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Startseite > News > Der Erste Weltkrieg – Dreifaches Gedenken – in einer Woche – an ein Datum
Geschrieben von: René Lindenau | Erstellt: 22. September 2014

Der Erste Weltkrieg – Dreifaches Gedenken – in einer Woche – an ein Datum

Immer wird besonders zahlreich einem historischem Ereignis gedacht, darüber geforscht, darüber getagt und publiziert, wenn ein Jubiläum im Kalender steht. So auch hier – beim Ersten Weltkrieg: 1914-18.

Was war das für eine Woche für mich – im Zeichen des Gedenken, des Besinnens, der Nachdenklichkeit und der Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg in drei Veranstaltungen innerhalb einer Woche:

15. September 2014:

Im nd-Gebäude gingen an diesem Tag innerhalb einer szenischen Lesung „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus über die Bühne. Vorleser waren u.a. die freie Journalistin Kathrin Gerlof, Judith Demba (Naturfreunde Berlin), Olaf Koppe (nd-Geschäftsführer) und Dagmar Enkelmann (Rosa-Luxemburg-Stiftung).

In der von Kraus 1899 gegründeten Kultur-und Gesellschaftszeitung „Die Fackel“ erschien 1918/19 eine vorläufige Fassung des Antikriegsstückes. Zwischen 1915 und 1922 schrieb und veröffentlichte der Autor diese Tragödie in fünf Akten mit einem Vorspiel und einem Epilog. Zeitungsverkäufer, Lehrer, Politiker, der Experte,Soldat und Offizier kommen in dem Stück zum Beispiel zu Wort. Handlungsorte sind u.a. das Schlachtfeld, das Kriegsfürsorgeamt, das Zimmer des Generalstabschefs, das chemische Laboratorium und die Volksschule. Schon das macht deutlich, ein solcher Krieg erfasst die Gesellschaft in all ihren Poren aus denen Blut, Barbarei, Tod und Hunger ihren Ausgang in deren entmenschten Untiefen suchen. Alles kam darin vor : Die anfängliche Kriegsbegeisterung, die zunehmend prekäre Lage der Zivilbevölkerung, die zynischen Operationsplanungen und das damit verbundene Verheizen von „Menschenmaterial“ durch die Generäle: Was an diesem Abend vorgelesen wurde.

19. September 2014:

Das Deutsche Historische Museum in Berlin erinnert mit der Ausstellung „Der Erste Weltkrieg 1914-1918“ (29. Mai- 30. November) an das globale Kriegsereignis. Lange stand es auf meinem ungeschriebenen Terminplan, nun bin ich hingegangen. Und es war ein lohnenswerter wie lehrreicher Besuch. Durch die Exponate taucht man bildlich, filmisch, gedanklich in die Zeit des „Großen Krieges“ ein und man wird auf seine verschiedenen Schauplätze und Schlachtfelder mitgenommen. Neben Uniformen, Gemälden, Waffen sind Orden zu sehen. Beinprothesen und erschütternde Feldpostbriefe offenbarten die ganze Schrecknis des Krieges.

Sehenswert war die Exposition, weshalb ihr erneut eine Verlängerung zu wünschen wäre, so wie es bei anderen guten Ausstellungen des Hauses der Fall war.

20. September 2014:

Im Grünen Salon der Berliner Volksbühne lassen die Akteure einer szenischen Lesung der Reichstagsdebatten die Atmosphäre dieser kriegsschwangeren Tage aufleben. Die Gästetribüne des Reichstages war zum großen Teil uniformiert. Beschrieben werden die parlamentarischen Abläufe und ihre Redner. Grundlage hierfür waren die stenografischen Protokolle. In beiden Sitzungen am 4. August und am 2. Dezember ging es um jeweils 5 Milliarden Mark für den Krieg. Die ausführliche Ablehnung der Kriegskredite durch Karl Liebknecht, weigerte sich der Reichstagspräsident in den stenografischen Bericht aufzunehmen. Er tat es mit dem Verweis darauf, das sie Äußerungen enthalte, die hätte er sie im Hause gehalten, Ordnungsrufe zu Folge gehabt hätte.

Und dabei hatte der Krieg schon im Reichstag Platz genommen: Ein Lorbeerkranz lag an jenem Dezembertag auf dem Platz des ersten gefallenen Reichstagsmitglieds – einem Sozialdemokraten.

Dank denen, die im Rahmen des Festes der LINKEN, diese Reichstagsdebatten zu Gehör brachten;

Peter und Franz Sodann, Luc Jochimsen und wieder Dagmar Enkelmann u.a.

Wie immens wichtig es ist, besonders an solche kriegerischen Ereignisse zu erinnern, zeigt sich darin, das offenbar noch immer zu wenig die damit einhergehende Mahnung, sich nicht auf weitere militärische Abenteuer einzulassen verstanden haben. Selbst Friedensnobelpreisträger (Barack Obama) oder Pfarrer (Joachim Gauck) nicht.

Autor: René Lindenau

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