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Antisemitismus im Film: Propaganda, Aufklärung und die Macht der Bilder von Jud Süß bis Social Media

[…]bedeutet nicht, dass sie genutzt wird. Algorithmische Filterblase und Bestätigungsfehler sorgen dafür, dass Menschen überwiegend Inhalte sehen, die ihre bestehenden Überzeugungen bestätigen. Und die Geschwindigkeit, mit der Inhalte in sozialen Medien verbreitet werden, übersteigt bei weitem die Geschwindigkeit, mit der Faktenprüfung und Einordnung stattfinden können. Medienkompetenz als Gegenstrategie Wenn die […]
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Kunst der Propaganda – von Manuel Köppen u. a. (Hrsg.)

[…]deutlich, hatten hier eine besondere Funktion. Weniger für die aktuell politische Propaganda – dafür war die Wochenschau im Kino zuständig – als für die weltanschauliche. Der Film sollte seinen Beitrag dazu leisten, die „Volksgenossen“ im Sinne des Nationalsozialismus zu formen. „Kunst“, so Goebbels in der gleichen Rede, sei „immer Volkserziehung“ gewesen. Doch darüber […]
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Ich war das Kind von Holocaustüberlebenden – von Bernice Eisenstein

[…]farbigen Zeichnungen sind es, die einen Blick in die elterliche Vergangenheit werfen. Denn dafür ist das Erlebnis des Holocaust zu düster. Die Bilder und ein über Seiten gesetzter Comic sind in schwarz-weiß gehalten. Gedanken- und Sprechblasen bringen das zum Ausdruck, was unaussprechbar ist und auf den Eltern sowie auf Bernice […]
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Diplomatie (Diplomacy) – von Volker Schlöndorff

[…]weil ihm die Alliierten eine klare Warnung zukommen ließen, dass man ihn als Kriegsverbrecher dafür behandeln würde. Und weil alle froh waren, dass der Eiffelturm stehen blieb, wurde aus ihm der „Retter“ von Paris und einer der Vorreiter der deutsch-französischen Freundschaft. Eine etwas polemische Zusammenfassung wohlgemerkt, aber nur zu typisch […]

Walther Rauff – in deutschen Diensten – von Martin Cüppers

[…]britische Mandatsgebiet Palästina kam nicht zur Durchführung; die militärische Niederlage in Nordafrika verhinderte den vorgesehenen Einsatz des Kommandos in Ägypten. Rauff erhält im September 1943 das Kommando in Westoberitalien. Er ist an Massakern im Rahmen von Sühnemaßnahmen und für die Deportation von Tausenden von Juden in die Vernichtungslager verantwortlich. Am […]
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Mythos Rommel? Kritik einer Verblödung

[…]Werk des polnischen Militärhistorikers Janusz Piekalkiewicz: Rommel und die Geheimdienste in Nordafrika 1941-1943 (1998). Rommels Planungen wurden vom englischen Nachrichtendienst entschlüsselt und unterlaufen. Wie reagierte der Feldherr darauf? Mit der typisch deutschen Hysterie: Verräter seien die Italiener gewesen. Solcher Schwachsinn wäre zu inszenieren gewesen: Ein Feldherr versteht nichts vom Nachrichtendienst. […]

Abisag Tüllmann 1935–1996. Bildreportagen und Theaterfotografie

[…]Broder aus Israel berichtet. Sie fotografierte im kriegszerstörten Libanon, im Apartheidstaat Südafrika und dokumentierte Aktivitäten der Black Panther Party. Bekannt wurde sie auch als Theaterfotografin. Die Stücke unter Claus Peymanns Ägide in Berlin, Bochum, Stuttgart und Wien begleitete sie bis kurz vor ihrem Tod 1996. Die legendäre Fotoserie von der […]
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Theresienstadt – von Benjamin Murmelstein

[…]nicht schon vor einem halben Jahrhundert möglich gewesen? Man sollte dem Wiener Czernin Verlag dafür dankbar sein, dass endlich die persönlichen Erinnerungen eines Judenältesten vollständig – und noch nicht als kritische Ausgabe – der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Sie stammen aus Benjamin Murmelsteins eigener Feder, und man sollte eventuell zu findende […]

Der Kaufmann von Stuttgart – Wieder ein Missgriff auf Kosten des „Jud Süß“

[…]zu unterscheiden. Feuchtwangers Roman „Jud Süß“ von 1925 und Harlans antisemitischer Propagandafilm von 1940 sind eigenständige Werke. Harlans Film deutete den Stoff im Sinne des nationalsozialistischen Antisemitismus um; er war keine getreue Verfilmung von Feuchtwangers Roman. Es rächt sich, wenn die Theaterleute die Geschichte nicht studieren, sondern lieber von anderen […]
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Michaela Melián: Föhrenwald

[…]aus allen Teilen Europas völlig entwurzelt in DP-Lagern. Allein im Münchener Raum gab es mit Feldafing, St. Ottilien-Konvent, Landsberg und Föhrenwald vier solcher Lager. Föhrenwald bestand bis 1957 als jüdisches DP-Lager, mit einer autonomen Selbstverwaltung und galt für die deutschen Behörden nahezu als exterritoriales Gebiet. Die schrecklich traumatisierten Menschen übten […]