Zukunft braucht Erinnerung

  • Startseite
  • Über uns
    • Auszeichnungen für unser Projekt
    • Grußwort von Yad Vashem
    • Dies sind unsere Autoren und Redakteure
  • Mitmachen
    • Themenliste Biographien
    • Themenliste Erinnerung und Aufarbeitung
    • Themenliste Extremismus
    • Themenliste Geschichte Deutschlands
    • Themenliste Nahostkonflikt
    • Themenliste NS-Völkermord
    • Themenliste Zeitalter der Weltkriege
  • Kontakt

Das Online-Portal zu den historischen Themen unserer Zeit.

  • Geschichte Deutschlands
    • Deutsche Einigungskriege
    • Deutsches Kaiserreich
    • Weimarer Republik
    • Deutschland im Nationalsozialismus (Drittes Reich)
    • Deutschland unter alliierter Besatzung
    • Bundesrepublik Deutschland (Bonner Republik)
    • Deutsche Demokratische Republik (DDR)
    • Geteilte Stadt Berlin
  • Zeitalter der Weltkriege
    • Erster Weltkrieg
    • Zwischenkriegszeit
    • Zweiter Weltkrieg
  • Verfolgung und Völkermorde im Nationalsozialismus
    • Antisemitismus
    • Jüdisches Leben und Verfolgung im Nationalsozialismus
    • Holocaust
    • Porajmos
  • Nahostkonflikt
  • Völkermorde im 20. Jahrhundert
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Afrika
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Asien
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Europa
  • Erinnerung und Aufarbeitung
    • Erinnerung und Aufarbeitung der NS-Diktatur
    • Erinnerung und Aufarbeitung der SED-Diktatur
  • Extremismus in Deutschland
    • Rechtsextremismus in Deutschland
  • Biographien
  • Rezensionen
    • Ausstellungsrezensionen
    • Buchrezensionen
    • Filmrezensionen
    • Theaterrezensionen
    • Veranstaltungsrezensionen
  • News
Startseite > Rezensionen > Filmrezensionen > Somewhere Over the Chemtrails – von Adam Koloman Rybanský
Geschrieben von: Redaktion Zukunft braucht Erinnerung | Erstellt: 14. Februar 2022

Somewhere Over the Chemtrails – von Adam Koloman Rybanský

Inspiriert durch die rechtsextremen Terroranschläge Jaromír Baldas 2019, handelt der Film von einem kleinen tschechischen Dorf, das aufgrund eines Lieferwagens, der auf dem jährlichen Ostermarkt der Gemeinde in eine Menschenmenge raste und einen der Bewohner verletze, in hellen Aufruhr gerät.

Feuerwehrmann Broňa ist der festen Überzeugung, bei dem Vorfall würde es sich um einen Terroranschlag handeln, der klischeegerecht von einem „Araber“ verübt worden sei. Sein Kollege Standa ist dahingehend anderer Meinung, was die Beziehung zwischen den beiden Feuerwehrkollegen auf die Probe stellt. Denn eigentlich ist Broňa eine Vaterfigur für Standa.

Trotz des Meinungsdisputs hinsichtlich der Ursache für den Ostermarkt-Vorfall gründen die lokalen Feuerwehrwehrleute, die in ihrem Berufsalltag sonst nicht sonderlich gefordert sind, eine Bürgerwehr, um unter Beweis zu stellen, dass sie ihre Einwohner schützen können. Standa, der von der Xenophobie seines Feuerwehrkollegen Broňa nicht viel hält, gibt sein Bestes, um alles zum Guten zu wenden und die Idylle des Dorfes wiederherzustellen.

Neben dem hauptsächlichen Erzählfaden eröffnet „Somewhere over the Chemtrails“ regelhaft nebensächliche Handlungsstränge: so ist Standas Frau schwanger und der Mikrokosmos des Dorfes scheint durch Zuzug von Ausländern bald gestört. Die Handlung rund um den Provinzort und seine Einwohner, die allesamt von Fremdenfeindlichkeit, Verschwörungsgedanken und Fake News geplagt scheinen, erzählt auf absurd humoristische Weise, was die Unsicherheit und Verwirrung in der heutigen Gesellschaft, gepaart mit einem Übermaß an Informationen und einem fehlenden Medienverständnis anrichten können.

Vor allem sind es die politisch-geschichtlichen Hintergründe, die „Somewhere over the Chemtrails“ herausstechen lassen. Die sozialistisch geprägten Hintergründe der Tschechischen Republik, der ehemaligen Tschechoslowakei, die sozialen Umstände und die kulturelle Isolation im provinziellen Raum werden spürbar veranschaulicht und vermitteln dem Zuschauer ein überspitztes Bild der Realität.

Regisseur Rybanský zufolge habe er mit seinem Werk vor allem den Kontrast zwischen dem Ernsten und dem Komischen betonen wollen, ebenso wie die daraus entstehende Absurdität. Als „absurd“ kann man „Wenn es nur brennen würde“, wie die Übersetzung des Originaltitels lautet, jedenfalls bezeichnen. Der fast zynische Originaltitel bezieht sich im Übrigen auf die dystopische Gefühlswelt jener, die sich, wie Broňa, in der Opferrolle einer größeren Verschwörung sehen – auf den frustrierten Tatendrang, zum Wohle der Gemeinde handeln zu wollen, aber nicht zu können. Die englische Version des Titels: „Somewhere over the Chemtrails“ leitet sich von Fehlinformationen über Chemtrails, also angebliche Dunststreifen zur Abgabe gefährlicher Chemikalien über den Himmel durch geheime Organisationen, die eine untergeordnete Rolle im Film spielen, ab.

„Somewhere over the Chemtrails“ ist ein Spielfilm gemacht für jene, die keine Scheu haben, ernsten Themen mit Humor zu begegnen und dabei gewillt sind, hin und wieder anzuecken. Dem Werk ist zu wünschen, dass es den Weg in die deutschen Kinos findet.

Somewhere Over the Chemtrails
Regie: Adam Koloman Rybanský
Tschechische Republik 2022
85 Min. Farbe
Berlinale – Sektion Panorama

Verwandte Beiträge:

  • Lawrence von Arabien (1962) - von David Lean
  • Je Suis Karl - Die Jugend, die in den Krieg ziehen will
  • Yosi, the Regretful Spy - von Daniel Burman und Sebastián Borensztein
  • Der Pianist - Zur Repräsentation des Holocaust im Film
  • Jakob der Lügner - von Frank Beyer

Verwandte Beiträge:

  • Lawrence von Arabien (1962) - von David Lean
  • Je Suis Karl - Die Jugend, die in den Krieg ziehen will
  • Yosi, the Regretful Spy - von Daniel Burman und Sebastián Borensztein
  • Der Pianist - Zur Repräsentation des Holocaust im Film
  • Jakob der Lügner - von Frank Beyer
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen
  • Barrierefreiheit
Barrierefreiheitsanpassungen

Präsentiert von OneTap

Wie lange möchten Sie die Werkzeugleiste ausblenden?
Dauer des Ausblendens der Werkzeugleiste
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil aus
Modus für Sehbehinderte
Verbessert das Erscheinungsbild der Website
Profil für Anfallsicherheit
Entfernt Blitze und reduziert die Farbe
ADHS-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsen, ablenkungsfrei
Blindmodus
Reduziert Ablenkungen, verbessert die Konzentration
Sicherer Modus bei Epilepsie
Dimmt die Farben und stoppt das Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule
Zukunft braucht ErinnerungLogo Header Menu
  • Geschichte Deutschlands
    • Deutsche Einigungskriege
    • Deutsches Kaiserreich
    • Weimarer Republik
    • Deutschland im Nationalsozialismus (Drittes Reich)
    • Deutschland unter alliierter Besatzung
    • Bundesrepublik Deutschland (Bonner Republik)
    • Deutsche Demokratische Republik (DDR)
    • Geteilte Stadt Berlin
  • Zeitalter der Weltkriege
    • Erster Weltkrieg
    • Zwischenkriegszeit
    • Zweiter Weltkrieg
  • Verfolgung und Völkermorde im Nationalsozialismus
    • Antisemitismus
    • Jüdisches Leben und Verfolgung im Nationalsozialismus
    • Holocaust
    • Porajmos
  • Nahostkonflikt
  • Völkermorde im 20. Jahrhundert
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Afrika
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Asien
    • Völkermorde im 20. Jahrhundert in Europa
  • Erinnerung und Aufarbeitung
    • Erinnerung und Aufarbeitung der NS-Diktatur
    • Erinnerung und Aufarbeitung der SED-Diktatur
  • Extremismus in Deutschland
    • Rechtsextremismus in Deutschland
  • Biographien
  • Rezensionen
    • Ausstellungsrezensionen
    • Buchrezensionen
    • Filmrezensionen
    • Theaterrezensionen
    • Veranstaltungsrezensionen
  • News