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Philipp Haeuser (1876–1960)

[…]nicht in Betracht, da er „verrückt“ sei. 1935/36 fuhr er dann einmal wöchentlich nach Feldafing, um an der dortigen Nationalsozialistischen Deutschen Oberschule, wo auch Josef Roth als Lehrer wirkte, katholischen Religionsunterricht zu erteilen, bis Kumpfmüller und Faulhaber auch dies verboten. Als er am 23. April 1936 seinen 60. Geburtstag feiert, […]

Antisemitische Stereotypen

[…]depressiven bzw. schizophrenen Neigungen. Weniger ist hierbei allerdings die „Rasse der Juden“ dafür verantwortlich zu machen, als vielmehr der sozio-politische Kontext von rechtlicher Beschränkung und Verfolgungsdruck. Neben dem von nationalkonservativer Seite oft geäußerten Vorwurf des Internationalismus und mangelnden Patriotismus trat nach dem Ersten Weltkrieg die Unterstellung, die Juden hätten sich […]

Rumänischer und deutscher Antisemitismus gegen die Juden in Rumänien

[…]Am Tag darauf setzte Antonescu die Verfassung außer Kraft und zwang den König zur Abdankung. Nur dafür hatte er die Legionäre mit „an Bord“ genommen, die er generell ablehnte; übergehen konnte er sie nicht, eher schon bremsen, denn sie hatten gleichzeitig Angriffe auf staatliche Institutionen, Kasernen etc. gestartet. Alles, was […]
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Totaler Krieg

[…]totale Krieg als Volkskrieg seinen Höhepunkt. Insbesondere Propagandaminister Goebbels hatte sich dafür eingesetzt. Wenige Wochen zuvor war er zum „Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz“ ernannt worden. Alle noch kampffähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren wurden mit einfachsten Waffen an der Heimatfront eingesetzt. Teilweise kamen Anfang 1945 noch ältere Personen […]

Propaganda und politischer Kult

[…](so der antisemitische Spielfilm „Jud Süss“ und die „Rothschilds“ oder der Propagandafilm „Der ewige Jude“). Große Wirkung erzielten neben den Wochenschauen, die eine sorgfältige Kontrolle durch das Propagandaministerium erfuhren, vor allem Dokumentar- und Kulturfilme, die zum Repertoire aller Kinos gehörten. Herausragend in diesem Genre waren wegen ihres inszenatorischen und finanziellen […]

Die „Wochenschau“ als Mittel der NS-Propaganda

[…]dem eigentlichen Ereignis reichsweit in den Kinos zu sehen waren. Presse und Rundfunk rührten dafür schon im Vorfeld die Werbetrommel. Die Wochenschau als Propagandainstrument Die propagandistische Wirksamkeit der NS-Wochenschau auf die Zuschauer fußt im Kern auf zwei sich gegenseitig verstärkenden Faktoren: Auf der vermeintlichen Aktualität und Authentizität der Bilder, die […]

Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust

[…]beinahe unablässig Konjunktur. Der Redebeitrag Alfred Dreggers aus dem Jahr 1997 steht dafür nur exemplarisch. Ein weiterer Auszug: „Wer versucht – diese Versuche gibt es – die gesamte Kriegsgeneration pauschal als Angehörige und Helfershelfer einer Verbrecherbande abzustempeln, der will Deutschland ins Mark treffen. Dagegen wehren wir uns.“[9] Dregger spielt dabei […]
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Die Walser-Bubis-Kontroverse

[…]Zwecke” der Instrumentalisierung bestehen, verrät er nicht. Auschwitz eigne sich jedoch nicht dafür “Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule oder auch nur Pflichtübung. Was durch Ritualisierung zustande kommt, ist von der Qualität eines Lippengebets.“ Was sich hier noch wie eine Kritik an der Erinnerungskultur liest, die, abgesehen von […]

Volksgemeinschaft

[…]um die vermeintliche klassen- und standeslose Volksgemeinschaft zu inszenieren. Ein Beispiel dafür war der sogenannte „Eintopfsonntag“, der mehrfach im Jahr veranstaltet wurde. Das ganze Volk wurde an diesem Tag verpflichtet, Eintopf zu essen. Während es den privaten Haushalten immerhin noch freigestellt blieb, wie der Eintopf zubereitet wurde, gab es für […]

Kurt Tucholsky (1890–1935)

[…]Tucholsky nun überwiegend den letzten Teil seines Lebens. Seine Krankheit sorgte zusehends dafür, dass sein Lebenswille und seine Schreibkraft abnahmen. Dass er nicht mehr in seiner Heimat publizieren konnte, tat ein Übriges. Er flüchtete in die Philosophie und entdeckte für sich die Schriften Kierkegaards. Noch einmal kam sein Kampfgeist auf, […]