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Startseite > Rezensionen > Filmrezensionen > Ang Panahon ng Halimaw (Season of the Devil | In Zeiten des Teufels) – von Lav Diaz
Geschrieben von: Redaktion Zukunft braucht Erinnerung | Erstellt: 22. Februar 2018

Ang Panahon ng Halimaw (Season of the Devil | In Zeiten des Teufels) – von Lav Diaz

„Ang Panahon ng Halimaw“ (eng. „Season of the Devil“) ist ein Musical-Film von Lav Diaz. In seinem vierstündigen Werk erzählt der Regisseur von dem philippinischen Dorf Ginto, das von einem Wahnsinnigen mit zwei Gesichtern terrorisiert wird. Die Geschichte handelt in den 1970er Jahren, während der Schreckensherrschaft des Diktators Ferdinand Marcos. Es herrscht Kriegsrecht, die Menschen werden von dem Militär brutal unterdrückt. Wer für das Regime oppositionelle oder rebellische Züge offenbart, wird inhaftiert oder ermordet. Die Haupthandlung dreht sich um Hugo Haniway (Piolo Pascual), einem Dichter und Denker, der seine Frau Lorena (Shaina Magdayao) in dem Dorf Ginto sucht. Auf der Suche nach ihr trifft er unter anderem auf Sinta (Pinky Amador) mit dem Spitznamen „Eule“, deren Eltern von einer der vielen Milizen ermordet wurden. Seitdem spukt sie durch den Dschungel. Musikalisch spannend entwickelt sich eine faszinierende Handlung, die spielerisch die dunkelsten Jahre der philippinischen Diktatur thematisiert.

Der Teufel: Ferdinand Marcos

1965 wurde der philippinische Politiker Ferdinand Marcos das erste Mal demokratisch zum 10. Präsidenten des Landes gewählt. Mit Beginn seiner Amtszeit erlebt das Land ein wahres Wirtschaftswachstum. 1969, nach Marcos Wiederwahl führte eine Wirtschafts- und Kriminalitätskrise zusammen mit steigender Korruption und Vetternwirtschaft zu immer mehr Unruhen, die 1970 durch Demonstrationen von links gesinnten Studenten, als „First Quarter Storm“ bekannt wurden. ein Dorn im Auge, da sie gegen seine Politik und Vetternwirtschaft demonstrierten.

Marcos nutzte die Proteste, um eine Diktatur aufzubauen. Bombenanschläge durch Provokateure der Regierung und ein fingierter Anschlag auf den Verteidigungsminister bildeten Anlass und Vorwand das Kriegsrecht auszurufen. Über 30.000 Menschen, unter ihnen Oppositionelle, Studenten, Journalisten und Gewerkschafter, wurden verhaften. Gleichzeitig sicherte Marcos seine Macht, indem er seiner Familie und Freunden wichtige Ämter gab. Loyale Angestellte wurden hochrangige Offiziere und Funktionäre beschenkte er mit wertvollen Geschenken. So gelang es dem Marcos-Regime Millionen von Dollar zu hinterziehen, heutige Schätzungen gehen sogar von ca. 10 Milliarden Dollar aus.

Die Armee wurde von 58.000 Soldaten auf 142.000 aufgestockt und im Land zur Unterdrückung der Bevölkerung verteilt. Immer wieder wurden Proteste gewaltsam niedergeschlagen. Erst als sich 1986 nach vorgezogenen Neuwahlen die Bevölkerung gesammelt gegen ihn stellte, trat er auf Anraten seines Verteidigungsministers, Vize-Armeechefs und des US-Senators Paul Laxalt, zurück. Er floh daraufhin in die USA und kehrte nie wieder auf die Philippinen zurück.

Lav Diaz gelingt es in seinem Film eine Parabel auf dieses Dunkle Kapitel philippinischer Geschichte zu entwickeln. Er zeigt darin die emotionale Stimmung in dem zerrütteten Volk und die Brutalität der Milizen. Er erzählt zwar nicht direkt von den Gräueltaten, schildert aber ihre Auswirkungen auf die Menschen. Obwohl, oder vielleicht gerade deshalb, weil es keine gesprochenen Dialoge gibt, sondern nur gesungen wird, ist sein Film sehr gefühlsvoll und lässt den Zuschauer über vier Stunden nicht aus seinem Bann.

Ang Panahon ng Halimaw – Season of the Devil
Regie: Lav Diaz
Produktionsland: Philippinen
Veröffentlichung: 2018
Länge: 234 Minuten – Schwarz-Weiß
Berlinale – Sektion Wettbewerb

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