„The Bride“ ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Myriam U. Birara aus Ruanda. Der Film wurde 2023 im Forum der Berlinale gezeigt. Er erzählt von einer jungen Frau, einer erzwungenen Ehe und den Nachwirkungen des Völkermords an den Tutsi.
Wenige Jahre nach dem Völkermord möchte Eva Medizin studieren. Eine Gruppe von Männern entführt sie jedoch. Die Entführung erweist sich als Teil eines traditionellen Heiratsrituals namens Guterura. Ihre konservativen Tanten drängen Eva, die entstandene Situation hinzunehmen. Sie lebt daraufhin mit ihrem unerwünschten Ehemann Silas und dessen Cousine zusammen.
Zwischen Eva und der Cousine entwickelt sich eine enge Freundschaft. Bei alltäglichen Beschäftigungen sprechen die beiden über ihre Familien und deren Erfahrungen während des Völkermords. Als Eva vom Schicksal der Familie ihres Mannes erfährt, steht sie vor der Entscheidung, zu bleiben oder fortzugehen.
Die Handlung verbindet damit Evas eingeschränkte Möglichkeiten, über ihr eigenes Leben zu bestimmen, mit den Erfahrungen der Überlebenden. Die Freundschaft der beiden Frauen eröffnet einen Raum, in dem die Vergangenheit zur Sprache kommt. Diese Filmvorstellung gibt die Handlung anhand des Festivalmaterials wieder.
Redaktionelle Filmvorstellung
Titel: The Bride
Von: Myriam U. Birara
Mit: Sandra Umulisa, Aline Amike, Daniel Gaga, Fabiola Mukasekuru, Beatrice Mukandayishimiye
Land: Ruanda 2023
Sprache: Kinyarwanda
Länge: 72’
Sektion: Forum / Berlinale 2023
