[…]gegen die Menschlichkeit und die Opfer von Krieg und Gewalt zu vergessen. Alles, was für dafür tun müssen, ist uns zu erinnern. Arno Surminski erinnert mit seinem Roman Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken an die Opfer des Gemetzels von Palmnicken und setzt ihnen ein literarisches Mahnmal. Autorin: Soraya […]
[…]Judenhass motivierte Massaker wie 1834 in Safed, 1840 die Damaskus- oder besser Ritualmordaffäre, 1920 in Jerusalem, 1921 in Jaffa, 1929 in Hebron, 1938 in Tiberias, 1941 in Bagdad und 1945 in Tripolis. Hebron wird judenrein. Und zwar judenrein von ultraorthodoxen streng gläubigen Juden, die selbst antizionistisch und gegen den Staat […]
[…]des eigenen Ansehens. Alle Verbrechen wurden aus dem Gedächtnis fein und säuberlich eliminiert. Dafür gibt es prominente Vorbilder wie Richard von Weizsäcker, der ehemalige mit Preisen und Ehrungen überhäufte Bundespräsident. Als Mitglied des 9. Potsdamer Infanterie-Regiments war er sowohl am Überfall auf Polen wie auch später mit der 23. Infanterie-Division […]
[…]gehört zusammen mit dem Film ‚Der Ewige Jude’ zu den berüchtigtsten antisemitischen Propagandafilmen des Dritten Reiches. Während letzterer als pseudodokumentarischer Propagandafilm nur ein kleines Publikum fand, feierte Jud Süß als aufwändig inszenierter Spielfilm ab 1941 große Erfolge und erreichte ein breites Publikum. 20 Millionen Menschen hatten ihn bis Kriegsende in […]
[…]Ghettofilm“ von Yael Hersonski erzählt die Geschichte eines nationalsozialistischen Propagandafilms über das Warschauer Ghetto, der 1942 begonnen, jedoch nie fertig gestellt wurde. Auf ungeklärte Weise gelangten die 62 Minuten Filmmaterial als Rohschnitt erst in ein DDR-Archiv und werden heute im Bundesfilmarchiv aufbewahrt. Die Aufnahmen sind kurz vor der Deportation der […]
[…]und der Wolf (1937) in beklemmender Vollkommenheit. Fritz Genschow und Renée Stobrawa schreiben dafür das Drehbuch und orientieren sich an einer modernen Bühnenfassung von Rotkäppchen, die beide 1931/32 für das Berliner Theater am Schiffbauerdamm inszenieren. Um das kurze Grimmsche Märchen filmisch zu verlängern, bettet eine Rahmenhandlung, die in der Gegenwart […]
[…]auf den Einreisenden lastet und nur eins abverlangt. Das bittere Überleben. Nicht jeder ist dafür geschaffen, die tonnenschwere Last zu ertragen. Elisabeth Weisberg gelingt es nicht. Erschlagen von den Demütigungen und ihrer körperlichen Entwürdigung durch die Nazis, erschlagen von dem erbärmlichen Leben in der Fremde gibt sie, die bislang hart […]
[…]blieb den führenden Nationalsozialisten immer fremd.[6] Der Kriegsverlauf sorgte jedoch dafür, daß auch unter nationalsozialistischer Herrschaft keine Sieger-Kriegerdenkmäler mehr entstehen konnten. In der Nachkriegszeit fristeten die historischen Kriegerdenkmäler ein Schattendasein. Manche wurden abgerissen, andere leidlich gepflegt oder einfach vergessen. Zwischen Geschichtsvergessenheit und verspätetem Bildersturm – Berliner Kriegerdenkmäler heute Um […]
[…]politische Erwägungen und wechselnde bauliche Pläne für das Gartengelände waren die Gründe dafür. Planung und Aufbau zogen sich nun einige Jahre hin. Lederer hatte eine monumentale, kniende Figur mit Schild und Schwert auf massivem Sockel geschaffen: „Auf dem verhältnismäßig niederen, aber breit entwickelten Sockel steht die etwa 2,20m hohe Figur. […]
[…]das Raumgefühl als Bedeutungsträger. Eisenmans Denkmal für die ermordeten Juden Europas stellt dafür ein extremes Beispiel dar: Die gerasterte Anlage mit ihren schiefen Ebenen zielt auf das Körpergefühl des Besuchers; er soll desorientiert und verunsichert werden und sich damit in die Situation der NS-Opfer einfühlen können – ein sehr fragwürdiger […]