Shoah Stories (shoahstories.video) bringt Holocaust-Education in die visuelle Sprache, die junge Menschen täglich nutzen: kurze, klare Videos, die auf den ersten Blick funktionieren und trotzdem zu weiterem Lernen einladen. Verantwortet wird das Projekt vom Anne Frank Zentrum in Berlin, unterstützt von der Alfred Landecker Foundation. Statt dass wichtige Inhalte in den Feeds von TikTok, Instagram oder YouTube untergehen, sammelt die Plattform sorgfältig ausgewählte Clips von Gedenkstätten, Museen und seriösen Partnern an einem Ort – dauerhaft auffindbar und thematisch geordnet.
Besonders stark ist der Ansatz für Schule und Bildungsarbeit: Mit dem „Educator Toolkit“ lassen sich die Videos direkt in Unterrichtseinheiten integrieren, inklusive Kontext, Fragen und Anregungen für Diskussionen. So wird aus dem schnellen Format ein Einstieg in vertiefte Auseinandersetzung – niedrigschwellig, zeitgemäß und anschlussfähig an den Alltag von Jugendlichen. Shoah Stories zeigt, dass Erinnerungskultur nicht im Museum enden muss, sondern auch in digitalen Formaten wirksam sein kann: als Brücke zu Wissen, Empathie und historischer Verantwortung.