[…]Hilfreich für das Verständnis von Keilsons komplexer Persönlichkeit sind hingegen die in erster Linie auf Briefen und Interviews beruhenden detaillierten Darlegungen seines Verhältnisses zu seiner Schwester Hilde, zu seinen Frauen Gertrud und Marita sowie zu seinen beiden Töchtern. Erhellend sind die Schilderungen der äußerst schwierigen Beziehung zu Hilde und der […]
[…]Stunden bleiben). Untersuchungen zu Holocaust-Ausstellungen zeigen, dass deren Wirkung nicht in erster Linie durch Exponate oder Bilder selbst entsteht, sondern durch die Art und Weise des Betrachtens – Erinnern als soziale und emotionale Praxis. In diesem Sinne ist Tellers fotografisches Projekt mehr als bloße Dokumentation: Es schafft einen Raum der […]
[…]davon, aber dann auch der Rückzug aus dem Gaza-Streifen ohne Gegenbedingung. Das sollte ein erster Schritt sein für weiteres im Hinblick auf das Westjordanland. Die Mehrheit seiner eigenen Partei (Likud), deren Vorsitzender er war, sprach sich dagegen aus, und Sharon erzielte eine Mehrheit in der Knesset für den Rückzug aus […]
[…]davon nicht durch offizielle Kanäle, sondern durch Gerüchte und informelle Kontakte – ein erster Hinweis auf das totale Versagen der staatlichen Informationspolitik. Der politische und historische Kontext des Films ist untrennbar mit der Ära der Glasnost verbunden. Nur durch die unter Michail Gorbatschow eingeleitete Öffnung war es möglich, ein Werk […]
[…]er in einer Fußnote: „Von einem authentisch historischen Standpunkt aus haben die beiden Weltkriege mit ihren Begleiterscheinungen großer und kleiner Revolutionen unter dem Strich nichts anderes als die Anbindung der zurückgebliebenen Kulturen der peripheren Regionen an die am weitesten historisch fortgeschrittenen europäischen Positionen (realen oder virtuellen) gebracht.“[12] Seine Haltung zum […]
[…]vage formulierte Schuldbekenntnis als zu weit gehend abgelehnt. Antisemitismus nach dem Zweiten Weltkrieg In den westlichen Demokratien hat das abschreckende Beispiel der nationalsozialistischen Politik der Judenvernichtung dazu geführt, dass der Antisemitismus in der Nachkriegszeit abnahm. Dennoch zeigten Umfragen in den achtziger und neunziger Jahren in Deutschland und Österreich, dass 10 […]
[…]oft geäußerten Vorwurf des Internationalismus und mangelnden Patriotismus trat nach dem Ersten Weltkrieg die Unterstellung, die Juden hätten sich am Kriege bereichert und zeichneten sich demnach durch Defätismus und Feigheit im Felde aus. Untermauert wurden diese Spekulationen durch eine Untersuchung, die der preußische Kriegsminister Wild von Hohenborn 1916 durchführen ließ […]
[…]für die Verfolgung von Juden. Verbreitung nach dem Ersten Weltkrieg Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erlebten die „Protokolle“ eine weite Verbreitung, zunächst in Russland und dann in vielen anderen Ländern. In Deutschland wurden sie 1920 von Ludwig Müller von Hausen unter dem Titel „Die Geheimnisse der Weisen von Zion“ […]
[…]war nun endgültig zu einer festen Institution der Repression geworden. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs sollten „Schutzhäftlinge“ für die Dauer des Kriegs prinzipiell nicht mehr entlassen werden. Die Schutzhaft wurde etwa ab Februar 1933 praktiziert: Nach dem Reichstagsbrand verhaftete die SA willkürlich politische Gegner und hielt sie in den eigenen […]
[…]Carl von Ossietzky mit den kulturellen und politischen Ereignissen in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Er besucht nicht nur Veranstaltungen, sondern beginnt zu schreiben: erst kleine Gedichte, dann ein Theaterstück und nun auch Leserbriefe. Der erste Beitrag der von Carl von Ossietzkygedruckt wird, ist ein Leserbrief in der Wochenzeitung […]