Suchergebnisse für "die weiße rose"

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Sisyphos’ Erbe – von Karin Weimann

[…]Astrid Messerschmidt vom Institut für Pädagogik und Berufspädagogik an der TU Darmstadt an, die die Erinnerungsarbeit der Shoah weitgehend aus dem pädagogischen reflexiven Diskurs verschwunden sieht. Diesen verschwundenen reflexiven Diskurs hat Karin Weimann versucht, wiederzubeleben. In Arbeitsgruppen setzen sich die Lernenden und Lehrenden mit geladenen ehemaligen Opfern, Tätern und Mitläufern […]

Schluss. Jetzt werde ich etwas tun – von Maren Gottschalk

[…]Maren Gottschalks Biografie von Sophie Scholl Vor 70 Jahren erschienen die Flugblätter der Weißen Rose, in denen sich vor allem Münchner Studenten gegen den nationalsozialistischen Staat wandten und die Deutschen zum Aufstand gegen dieses Terrorsystem aufriefen. Eine Vielzahl von Biografien ist seither über die Mitglieder der Weißen Rose und insbesondere […]
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Der ganze Reichstag stand unter roten Fahnen …

[…]denn „wir haben mit Deutschland keine Separatverhandlungen gesucht, und alle Informationen, die zu diesem Thema in den Medien auftauchten, sind durch keine seriösen Beweise erhärtet“. Was nicht ist, kann ja noch kommen. Nur das Gespräch Stalin-Berija dürfte eine Mystifikation sein: Aus anderen Erinnerungen ist bekannt, dass die beiden bei ihren […]

„Werwölfe“ 1945

[…]durch die Alliierten half. Und das ungeachtet der Tatsache, daß es um eine Kampfführung ging, die die Nationalsozialisten beim „rassisch minderwertigen Gegner“ am meisten verteufelt hatten: Partisanenkampf, Sabotage, terroristische Operationen. Erste Überlegungen zu diesem Thema stellten deutsche Stäbe im Frühjahr 1943 an. Im Sommer 1944 trat Walter Schellenberg, Chef der […]

Kinder- und Jugendkultur in Konzentrationslagern

[…]der Neugeborenen unterschied sich nach Lager, Zeitpunkt und der rassistischen Einordnung durch die SS. Die Memoiren Überlebender erwähnen mitunter, wie im KZ mit Babys verfahren wurde, und das war so, dass selbst die emotional „abgehärtetsten“ Gefangenen überfordert waren.2 Zweitens waren es Kinder, die bei Transporten zusammen mit ihren Eltern ins […]

Der Kaufmann von Stuttgart – Wieder ein Missgriff auf Kosten des „Jud Süß“

[…]und durch israelische Fassung. Der Staat Israel als die einzige progressive Kraft im Nahen Osten, die auf die antisemitische Gegenwehr der palästinensisch-arabischen Umgebung stoße. Israelischer Fortschritt gegen arabische spätfeudale Reaktion. Warum die Kriege im Vorderen Orient ausgerechnet der Heidelberger Jude Süß und schon im Jahr 1738 büßen musste, ist beim […]
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Der Hinrichter – von Helmut Ortner

[…]Verfehlungen und Verschleppungen bei der Aufklärung der NSU-Morde sind nur einige Indikatoren, die die Frage nach einer transformierten braunen Gesinnungsidentität innerhalb der Gesellschaft und ihrer Eliten stellen. Verantwortungsentlastung kann es daher nicht geben. Ein Gegensteuern gelingt nur mit einer Bewusstseinsschaffung für die Erinnerungskultur. Autorin: Soraya Levin Der Hinrichter: Roland Freisler […]

Hans Schweitzer („Mjölnir“) (1901–1980)

[…]und zeigt im Hintergrund das Denkmal von Minin und Posharskij auf dem Moskauer Roten Platz, die 1612 die Stadt von polnischen Besatzern befreiten. Gewiss sind Kriegszeiten exzeptionelle Phasen, in denen es allein um die Mobilisierung aller Kräfte gegen den Gegner geht. Die Kunst hat dabei nur die Aufgabe, diese Mobilisierung […]

Als Hitler unser Nachbar war – von Edgar Feuchtwanger mit Bertil Scali

[…]der NSDAP weisen darauf hin, dass die Stützen der Republik keine Republikaner gewesen sind. Die tradierten Kräfte des ehemaligen Kaiserreichs haben die republikanischen Inhalte nicht adaptiert, geschweige denn assimiliert und geben einen Anschub für die NSDAP. Fast jeder Fünfte hat ihr seine Stimme gegeben und in dem Maße, in dem […]
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Literatur und Literaturpolitik im nationalsozialistischen Deutschland

[…]zum Schutz des deutschen Volkes“ vom 4. Februar 1933 galt, dass alle „Druckschriften“, die „die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gefährden“ vermochten, „beschlagnahmt und eingezogen“ werden sollten. Im Klartext hieß das, dass Kontrolle nicht vor einer Veröffentlichung stattfand. Lag ein Werk erst einmal gedruckt vor, hatte es im Gerangel der […]
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Hermann Körner (1907–1977)

[…]forderte der NSDAP-Ortsgruppenleiter von Werneuchen Körner auf, gegen Stroyek vorzugehen, da dieser die Autorität der Partei in Frage stelle. Noch am gleichen Tag verfügte Körner in seiner Funktion als Ortspolizeibehörde die Festnahme von Stroyek, um ihn anschließend in die Potsdamer Gestapo-Haft zu überführen. Stroyek solle, so Körner in seinem Schreiben […]

„Ich fühl’ mich nicht als Mörder“ − von Christina Ullrich

[…]Diskussion zur Reintegration von NS-Tätern in die postnationalsozialistische Gesellschaft, die die verketteten Mechanismen einer Schuldverweigerung aufzeigt. „… Die wirklich Schuldigen an den Verbrechen, die in der nationalsozialistischen Zeit und im Kriege begangen worden sind, sollen mit aller Strenge bestraft werden …“ Wie sah es aber tatsächlich mit der Strenge aus, […]
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Heinz Brandt (1909–1986)

[…]versuchte, in Deutschland konspirativ tätig zu bleiben. Aber auch er wurde, wie die allermeisten, die diesen Weg einschlugen, entdeckt 1934 verhaftet und 1935 zu einer langen Zuchthausstrafe verurteilt: Zwischen dem damaligen „Zuchthaus“ und den heutigen „Justizvollzugsanstalten“ gibt es sehr große Unterschiede; während des NS-Regimes wurden „Zuchthäusler“ besonders stigmatisiert. 2 Doch […]

Nelly Sachs und Adornos Verdikt über Lyrik nach Auschwitz

[…]die Gaskammern erbaut. Die Schornsteine der Krematorien leiteten den Rauch der Verbrannten in die Luft, die dermaßen von den schwarzen Wolken erfüllt wurde, dass die Sterne verdunkelten. (Bezeichnenderweise trägt Nelly Sachs‘ zweiter Gedichtband den Titel „Sternverdunkelung“) In der dritten Strophe dieses Gedichtes spricht Nelly Sachs von dem „Wirt des Hauses, […]
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Der Holocaust an Sinti und Roma

[…]im Reichssicherheitshauptamt wurde gleich nach Kriegsbeginn am 21. September 1939 beschlossen, die Juden sowie die restlichen „30.000 Zigeuner“ aus dem Reichsgebiet in das besetzte Polen zu deportieren. Im Mai 1940 erfolgten dann die ersten Massendeportationen ganzer Sinti und Roma – Familien in das besetzte Polen. Grundlage hierzu war ein Befehl […]

Andrej Sacharow (1921–1989)

[…]Er kritisiert im Herbst 1975 die antisemitische UN-Resolution „Zionismus ist Rassismus“, die die Sowjetunion (und die DDR) unterstützt hatten. Sie widerspreche den Zielen der UN und verstärke weltweit die antisemitischen Stimmungen. Dissident und Verbannung nach Gorki durch den KGB Über das Jahre 1973 setzt er zudem sein Denken von sozialistischen […]

Slowenen und Deutsche im Zweiten Weltkrieg

[…]Leistung brachte, um die angeblichen oder realen „Diebstähle“ von 60 Millionen Devisen, die die „Bank von Ljubljana“ beim Zerbrechen Jugoslawiens begangen haben soll, und um die Abgrenzung der kroatischen und slowenischen Territorialgewässer in der Adria. Noch nie fiel der EU ein oder auf, dass gerade in diesem letzten Streitpunkt beide […]

Allein unter Juden – von Tuvia Tenenbom

[…]Intifada. Nur diesmal nicht nur auf der palästinensischen Seite. Es sind die Ultraorthodoxen, die die sogenannten nicht koscheren Busse mit Steinen bewerfen. Eine radikale Opposition zum Staat Israel, die sich zunehmend gewaltbereit zeigt. Die Gegner des israelischen Staates rüsten auf. Ihre Truppen der UN, der EU, der zahlreichen NGOs, der […]

Exil unter Palmen – von Magali Nieradka-Steiner

[…]ist der Dreh- und Angelpunkt, um nach Übersee zu kommen. Die Autorin führt zwei Romane an, die die Schwierigkeiten der Exilanten zur Flucht verdeutlichen. Es handelt sich hierbei um Anna Seghers’ Roman „Transit“ und „Die Nacht von Lissabon“ von Erich Maria Remarque. In beiden Romanen wird der im Buch genannte Aspekt, dass […]

Das Heer der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

[…]sich an der Ostfront die gewaltige Sowjetoffensive Operation Bagration (Juni–August 1944), die die Heeresgruppe Mitte nahezu vollständig zerschlug. Innerhalb weniger Wochen verloren über eine halbe Million deutsche Soldaten ihr Leben oder gerieten in Gefangenschaft, während die Rote Armee tief nach Polen und ins Baltikum vorstieß. Der Krieg auf zwei Fronten […]

Systematische Verbrechen der Wehrmacht

[…]dem 1.9.1939 und dem 25.10.1939 wurden mehr als 16.000 Zivilisten hingerichtet, wobei mehr als die Hälfte dieser Morde von der Wehrmacht begangen wurden.  Besonders verabscheuungswürdig sind dabei sicherlich: das Massaker von Ciepelow am 8. September 1939 das Massaker von Pruesysl in der Zeit vom 15.-19. September 1939  Gerade das Beispiel […]

Endlösung am Bernsteinstrand

[…]sich verrechnet. Der aus dem Schlaf geholte Bergwerksdirektor Landmann gab keinen Stollen frei. Die dienten der Wasserversorgung der Palmnicker, argumentierte er. Stattdessen ließ er das Tor öffnen, um die erschöpften und halb erfrorenen Opfer in der sehr großen Werksschlosserei unterzubringen. Den Wächtern wurde erlaubt, in Büros und auf Korridoren zu […]

Memorias del infierno: Enric Marco und der Versuch einer kontrafaktischen Geschichte

[…]Gestaltungsfreiheit hinzu, etwa in Form einer Sinndeutung des erzählten Lebens in der Rückschau, die die Autobiografie mit fiktionalem Erzählen gemein hat und die sie von einem nur episch erweiterten Lebenslauf von Grund auf unterscheidet.[8] Im Fall der Holocaust-Erzählungen, so Huntemann weiter, sei außerdem noch zu bedenken, dass der Erzählgegenstand in […]
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Zuflucht am Rande Europas – von Christa Heinrich u. a.

[…]erhebt, tief in alle Gesellschaftsbereiche hineinzuwirken. Sichtbar wird dieses an der Verfassung, die die Glaubens- und Religionsfreiheit garantiert. Der Antisemitismus ist in Portugal kein ideologisch-gesellschaftliches Problem und taucht nur randbedingt als christlicher Judaismus auf. Portugal als Zufluchtsort bedeutet daher Rettung und die Chance auf Leben. Dieses wird an dem im […]
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Werner Heyde (1902-1964)

[…]Nitsche (1876 – 1948) ersetzt wurde. Heyde leitete auch wiederholt „Ärztekommissionen“, die die Heil- und Pflegeanstalten aufsuchten, wenn diese sich weigerten, die Meldebögen auszufüllen oder wenn Zweifel an der Richtigkeit der gemachten Angaben bestanden. Am 24. Oktober 1939 wurde das SS-interne Untersuchungsverfahren gegen Heyde wegen Vorwürfen homosexueller Handlungen, weil die […]

Joseph Weizenbaum (1923–2008)

[…]angeht, in unserer DNA verwurzelt. Trotzdem gab und gibt es politische Führer in den USA, die die manipulative Kraft der Computer ausnutzen oder aber sich in den manipulativen Dienst dieser Technik stellen (für eine Handvoll Dollars). Jetzt stelle man sich nur einmal für wenige Augenblicke vor, ein analfixierter Zwangscharakter wie […]

Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht – von Ronen Steinke

[…]recht nicht, wenn man nicht den Funken eines Beweises in der Hand hat. Dass Ronen Steinkes Buch die Verdienste Fritz Bauers „in würdigem Andenken“ bewahrt, wie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, voller Respekt vor Fritz Bauers Lebenswerk in seinem Vorwort meint, bestreite ich ganz entschieden. Es ist, von den […]
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Konzentrationslager KZ Natzweiler-Struthof

[…]und das Martyrium dieser Soldaten ohne Uniform verewigen, dieser Kämpfer für die Freiheit, die die Ehre durch die schlimmsten Prüfungen des Schicksals retteten.“ In diesem Sinne wird das Gedenken auch fortgeführt, soll auf den Mut und das Durchhaltevermögen und auf die Stärke der Gefangenen aufmerksam machen. Auch in vielen der […]

Kinder-KZs der kroatischen Ustaša-Terroristen im Zweiten Weltkrieg

[…]Uniformen trugen. Ebenfalls wurden Angehörige der „Ustaša-Jugend“ ins Lager geschickt, die die befohlene „Umerziehung“ leiten sollten. In Wirklichkeit zerstörten sie dringend benötigte Gebäude, die für die Unterbringung von schwangeren Frauen oder Müttern mit kleinen Kindern vorgesehen waren. Dadurch wurden die ohnehin beengten räumlichen Verhältnisse in Jastrebarsko noch schlimmer, weswegen bereits […]
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Ludwig Beck (1880–1944)

[…]Verlag 2005, Seite 8-9). Klaus-Jürgen Müller führte dazu in seiner Beck Biographie aus: „Die gediegene Erziehung in einer konservativ – liberalen, betont literatur – und musikbeflissenen Familie des wilhelminischen Bildungs – und Besitzbürgertums hat Beck geformt“ (siehe Klaus – Jürgen Müller, Generaloberst Ludwig Beck, Eine Biographie, Verlag Ferdinand Schöningh 2008, […]

Anton Mussert (1894–1946)

[…]Ahnenforschung“ widmete, und 1939 die „Mussert-Garde“, eine paramilitärische Formation, die die offizielle NSB-Jugendorganisation „Nationale Jeugstorm“ nachhaltig radikalisierte. Die dritte und vermutlich einflussreichste Figur dieser prodeutschen Strömung in der NSB war „Max“ (Marius Hugh Louis Wilhelmus) Blokzijl (1884–1945), einer der begabtesten niederländischen Journalisten überhaupt. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde er […]

Heinz Guderian (1888–1954)

[…]des Krieges gelang es den Russen eine Anzahl sehr fähiger Heerführer hervorzubringen, die die ihnen gebotenen Gelegenheiten gut ausnutzten…Das große Reservoir an russischen Offizieren ermöglichte es, die erforderliche kleine Anzahl von sehr begabten hohen Befehlsführern aufzustellen“ (Heinz Guderian, Russian Strategy in the War in Liddell Hart, The Soviet Army, London […]

Karl Barth (1886–1968)

[…]Kritiker der liberalen Theologie, jener Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommenen Strömung, die die Theologie auf humanistisch-geisteswissenschaftliche Grundlagen stellte und mittels historisch-kritischer Bibel-Exegese und Erforschung der Kirchengeschichte von allen „Dogmen“ freikommen wollte. Das erschien Barth als unzulässige Unterwerfung der Theologie unter aktuelle Politik und moderne Kultur, einfach als Bruch mit den […]

Renzo De Felice und George L. Mosse: Zwei Pioniere im Vergleich

[…]war in der unmittelbaren Nachkriegszeit sicherlich nicht einfach: Es waren noch wenige Jahre, die die Historiker von dem trennten, was geschehen war, und eine übermäßige emotionale Beteiligung an der Forschung hätte möglicherweise eine korrekte Analyse verhindert. Der große Philosoph und Intellektuelle Benedetto Croce schrieb: «Die Geschichte ist nicht wie der […]
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T4-Tötungsanstalt Hadamar

[…]Grafeneck ausgewählt, nachdem die Provinz Hessen-Nassau die Leitung jener Anstalt an die Zentraldienststelle T4 abgegeben hatte. Für die damalige Landesheilanstalt Hadamar bedeutete das, dass sie wie schon zuvor die anderen fünf Anstalten von der Gebietskörperschaft in die Hoheit des Reichs überging, indem ein Teil der Landesheilanstalt Hadamar vom Oberpräsidenten der […]

Wilhelm II. (1859–1941)

[…]die Arbeiterschaft der Sozialdemokratie zu entfremden und an den monarchischen Staat zu binden. Diesem Zweck diente das Krankenversicherungsgesetz von 1883 und das Unfallversicherungsgesetz von 1884. Das erst 1871 geschaffene deutsche Kaiserreich sah er durch die Gefahr einer sozialistischen Revolution gefährdet. Seit 1875 existierte eine einheitliche sozialistische Partei in Deutschland durch […]

Der Reichstagsbrand (1933)

[…]ist – und bis 1945 die „Rechts“-Grundlage des Deutschen Reichs bilden soll. Zunächst dient die Reichstagsbrandverordnung mit deutlicher Ausrichtung auf die Geschehnisse des 27. Februar 1933 jedoch der Legitimierung und Legalisierung aller infolge durchgeführten Übergriffe gegen Kommunisten, Sozialdemokraten und alle, „die mit den Kommunisten zusammenarbeiten und deren verbrecherische Ziele unterstützen […]

Flucht und Rettung der dänischen Juden

[…]zu verhindern und somit die dänische Bevölkerung vor dem Leid und der Zerstörung zu bewahren, die die deutsche Invasion in anderen Gebieten verursacht hatte (Herbert 1994: 94). Aufgrund der formellen innenpolitischen Unabhängigkeit des Landes wurden in Dänemark, im Unterschied zu allen anderen durch Deutschland besetzen Gebieten, lange Zeit keine anti-jüdischen […]

Bildung und Habitus im Konzentrationslager

[…][…] verbundene emotionelle und geistige Modell“ erschien ihm nicht. „Das Gedicht transzendierte die Wirklichkeit nicht mehr.“ In dieser Situation reduzierten sich die Verse auf ihre Aussage und entsprachen der Realität auf dem Heimmarsch: Die Mauern standen sprachlos und kalt und im Winde klirrten die Fahnen. Améry betont auch hier die […]

Propaganda im Film des Dritten Reiches

[…]vertreten wurde. Danach war das Judentum keine Religion, sondern eine minderwertige Rasse, die die Kulturvölker, zumal das deutsche von innen heraus zu zersetzen versuchte. Juden waren demnach besonders häufig Verbrecher, sie waren für den Marxismus und Bolschewismus verantwortlich und besetzten in Staat und Wirtschaft Schlüsselpositionen, wenn man sie nicht dran […]

7. Oktober – von Gisela Dachs (Hrsg.)

[…]macht, welche Sprache man für die Erfahrungen nutzt. Sie warnt zugleich vor der Gefahr, die die Schuldgefühle der Überlebenden mit sich bringen. Andrea Livnat beschreibt einen „Platz der Entführten“ in Tel Aviv, der das Trauma sichtbar macht und als Ort der gemeinschaftlichen Trauer fungiert. Auf dem Platz steht ein Schabbattisch […]

Sekundärer Antisemitismus

[…]vierte Deutsche glaubt nach dem Umfrageergebnis an solche konfusen Weltverschwörungstheorien, die die Juden einmal als Vorkämpfer des Kapitalismus, ein anderes Mal als Vorkämpfer des Kommunismus sehen und mit der Vermutung, ‚die Juden‘ hätten zu viel Macht und Einfluss, allzu schlichte und deshalb gefährliche Welterklärungen anbieten.“ (W. Benz, Was ist Antisemitismus?, […]

Führerhauptquartier Wolfsschanze

[…]abgesichert und nach Norden von Sumpf umschlossen. Experten lobten die Bodenplatte aus Stahlbeton, die fundierte Statik auf granitigem Untergrund garantierte. Doch das schnelle Vorantreiben führte auch zu Baumängeln; im Frühjahr 1942 musste Unterstand 20 nachträglich verstärkt werden, als feine Risse auftauchten. Insgesamt verschlang der Bau nach heutigen Schätzungen rund 36 000 Tonnen Zement – mehr […]

Interview mit Gabriele von Arnim zu ihrem Buch „Das große Schweigen. Von der Schwierigkeit mit den Schatten der Vergangenheit zu leben.“

[…]„vitaler Vergesslichkeit“ gesprochen. Markus Mohr: Erinnern Sie sich noch an eine Anekdote, die diese Verdrängung verdeutlicht. Gabriele von Arnim: Ich erinnere mich nur noch vage, dass ich einmal einer Frau gegenüber saß, von der ich wusste, dass sie mit Hitler befreundet gewesen war. Alle ihre Kinder hatten entweder Göring oder […]
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Sehenswerte Filme auf der Berlinale 2024

[…]sich durch seine kluge, radikal offene Herangehensweise aus und dient als eine Art Aufstandsgeste, die die Kraft der Erinnerung und des kulturellen Austauschs betont. mehr   Hintergrund: Jury, Sektionen, Regisseure und Leitung der Berlinale Die Berlinale 2024, offiziell bekannt als die 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin, setzt ihre Tradition fort, als eines […]

Von der Siegesallee zur Allee der Opfer

[…]Erst die Nationalsozialisten gingen daran, monumentale Denkmäler zu bauen und zu planen, die die Stadt zu einem Erinnerungsort an vergangene Kriege machen sollten. Hitlers Projekt eines gigantischen Triumphbogens für die Toten des Ersten Weltkriegs und einer ebenso großen Ehrenhalle für gefallene Soldaten sind als Reaktionen auf die Unübersichtlichkeit der deutschen […]

Lawrence von Arabien (1962) – von David Lean

[…]und zeigte uns exemplarisch wieso.“ Zurück zu Lawrence in der Wüste Nefud: Kurz bevor die Gruppe die nächste Wasserstelle erreicht, geht ein Reiter verloren, weil er vom Kamel gestürzt ist: Gasim (Inderjeet Singh Johar, 1920 – 1984). Lawrence will umkehren, um ihn zu suchen und Sherif Ali prophezeit ihm, dass […]

Weimarer Republik 1918–1933: Demokratie und Krisen

[…]Die Verträge von Locarno 1925 und der Beitritt zum Völkerbund 1926 waren wichtige Schritte. Die Konflikte um die Friedensordnung verschwanden dadurch jedoch nicht. Die wirtschaftliche Stabilisierung blieb ungleich. Landwirtschaft und Teile des Mittelstands gerieten schon vor 1929 unter Druck. Die Abhängigkeit von kurzfristigen Auslandskrediten machte die Wirtschaft verwundbar. Der Ausdruck […]

„Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten“ – J. Robert Oppenheimer und das Manhattan-Project

[…]Neutronen gewonnen werden. Auch musste die Hülle der Bombe aus einer Substanz bestehen, die die Neutronen reflektierte, um die entstehende Energie zu maximieren. So war trotz aller Anstrengungen von Wissenschaftlern und Militär und der Kooperation mit den Forschungsgruppen anderer Westalliierter erst Anfang 1945 klar, wie die Bombe aufgebaut sein sollte. […]
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Der ewige Sündenbock – von Tilman Tarach

[…]Ihr Wesen ist die Befreiung der Palästinenser.“ Kein Blick auf die Charta der Hamas, die die Vernichtung Israels fordert, die das Banner Allahs über ganz Palästina fordert, kein Blick auf den Djihad. Kein Blick auf die Hamas, die im August 2010 jede Art von Kompromiss und Übereinkunft mit Israel ablehnt. […]