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Startseite > Zeitalter der Weltkriege > Zweiter Weltkrieg > Protagonisten der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs (1933–1945) – Teil Kriegsmarine
Geschrieben von: Redaktion Zukunft braucht Erinnerung | Erstellt: 18. Januar 2026

Protagonisten der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs (1933–1945) – Teil Kriegsmarine

Name Höchster Rang Todeszeitpunkt Beschreibung
Erich Raeder Großadmiral 6. Nov. 1960 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine 1928–1943. Raeder baute in den 1930er Jahren heimlich eine schlagkräftige Flotte auf und führte sie erfolgreich in den ersten Kriegsjahren (Überfall auf Norwegen 1940, Atlantikschlacht). Nach Konflikten mit Hitler (u. a. um die Skagerrak-Schlacht 1942) trat er 1943 zurück. In Nürnberg wurde Raeder wegen U-Boot-Kriegsführung zu lebenslanger Haft verurteilt, aber 1955 entlassen.
Karl Dönitz Großadmiral 24. Dez. 1980 U-Boot-Waffe und ab Jan. 1943 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine; setzte auf den massierten U-Boot-Krieg gegen die alliierte Schifffahrt („Rudeltaktik“). Nach Hitlers Tod übernahm Dönitz im Mai 1945 als Staatsoberhaupt die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. In Nürnberg wurde er wegen U-Boot-Kriegsführung zu 10 Jahren Haft verurteilt, die er voll verbüßte.
Wilhelm Canaris Admiral 9. Apr. 1945 (hingerichtet) Chef der Abwehr (Militärgeheimdienst) 1935–1944. Canaris betrieb ein doppeltes Spiel: Einerseits in Spionage und Sabotage gegen die Alliierten tätig, half er andererseits Verfolgten des Regimes und hielt Kontakt zum Widerstand im Militär. Im Feb. 1944 von Hitler entlassen, wurde Canaris im Zuge der Attentatsaufklärung verhaftet und am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ohne Verfahren gehenkt.
Hans-Georg von Friedeburg Generaladmiral 23. Mai 1945 (Suizid) Befehlshaber der U-Boot-Waffe ab 1943 und letzter Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Mai 1945). Von Friedeburg führte im Mai 1945 die deutschen Delegationen bei den Teilkapitulationen in Reims und Berlin an. Nach der Gesamtkapitulation beging er am 23.5.1945 im britischen Lager Flensburg-Mürwik Suizid, um einer Verhaftung durch die Sowjets zu entgehen.
Günther Lütjens Admiral 27. Mai 1941 (gefallen) Flottenchef im Atlantik 1941. Lütjens kommandierte den Durchbruch des Schlachtschiffs Bismarck und des Kreuzers Prinz Eugen in den Atlantik (Unternehmen Rheinübung). Am 27.5.1941 fiel er – zusammen mit 2000 Kameraden – beim Untergang der Bismarck im Nordatlantik. Seine letzten Funksprüche galten der Treue zu Hitler.
Ernst Lindemann Kapitän zur See 27. Mai 1941 (gefallen) Kommandant des Schlachtschiffs Bismarck. Lindemann galt als beispielhafter Offizier mit unbedingter Pflichttreue. In seinem letzten Gefecht Mitte 1941 fügte er der Royal Navy zunächst schwere Verluste zu (Versenkung der Hood), wurde dann aber selbst gestellt. Lindemann ging am 27.5.1941 mit der Bismarck unter und wurde postum mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Hans Langsdorff Kapitän zur See 20. Dez. 1939 (Suizid) Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Langsdorff errang 1939 im Südatlantik als Handelsstörer mehrere Erfolge, bis er nach der Schlacht vor dem Río de la Plata sein beschädigtes Schiff in Montevideo selbstversenkte. Um seine Besatzung vor weiterer Gefahr zu schützen, erschoss sich Langsdorff am 20.12.1939 in Buenos Aires – ein Akt soldatischer Ehre, der selbst von den Gegnern respektiert wurde.
Otto Ciliax Vizeadmiral 12. Dez. 1964 Flottenchef der Kriegsmarine in Norwegen 1941–1943. Ciliax leitete im Feb. 1942 erfolgreich das Unternehmen Cerberus (Durchbruch des Schlachtenschiffverbandes durch den Ärmelkanal zurück nach Deutschland) und erhielt dafür das Ritterkreuz. 1943 übernahm er die Leitung der Marineausbildung. Er geriet 1945 in britische Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.
Theodor Krancke Admiral 18. Juni 1973 Oberbefehlshaber der Marinegruppe West 1943–1945 (Verteidigung der französischen Atlantikküste gegen die alliierte Invasion). Zuvor kommandierte Krancke 1940 als Kapitän das Panzerschiff Admiral Scheer und versenkte zahlreiche Schiffe. 1945 war er an den Kapitulationsverhandlungen in Nordwestdeutschland beteiligt. Krancke wurde 1946 zu 10 Jahren Haft verurteilt, aber 1955 aus dem Kriegsgefangenenlager entlassen.
Bernhard Rogge Vizeadmiral 29. Juni 1982 Kommandant des Hilfskreuzers Atlantis (1940–1941) – des erfolgreichsten deutschen Kaper-Kreuzers (22 versenkte Schiffe). Rogge behandelte Kriegsgefangene korrekt und erhielt dafür sogar Japans höchsten Orden. 1942 wurde ihm als erstem Offizier nichtarischer Abstammung das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Zuletzt (1945) befehligte er einen Marineverband in der Ostsee. Nach dem Krieg diente Rogge in der Bundesmarine als Konteradmiral.
Oskar Kusch Kapitänleutnant 12. Mai 1944 (hingerichtet) U-Boot-Kommandant (U 154), der in seiner Besatzung durch regimekritische Äußerungen auffiel. Kusch wurde Anfang 1944 von Marine-Gerichts-Offizieren denunziert, zum Tode verurteilt und am 12. Mai 1944 erschossen. Dieses drakonische Urteil gegen einen verdienten Frontoffizier sorgte auch innerhlab der Marine für Unbehagen. Kuschs Opfergang wurde erst Jahrzehnte später offiziell gewürdigt.
Günther Prien Korvettenkapitän 7. März 1941 (gefallen) Kommandant von U 47 – als erster drang er im Okt. 1939 in den britischen Hafen Scapa Flow ein und versenkte das Schlachtschiff Royal Oak. Prien avancierte damit zum Propagandastar („Stier von Scapa Flow“). Er versenkte insgesamt 30 Schiffe, bevor er am 7.3.1941 mit U 47 spurlos im Nordatlantik verschwand.
Otto Kretschmer Korvettenkapitän 5. Aug. 1998 Erfolgreichster U-Boot-Kommandant nach versenkter Tonnage (über 270.000 BRT). Kretschmer versenkte mit U 99 bis März 1941 insgesamt 47 Schiffe. Nach Selbstversenkung seines Boots geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde. Später trat er der Bundesmarine bei (zuletzt Flottillenadmiral).
Joachim Schepke Kapitänleutnant 17. März 1941 (gefallen) U-Boot-Kommandant (U 100) und zusammen mit Prien und Kretschmer einer der drei U-Boot-„Stars“ der Propaganda 1940/41. Schepke versenkte 37 Schiffe (über 150.000 BRT), bevor U 100 am 17.3.1941 im Nordatlantik versenkt wurde und Schepke dabei den Tod fand.
Erich Topp Korvettenkapitän 26. Dez. 2005 Dritthöchster U-Boot-Abschnittskommandant nach versenkter Tonnage (über 180.000 BRT). Topp versenkte mit U 57 und U 552 ab 1940 insgesamt 35 Schiffe. Besonders bekannt wurde er durch die Versenkung des US-Zerstörers Reuben James (Okt. 1941). Er überlebte den Krieg und diente später als Fregattenkapitän in der Bundesmarine.
Wolfgang Lüth Fregattenkapitän 13. Mai 1945 (Eigenbeschuss) Zweiterfolgreichster U-Boot-Kommandant (über 220.000 BRT versenkt) und Träger des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten. Lüth kommandierte U 9, U 138, U 43 und U 181 und versenkte 46 Schiffe. Am 13.5.1945 – nach Kriegsende – wurde er abends auf dem Marineschulgelände Flensburg versehentlich von einem deutschen Posten erschossen.
Reinhard Hardegen Korvettenkapitän 9. Juni 2018 Kommandant von U 123 und bekannt für seine erfolgreichen Operationen vor der US-Küste Anfang 1942 (Unternehmen Paukenschlag). Hardegen versenkte insgesamt 25 Schiffe (über 130.000 BRT). Er überlebte den Krieg, wurde Kaufmann und Politiker (Bremer Bürgerschaftsabgeordneter) und starb 2018 mit 105 Jahren als letzter bekannter U-Boot-Kommandant des Krieges.
Heinrich Lehmann-Willenbrock Korvettenkapitän 18. Apr. 1986 Kommandant von U 96, dessen Erlebnisse im Atlantik 1941 Grundlage des Romans und Films „Das Boot“ wurden. Lehmann-Willenbrock versenkte 24 Schiffe (170.000 BRT). 1944 übernahm er die neue U-Boot-Gruppe Monsun im Indischen Ozean. Er geriet 1945 in britische Gefangenschaft, wurde später Schiffsingenieur und starb 1986.
Herbert Schultze Kapitänleutnant 3. Juni 1987 Kommandant von U 48 – mit 51 versenkten Schiffen (über 300.000 BRT) das erfolgreichste U-Boot des Krieges. Schultze wurde durch seine Ritterkreuz-Verleihung 1939 sowie durch seine ritterliche Funkmeldung an die Briten nach Versenkung der Arandora Starbekannt. Ab 1942 diente er an Land. Er geriet 1945 in britische Gefangenschaft und starb 1987.
Heinz-Wilhelm Eck Kapitänleutnant 30. Nov. 1945 (hingerichtet) Kommandant von U 852. Eck versenkte im März 1944 den griechischen Frachter Peleus und befahl anschließend, die Schiffbrüchigen zu erschießen, um keine Spuren zu hinterlassen. Dieser Befehl stellte ein Kriegsverbrechen dar. Eck wurde nach Kriegsende von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt und am 30.11.1945 hingerichtet – die einzige U-Boot-Besatzung, die wegen eines Vorfalls dieser Art bestraft wurde.
Hans-Erich Voss Vizeadmiral 18. Nov. 1969 Marineverbindungsoffizier im Führerhauptquartier und einer der letzten Zeugen im Führerbunker. Voss war ab 1942 Hitlers Marine-Adjutant und blieb bis zu dessen Ende in der Reichskanzlei anwesend. Nach Hitlers Suizid am 30.4.1945 überbrachte er persönliche Nachrichten an Dönitz. Voss geriet in sowjetische Gefangenschaft, wurde zu 10 Jahren verurteilt und 1954 entlassen. Er starb 1969 in Berchtesgaden.
Fritz-Julius Lemp Kapitänleutnant 9. Mai 1941 (gefallen) Kommandant von U 30 und U 110; versenkte am 1. September 1939mit der Athenia das erste Schiff des Krieges (versehentlich ein Passagierdampfer). Lemp versenkte 1940 weitere 30 Schiffe, wurde aber am 9.5.1941 mitsamt U 110 im Nordatlantik gestellt. Er kam ums Leben, sein Boot wurde erbeutet – dabei fiel den Briten eine intakte Enigma-Verschlüsselungsmaschine in die Hände, ein bedeutender nachrichtendienstlicher Erfolg.
Karl-Friedrich Merten Kapitän zur See 2. Mai 1971 Kommandant von U 68 mit 27 Versenkungen (über 170.000 BRT), vor allem in der Karibik und im Indischen Ozean. Merten rettete im Okt. 1942 Überlebende eines versenkten britischen Frachters aus dem Meer – eine humanitäre Tat, die damals nicht selbstverständlich war. Er überstand den Krieg und arbeitete später in der Bundesmarine als Berater.
Heinrich Liebe Korvettenkapitän 27. Juli 1997 Kommandant von U 38; versenkte 34 Schiffe (über 187.000 BRT) und gehörte zu den tonnageerfolgreichsten U-Boot-Führern. Nach drei Feindfahrten holte Dönitz Liebe 1941 in seinen Stab. Liebe trug wegen seiner ruhigen Art den Spitznamen „der Stille“. Er überlebte den Krieg und verstarb 1997.
Engelbert Endrass Kapitänleutnant 21. Dez. 1941 (gefallen) Kommandant von U 46 und U 567; versenkte 22 Schiffe (über 120.000 BRT). Endrass war zuvor I. WO auf U 47 unter Günther Prien und bemalte dessen Turm mit dem bekannten „Stier von Scapa Flow“. Am 21.12.1941 wurde U 567 im Nordatlantik mit Endrass und der ganzen Besatzung versenkt.
Eberhard Godt Kapitän zur See 13. Sept. 1995 Chef des Stabes der U-Boot-Waffe (BdU) unter Dönitz, zuständig für Operationsplanung und Funkverkehr. Godt koordinierte im Atlantik die Rudelangriffe und passte die Taktik den feindlichen Abwehrmaßnahmen an. Nach Dönitz’ Aufstieg zum Marinechef 1943 leitete Godt bis Kriegsende faktisch den U-Boot-Krieg. Er geriet 1945 in britische Gefangenschaft, wurde aber nicht belangt.
Karl-Jesko von Puttkamer Konteradmiral 4. Juli 1981 Persönlicher Marine-Adjutant Hitlers 1935–1945. Von Puttkamer war im Führerhauptquartier für die Verbindung zur Kriegsmarine verantwortlich. Am 20. Juli 1944 wurde er beim Bombenanschlag leicht verwundet. Er begleitete Hitler bis in die letzten Kriegstage in Berlin und entkam Ende April 1945 aus dem Führerbunker. Er lebte nach 1945 zurückgezogen und starb 1981.
Otto Schuhart Kapitänleutnant 10. März 1990 Kommandant von U 29; er versenkte am 17.9.1939 den britischen Flugzeugträger Courageous – der erste große Erfolg der U-Boot-Waffe. Schuhart versenkte insgesamt 9 Schiffe. Ab 1941 war er Ausbilder. Er überlebte den Krieg und diente später kurz in der Bundesmarine.
Viktor Oehrn Korvettenkapitän 26. Feb. 1997 Kommandant von U 37; versenkte 1940–41 im Atlantik 25 Schiffe. Oehrn wechselte 1941 in den BdU-Stab und war als Dönitz’ Operationschef maßgeblich an der taktischen Führung des U-Boot-Krieges beteiligt. 1943 geriet er in Tunis in US-Gefangenschaft, aus der er 1946 heimkehrte. Er starb 1997.
Werner Henke Kapitänleutnant 15. Juni 1944 (erschossen) Kommandant von U 515; versenkte 25 Schiffe (über 160.000 BRT). Henke wurde im April 1944 im Atlantik aufgebracht und in US-Gefangenschaft verbracht. Aus Angst, an Großbritannien ausgeliefert zu werden (wo er die Todesstrafe befürchtete), versuchte Henke am 15.6.1944 aus dem Lager Fort Hunt zu fliehen, und wurde dabei von den Wachen erschossen.
Friedrich Ruge Vizeadmiral a. D. 3. Juli 1985 1943 Marinebefehlshaber im besetzten Kanalgebiet (Normandie) und Marine-Berater Rommels. Ruge bereitete ab 1944 die Abwehr der alliierten Invasion mit vor und warnte vor einem Mangel an Seeminen. Er geriet 1945 in alliierte Gefangenschaft. Später wurde Ruge erster Inspekteur der Bundesmarine (1956–1961). Er starb 1985.
Werner Hartenstein Kapitänleutnant 8. März 1943 (gefallen) Kommandant von U 156; versenkte am 12.9.1942 das britische Truppenschiff Laconia. Danach rettete Hartenstein – gegen Hitlers Befehle – zusammen mit anderen U-Booten Hunderte zivile Überlebende aus dem Meer. Als US-Flugzeuge die Rettungsaktion angriffen, wurde Hartensteins U-Boot beschädigt. Am 8.3.1943 sank U 156 im Atlantik, wobei Hartenstein mit der Besatzung umkam. Sein „Laconia-Befehl“, keine Rettungsaktionen mehr durchzuführen, erließ Hitler kurz darauf.
Wilhelm Marschall Admiral 20. März 1976 1939 Befehlshaber der deutschen Überwasserschiffe beim Überfall auf Polen; 1940 Führer eines Schlachtschiffverbandes (Versenkung des britischen Trägers Glorious vor Norwegen). Von Juni bis Dez. 1943 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (nach Raeders Rücktritt), dann bis Kriegsende Befehlshaber des Marineoberkommandos Ostsee. Marschall starb 1976.
Friedrich Bonte Kommodore 10. April 1940 (gefallen) Führer der deutschen Zerstörer in der Dänemark-Norwegen-Operation 1940. Bonte kommandierte den erfolgreichen ersten Angriff auf Narvik (Erstürmung der dortigen Hafenstadt). Am 10.4.1940, während der Zweiten Schlacht um Narvik, fiel er auf dem Brückendeck des Zerstörers Zaragoza im Gefecht mit britischen Kriegsschiffen. Bonte erhielt postum das Ritterkreuz.
Kurt-Caesar Hoffmann Vizeadmiral 19. Nov. 1988 Kommandant des Schlachtschiffs Scharnhorst 1939–1942 (Unternehmen Berlin, Versenkung des Hilfskreuzers Jervis Bay). Hoffmann leitete im Feb. 1942 den erfolgreichen Kanaldurchbruch der Scharnhorst (Unternehmen Cerberus). 1943 übernahm er das Marineoberkommando Ostsee, wurde aber im Juli 1945 von den Sowjets verhaftet und in die UdSSR verschleppt. Nach seiner Rückkehr 1955 lebte er bis 1988 in Hamburg.
Heinrich Bleichrodt Kapitänleutnant 9. Januar 1977 Kommandant von U 48 (unter Prien) und U 67; versenkte 25 Schiffe (über 150.000 BRT). Bleichrodt war berüchtigt durch die Versenkung des Passagierdampfers City of Benares am 17.9.1940, an Bord auch 90 Kinder – wofür die britische Presse ihn als „Kindermörder“ brandmarkte. Nach dem Krieg arbeitete Bleichrodt als Kaufmann und starb 1977.
Albrecht Brandi Korvettenkapitän 6. Juni 1966 Einer von nur zwei Marineoffizieren, die mit den Brillanten zum Ritterkreuz ausgezeichnet wurden. Brandi versenkte 12 Schiffe (über 30.000 BRT) im Nord- und Mittelatlantik mit U 617 und U 380; in der Adria 1944 zerstörte er mit U 380 zwei sowjetische U-Boote. Er erhielt im Nov. 1944 als jüngster Marinesoldat die Brillanten zum Ritterkreuz. Brandi überlebte den Krieg und starb 1966.
Hans-Diedrich von Tiesenhausen Kapitänleutnant 17. Aug. 2000 Kommandant von U 331; versenkte am 25. Nov. 1941 südlich von Kreta das britische Schlachtschiff HMS Barham durch einen Torpedotreffer, was als spektakuläre Explosion dokumentiert wurde. Tiesenhausen überlebte die Versenkung seines U-Boots (Nov. 1942) und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Er wanderte 1951 nach Kanada aus und starb dort im Jahr 2000.
Rolf Carls Admiral 24. April 1945 (gefallen) Befehlshaber der Kriegsmarine-Station Ostsee 1943–1945; verantwortlich für die Organisation der Flüchtlingsevakuierung aus Ostpreußen 1945 (Unternehmen Hannibal). Carls fiel am 24.4.1945 mit 62 Jahren bei einem britischen Luftangriff auf Bad Kleinen – er war einer der höchstrangigen deutschen Offiziere, die durch Feindeinwirkung starben.

Die Kriegsmarine Liste der Wehrmacht wird fortlaufend erweitert. Diese Übersicht ist Teil der Waffengattungen: Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine.

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