Hindenburg Hitler erklärte Hitler, hielt Hitler, forderte Hitler.

hitler bereits, hitler schon, Paula Hitler … hitler Spricht.

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