[…]unterworfen wurden, Unangepasste verfolgt und vernichtet wurden, bis schließlich der Krieg alles dominierte. Überzeugend werden nicht nur die historischen Fakten mit der Entwicklung der beiden Protagonisten verknüpft. Sinnvoll wird auch die unterschiedliche Haltung von Ingrid und Paul zum Nationalsozialismus biografisch begründet, wodurch eine klischeehafte Personenzeichnung vermieden wird, die Hauptpersonen vielmehr […]
[…]als Schock, als Station, als Treibstoff fürs Mindgame –, statt als Zentrum eines Vernichtungskriegs, der sich jeder „coolen“ Form entzieht. Das Parabel-Finale als Ausfahrt aus der Verantwortung Im letzten Drittel kippt der Film in Surreales, Symbolisches, in eine Art psychologisches Fegefeuer. Der Twist rahmt vieles als Schuldvision, als inneres Tribunal, […]
[…]man spricht dort auch von the “November pogroms”. In der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde in Deutschland noch oft vom „Kristallnacht“ gesprochen, doch mit wachsendem historischen Bewusstsein hat man diese Wortwahl zunehmend gemieden. Stattdessen erinnert man an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 als das, was sie war: ein zentral geplanter, reichsweiter […]
[…]extrem judenfeindlicher Propaganda maßgeblich Hass und Gewalt schürte. Obwohl er während des Krieges kein Regierungsamt innehatte, wurde Streicher in Nürnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Aufstachelung zum Judenmord) zum Tode verurteilt und 1946 gehängt. Albert Speer Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion 1. Sept. 1981 (natürlich) Speer war Hitlers Leibarchitekt und ab […]
[…]seine Handlung im Kabul des Frühjahrs und Sommers 2021. Zu Beginn steht jedoch nicht der Krieg im Vordergrund, sondern das pulsierende Leben einer Millionenstadt, die sich in einer fragilen Balance zwischen Tradition und einer hart erkämpften Moderne befindet. Inmitten dieser Kulisse begegnen wir Naru, gespielt von der Regisseurin selbst. Naru […]
[…]Komponente der Simulation bildet einen scharfen Kontrast zur tödlichen Ernsthaftigkeit der realen Kriege, die wir täglich in den Nachrichten sehen. Marie Wilke fängt dieses Paradoxon meisterhaft ein: Das Militär bereitet sich in einer künstlichen Welt auf eine Realität vor, von der man nur hoffen kann, dass sie niemals eintreten wird. […]
[…]frösteln lässt. Seine Ausführungen über die Mechanismen der Zerstörung und die Logik des Krieges bilden den harten, realpolitischen Kontrast zu den poetisch-traurigen Bildern der Landschaft. Hier wird deutlich, wie die Sprache des Krieges die menschliche Empathie korrodiert hat. Dem gegenüber steht die Stimme von Dr. Ezzideen Shehab, einem palästinensischen Arzt […]
[…]eine der eindringlichsten Auseinandersetzungen mit den langfristigen Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, die wir in diesem Jahr im Panorama-Sektor erleben durften. Chiha, der sich mit Filmen wie „La Bête dans la jungle“ als Meister der atmosphärischen Verdichtung etabliert hat, wendet sich hier von der fiktionalen Stilisierung ab und […]
[…]Abtasten gleichen, offenbart sich die ganze Tragweite der menschlichen Entfremdung, die der Krieg und der religiöse Hass hinterlassen haben. Historisch gesehen fungiert „Safe Exit“ als eine Art Korrektiv zur oft verkürzten medialen Berichterstattung über den Nahen Osten. Wo Nachrichtenbilder meist nur die Explosion und das unmittelbare Leid zeigen, interessiert sich […]