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Tribunal 45: Geschichte, die man nicht nur betrachtet

[…]Stärke des Spiels. Es erklärt nicht einfach die Nürnberger Prozesse. Es vermittelt ein Gefühl dafür, was für eine gewaltige Aufgabe damals vor den Beteiligten lag. Nach Krieg, millionenfachem Mord und staatlich organisiertem Verbrechen mussten Beweise gesichert, Verantwortlichkeiten geklärt und zugleich rechtsstaatliche Verfahren geschaffen werden. Vieles, was uns heute beim Völkerstrafrecht […]
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Georg Elser (1903–1945)

[…]sollen immerhin 10.000 Menschen besucht haben. Die Trauerfeier wird live von Goebbels-Propagandafunk übertragen, das ganze Volk so miteinbezogen. Rudolf Heß, offizieller „Stellvertreter des Führers“, hält die Traueransprache und verkündet: „Durch das Wunder der Errettung wurde der Glaube unerschütterlich: die Vorsehung hat uns den Führer erhalten, die Vorsehung wird uns den […]

Else Lasker-Schüler (1869–1945)

[…]des Preises auf das Schärfste. Die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten sorgt dafür, dass sich die Dichterin in ihrer Heimat nicht mehr sicher fühlt. Sie emigriert am 19. April 1933 in die Schweiz. Ihre „Duldung“ erweist sich für Else Lasker-Schüler als zermürbende Angelegenheit. Sie darf ihren Beruf nicht ausüben, muss ständig […]

Der Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961)

[…]könne einerseits nicht feststellen, was die wirklichen Gründe der Judenverfolgung waren, da man dafür Fachleute wie Philosophen oder Historiker brauche; andererseits könne er auch nicht  eindeutig entscheiden, ob Mord, Versklavung etc. Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind. 3. Die Richter zogen Eichmann auch wegen der Anklagepunkte unter dem Oberbegriff Kriegsverbrechen zur […]

Die Ludwigsburger Justizunterlagen im Bundesarchiv

[…]und Beschlagnahmebeschlüsse erwirken, einen Haftbefehl beantragen oder gar Anklage erheben. Dafür bedurfte es in jedem Fall der Einschaltung einer zuständigen Staatsanwaltschaft. Die ZSt stellte vielmehr lediglich „Vorermittlungen“ an, unterstützt durch die örtlichen Dienststellen der Kriminalpolizei und insbesondere durch die bei den einzelnen Landeskriminalpolizeiämtern eingerichteten Sonderkommissionen. Die dabei entstandenen Vorgänge, also […]

Ceija Stojka – Esto ha pasado [Das ist geschehen]

[…]des „Zigeunerlagers“ am 2./3.8.1944 sorgte die Mutter mit großem Glück und Geschick dafür, dass sie und die Kinder in andere Lager verfrachtet wurden. Der Vater war bereits 1943 in Hartheim ermordet worden und Ceija Stojkas kleiner Bruder Ossi starb 1943 in Auschwitz-Birkenau an Hunger und Fleckfieber. Der Ausstellungstitel Esto ha […]

Jüdisches Leben in Celle – von Silke Lindemann

[…]liberal-revolutionären Konzeptes gefordert. Silke Lindemann interessiert sich darüber hinaus dafür, welche Auswirkungen die Reglementierungen konkret auf den Lebensalltag der jüdischen Bevölkerung in Celle hatten. Und sie geht der Frage nach, wie sich jüdisches Gemeindeleben in diesen gut 150 Jahren entwickelte. Ihre Beschreibung der Konflikte mit der christlichen Umwelt belegt durchgängig […]

Andrej Wlassow (1901–1946)

[…](ROA) vorschlug, was durch Wlassow keine Einwände erfuhr. Natürlich der Wehrmacht unterstellt. Dafür lehnte zum Beispiel Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel alle Bestrebungen zur Bildung einer solchen Armee umso energischer ab. Keitel verbat sich sogar künftig solche Vorschläge. Dennoch fanden sich im faschistischen Deutschland genügend Komplizen, die bereit waren, die verräterischen Ambitionen eines […]

Herta Oberheuser (1911–1978)

[…]aus dem KZ Sachsenhausen. Im Verlauf der zwei weiteren Versuchsreihen in Ravensbrück wurden den dafür ausgewählten Frauen Bakterien, Holzsplitter und Glas in offene Wunden an den Unterschenkeln gebracht. Die Frauen in der dritten Versuchsreihe wurden Mischinfektionen und Infektionen mit einem brandigen Fäulniserreger ausgesetzt. Fünf von ihnen starben unmittelbar nach den […]

Die Reichszentrale für jüdische Auswanderung

[…]steht das Ergebnis der internationalen Konferenz von Evian (6. bis 14. Juli 1938) exemplarisch dafür, dass die Welt kein Interesse am jüdischen Schicksal hatte. So schien die Auswanderung mit konventionellen Mitteln kaum mehr und vor allem nicht so schnell wie verlangt, lösbar. Unmittelbar nach der Pogromnacht fand am 12. November […]