Fritz Bauer - Tod auf Raten. Ein Film von Ilona Ziok

Geschrieben von: der Redaktion

In ihrem Film “Fritz Bauer – Tod auf Raten” erzählt Ilona Ziok von Bauers exzeptionellen Kampf für das Widerstandsrecht der Bürger gegen Willkürakte des Staates. Sie arrangiert ein Mosaik aus Archivmaterial und den Aussagen Bauers, sowie seiner Freunde und Verwandte zu einem eindrucksvollen biographischen Filmwerk. Auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit großem Erfolg vorgestellt ist das Werk derzeit wieder an folgenden Terminen zu sehen:

Weitere Infos und Termine unter: www.fritz-bauer-film.de

 

Mitmachen bei unserem Relaunch

Geschrieben von: der Redaktion

Los geht's. Die Arbeiten für unseren Relaunch laufen. Und wir brauchen eure Mithilfe ?

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Robert Siodmak Retrospektive in Berlin

Geschrieben von: der Redaktion

Robert Siodmak gehört zu den großen deutschen Filmregisseuren. Er ist aber auch einer jener jüdischen Filmemigranten, die Deutschland 1933 verlassen mussten und später in Hollywood Karriere machten. Sein Œuvre lässt sich auf kein spezifisches Genre festlegen. Dem dokumentarisch anmutenden Debüt Menschen am Sonntag (D 1930) folgen ein Kammerspiel, Komödien, Krimis, Film Noirs, Melodramen, Comédies Musicales, exotische Abenteuer und ein geradezu prototypischer Piratenfilm. Literaturverfilmungen und Theateradaptionen bestimmen das Werk ebenso wie Originalstoffe. Mehr als 15 Jahre nach der letzten Retrospektive ist das Schaffen Robert Siodmaks endlich wieder nahezu vollständig über drei Monate hinweg auf einer Berliner Leinwand zu erleben.

1. April bis 29. Juni 2014

Weitere Infos auf der Website des Zeughauskinos

   

Sehenswerte Filme auf der Berlinale 2014

Geschrieben von: der Redaktion

Berlinale 2014Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt jedes Jahr ca. 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren. Filme aller Genres, Längen und Formate finden in den verschiedenen Sektionen ihren Platz. Traditionell positioniert sich das Festival als politischer Impulsgeber, der es deutlich und positiv von vergleichbaren Festspielen abgrenzt. Im Folgenden unsere wichtigsten Empfehlungen:

 

The Monuments Men

Nach der Landung US-amerikanischer und britischer Truppen in der Normandie erlässt Hitler den Befehl, dass dem Feind keine bedeutenden Kunstschätze in die Hand fallen dürfen. Was die deutschen Truppen nicht mitnehmen oder in Geheimverstecken unterbringen können, soll vernichtet werden. Doch die Alliierten sehen diesem barbarischen Akt nicht tatenlos zu. Sie installieren eine Truppe von „Kunstschutzoffizieren“, die die Aufgabe erhält, hinter den feindlichen Linien nach gefährdeten Gemälden und Skulpturen zu fahnden und sie in Sicherheit zu bringen. Regisseur George Clooney, der auch die Hauptrolle übernahm, verknüpft komische, tragische und pathetische Momente zu einem Hohelied auf die Retter unwiederbringlichen Kulturguts. >> mehr

 

Diplomatie

Im Sommer 1944 verfügt Hitler, dass die französische Hauptstadt dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ in die Hände fallen dürfe. Verantwortlich für die Durchführung dieses barbarischen Plans ist der Wehrmachtsbefehlshaber für Groß-Paris, General Dietrich von Choltitz. Doch im Morgengrauen des 25. August schleicht sich der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling durch einen unterirdischen Geheimgang ins deutsche Hauptquartier ein und versucht, Choltitz von dem Vorhaben abzubringen. >> mehr

 

Der Anständige

Am 6. Mai 1945 besetzen Soldaten der 88. US-Armeedivision das Haus der Familie Himmler in Gmund am Tegernsee. Sie finden Hunderte von privaten Briefen, Dokumenten, Tagebücher und Fotos. Anhand dieses Materials und mit zahlreichen historischen Aufnahmen skizziert der Film die Biografie des SS-Führers Heinrich Himmler, der sich Ende Mai 1945 mit einer Zyankalikapsel das Leben nahm.  >> mehr

 

German Concentration Camps Factual Survey

Die Alliierten, die 1944 und 1945 die deutsch besetzten Gebiete Europas und schließlich auch Deutschland unter ihre Kontrolle brachten, hatten nicht nur die militärische sondern auch die propagandistische Befreiung im Sinn. Sie kamen mit Kamerateams und Fotografen, die nicht ahnten, welche Gräuel sie auf Film bannen würden. Als britische Truppen im April 1945 das KZ Bergen-Belsen befreiten, dokumentierten die Kameras ihrer “Psychological Warfare Division“ detailliert das dort gefundene Grauen. >> mehr

 

Night will fall

Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen und machen die schrecklichen Aufnahmen, die als "German Concentration Camps Factual Survey" ebenfalls auf der Berlinale gezeigt werden. Night Will Fall rekonstruiert die Geschichte des unvollendeten Films, der über Jahrzehnte als „missing Hitchcock“ gehandelt wurde. >> mehr

 

Meine Mutter, ein Krieg und ich

Kriegswinter 1942: Eine junge russische Krankenschwester wird von den Wehen überrascht und bringt auf einem Feld an der Wolga ihre Tochter Tamara zur Welt. In seinem bisher persönlichsten Film widmet sich das Regieduo Tamara Trampe und Johann Feindt der Familiengeschichte von Tamara Trampe. Warmherzig und berührend wird am Lebensabend der Mutter Familiengeschichte aufgearbeitet und damit auch Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts. >> mehr

 

Und in der Mitte, da sind wir

Drei 15-Jährige leben in Ebensee, einem kleinen Ort in Österreich, wo Jugendliche 2009 die jährliche Feier zum Gedenken an die Toten des ehemaligen Konzentrationslagers mit Softguns störten. Anhand von schön fotografierten Momentaufnahmen aus dem Alltag der Teenager im Verlauf eines Jahres sowie Aussagen von ihnen und ihren Eltern über den Umgang mit der NS-Zeit skizziert der Film darüber hinaus, auf welche Befindlichkeiten die offizielle Gedenkkultur heutzutage trifft. Nicht nur in Ebensee. >> mehr

 

Le beau danger

Norman Manea, 1936 in der Bukowina geboren, wurde 1941 mit seiner Familie in ein Konzentrationslager deportiert. Er überlebte die Gefangenschaft, wurde Schriftsteller und emigrierte 1986 aus Rumänien in den Westen. Heute lehrt und schreibt er in New York. Über diese biografischen Eckdaten des Autors informiert der Film erst spät. Er lässt der Literatur den Vortritt. Sie wird ins Bild gesetzt: Texttafeln mit ausführlichen Auszügen aus Werken Norman Maneas, die starke autobiografische Bezüge haben, prägen den Rhythmus. Beobachtungen des Schriftstellers als öffentliche Person im Rahmen von Auftritten bei Buchmessen und in Seminaren kommen hinzu. Und heutige Aufnahmen an Stationen seines Lebens, wie einem jüdischen Friedhof in der Ukraine. Es entsteht eine vielschichtige Textur aus Schrift und Rede, 16-mm-Film und digitalem Material, Schwarz-Weiß und Farbe, Ton-Collagen und Rauschen – ein Film aus Fragmenten mit vagen Zusammenhängen, kein kohärent erzähltes Künstlerporträt. Im Fokus steht stattdessen die Frage, wie sich Erinnerungen und Erfahrungen von Exil und Entfremdung vermitteln lassen, in der Literatur und im Film. Le beau danger hat eine freie, essayistische Form dafür gefunden. >> mehr

 

The Unknown Known

Über 10 000 Memos schrieb Donald Rumsfeld als Ratgeber von vier US-Präsidenten und Verteidigungsministern an seine Mitarbeiter und Kollegen. Diese über Jahrzehnte aufgehobenen aufschlussreichen Notizen bilden die Grundlage für die Annäherung an einen Mann, der die US-amerikanische Außenpolitik und den sogenannten Krieg gegen den Terror entscheidend mitprägte. In einem neutralen Raum bittet der Filmemacher den umstrittenen Politiker, Platz zu nehmen und verwickelt ihn mit scheinbar banalen Fragen in ein immer brisanter werdendes Gespräch.  >> mehr

   

Verboten! Filmzensur in Deutschland

Geschrieben von: der Redaktion

1. Januar bis 2. Februar 2014 im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Verboten ist, was von Gesetzgebern, Politikern, Institutionen der Filmwirtschaft oder Rechteinhabern für unerwünscht erklärt wird und gar nicht oder nur eingeschränkt auf der Leinwand erscheinen darf. Die Retrospektive VERBOTEN! präsentiert im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums bekannte und unbekannte „Zensurfälle“ aus sieben Jahrzehnten deutscher Filmgeschichte. Mit den ausgewählten Filmen und ihren Produktions-, Vertriebs- und Aufführungsgeschichten erschließt sich ein breites Spektrum an Einwänden, Ressentiments und Motiven, die Praktiken der Filmzensur zugrunde gelegen haben und teilweise noch heute zugrunde liegen. Ein Einwand führt die angeblich „entsittlichende“ Wirkung von Filmen ins Feld, etwa von sozialkritischen Dramen wie Cyankali (D 1930) oder von freizügigen Liebesfilmen wie Ekstase (CS/A 1933). Die Argumentationslinie lässt sich weiter verfolgen im Zusammenhang mit dem Prostitutionsdrama Die Sünderin (BRD 1950), dem Aufklärungsfilm Du – Zwischenzeichen der Sexualität (BRD 1968) und der Softsex-Parodie Dorotheas Rache (BRD 1974). Die angebliche Gefährdung der „öffentlichen Sicherheit“ durch politische Stoffe hat ebenfalls regelmäßig zu Verboten geführt. Ideologische Richtungswechsel und Veränderungen der weltpolitischen oder militärischen Lage haben die Zensurpraktiken beeinflusst. Die Retrospektive VERBOTEN! präsentiert zum Beispiel mehrere NS-Filme, die von den Nationalsozialisten selbst verboten oder nicht zugelassen wurden, wie Große Freiheit Nr. 7 (D 1944), Zwischen Nacht und Morgen / Augen der Liebe (D 1944) oder Besatzung Dora (D 1943). Ein interessanter Zensurfall stellt die bundesrepublikanische Synchronfassung von Casablanca (USA 1942) aus dem Jahr 1952 dar, die gänzlich Nazi-frei ist. Die politisch motivierte Zensurgeschichte der DDR ist unter anderem mit „Regalfilmen“ der DEFA berücksichtigt: Berlin um die Ecke (DDR 1965/1990, R: Gerhard Klein), Jahrgang 45 (DDR 1966, R: Jürgen Böttcher), Denk bloß nicht, ich heule (DDR 1965, R: Frank Vogel), Karla (DDR 1966, R: Herrmann Zschoche). Die Filmreihe VERBOTEN! FILMZENSUR IN DEUTSCHLAND versammelt eine Auswahl des im vergangenen November in Hamburg veranstalteten Internationalen Festivals des deutschen Film-Erbes CINEFEST, das von CineGraph Hamburg und dem Bundesarchiv-Filmarchiv kuratiert wurde.

   

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