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[…]aus allen Teilen Europas völlig entwurzelt in DP-Lagern. Allein im Münchener Raum gab es mit Feldafing, St. Ottilien-Konvent, Landsberg und Föhrenwald vier solcher Lager. Föhrenwald bestand bis 1957 als jüdisches DP-Lager, mit einer autonomen Selbstverwaltung und galt für die deutschen Behörden nahezu als exterritoriales Gebiet. Die schrecklich traumatisierten Menschen übten […]
[…]damit das Grauen nach außen einbinden. Aber nur der Schriftsteller selbst setzt die Grenzen, doch dafür muss er frei sein. Und absolut frei und selbst bestimmt ist der Mensch jedoch nur im „Ausnahmezustand“. Und der ist mit dem Tod erreicht. Fazit Georges Batailles Blick geht tief in die Unterwelt des […]
[…]beitrugen, „die Frau hat die Aufgabe, schön zu sein und Kinder zur Welt zu bringen. Dafür sorgt der Mann für die Nahrung und wehrt den Feind ab.“ [3] Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus wurde auf die Mutterschaft reduziert, die fortdauernd als ideologisches Idealbild verherrlicht wurde. In der Propaganda des […]
[…]Synagoge und einen „Judenhof“ in Dresden nutzten. Er erfährt zudem vom ersten großen Autodafé nur 50 Jahre später, als „die“ Juden für das Wüten der Pest verantwortlich gemacht wurden. Geschildert wird weiterhin die Rolle von Juden als „Geldverleiher“ im 14. und 15. Jahrhundert sowie erneute Verfolgungen, die der Kurfürst deshalb […]
[…]Nathan Michelsohn konnte mit seiner Ehefrau Bernadine Michelsohn, geborene Seligmann, 1939 nach Südafrika emigrieren, wo er 1953 in Johannisburg verstorben ist. Seine Frau verstarb 1965 in Südafrika. Auf dem Hausberger Judenfriedhof erinnern zwei nebeneinander liegende Gedenkplatten an die Eheleute. Brief von Otto Michelsohn vom 10. April 1988 an die Stadt […]
[…]mit der für sie so wichtigen Einfühlung. Für sie ist Teresa von Avila eine authentische Zeugin dafür, dass ihr jüdischer Bruder Jesus der Auferstandene ist und nicht irgendein Hochstapler. So wird für Edith Stein Teresa von Avila zum Brückenschlag zwischen ihr und Jesus. Als sie das Buch zuschlagen will, findet […]
[…]an der Vorläufigkeit des Reichswirtschaftsrats nominell nichts geändert wurde, ist ein Indiz dafür, daß einer endgültigen ständischen Ordnung nicht vorgegriffen werden sollte[7]. Das Gesetz über den Vorläufigen Reichswirtschaftsrat wurde am 5. April 1933 ausgefertigt und verkündet (RGBl. 1933 I, S. 165). Gemäß Artikel I des Gesetzes endete „die Mitgliedschaft der […]
[…]zu Israel. Das Nachwirken der ‚antizionistischen‘ Agitation zu DDR-Zeiten dürfte dafür der Grund sein.“ (A. Pfahl-Traughber, Antisemitismus in der deutschen Geschichte, S. 145) Doch wie gesagt, für die heutige Diskussion ist dieser Punkt von großer Bedeutung. Der sekundäre Antisemitismus Das Phänomen des „sekundären Antisemitismus“ ist zuallererst eine Besonderheit in […]
[…]der Kirche und zentrale Glaubenswahrheiten. Millionen von Katholiken und auch Protestanten waren dafür dankbar. Doch Blitz und Donner beschränkten sich auf den Binnenraum der Kirche. Die Erschütterung endete abrupt an ihren Grenzen. Gleichwohl litten unter der Staatstyrannei alle Verfemten der Nazi-Ideologie, insbesondere das erste Volk Gottes. Weder der Alttestamentler Faulhaber, […]
[…]widerlegt hat. Dies ist auch die Ansicht Hans Magnus Enzensbergers, der sich wie kaum ein anderer dafür eingesetzt hat, dass die Dichterin den ihr gebührenden Platz in der deutschen Literatur findet. In einem 1963 veröffentlichten Aufsatz – also noch zu ihren Lebzeiten, weswegen er auch das Präsens verwendet, – hat […]
[…]im Dezember 1944 unter Hinweis auf zahlreiche Verdienste Herwarths gegenüber der Reichskanzlei dafür aus, „daß der Führer nach Kriegsende seine Deutschblütigkeit endgültig genehmigen“ sollte (Hans-Jürgen Döscher, Verschworene Gesellschaft. Das Auswärtige Amt unter Adenauer zwischen Neubeginn und Kontinuität, Berlin 1995, S. 117 f.). [73] Franz von Papen, Der Wahrheit eine Gasse, […]
[…]in England auf und floh von dort in die USA. Dort setzte sie ihr Engagement gegen Hitler fort; dafür wurde sie 1969 als “Gerechte unter den Völkern” geehrt. 1975 verstarb sie und wurde in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof in Wien beigesetzt. Doch nicht nur Autoren waren von der Verfolgung betroffen […]
[…]14. Abteilung des Innenministeriums vor, die Deportationen wieder aufzunehmen, und bereitete dafür vier Transporte mit jeweils 1.000 Menschen vor, die Ende April abgehen sollten. Die Regierung nahm das zur Kenntnis, willigte aber nicht ein – aus überzeugenden ökonomischen Motiven, an denen auch Innenminister Mach nicht vorbeikam. Er schlug darum Präsident […]
[…]die rein handwerklich nicht schlechter als die anderer waren, gelegentlich sogar besser, aber dafür war er nicht von der „Bewegung“ vorgesehen. Sein Sujet war der immer gleiche, martialisch-klobig ausgeführte Parteikämpfer, rasch aufs Papier geworfen, eben in dieser anspruchslosen Vorläufigkeit Sinnbild des rastlosen Aktionismus der NSDAP, in aller Regel noch mit […]
[…]des Pavel Čamrda“ bewarb. Vorsichtshalber tat sie es unter dem Pseudonym Lída Baarová. Dafür hatte sie sich den Namen eines prominenten Freundes ihrer Familie ausgeliehen, Jindřich Šimon Baar (1869–1925), der katholischer Geistlicher war und Autor von viel gelesenen Romanen aus den tschechischem Dorfleben. Die junge Schauspielerin bekam die Rolle, der […]
[…]zu sein scheint, Kritik an der amerikanischen und israelischen Politik zu üben. Ein Beispiel dafür ist Finkelsteins Aussage, „um Israels Druckmittel für Verhandlungen zu stärken, steigerte die Holocaust-Industrie ihre Produktionsrate.“[8] Vermutlich hielt der Autor diese Umschreibung für besonders gelungen, da sie verdeutlichen soll, dass die Vernichtung an den europäischen Juden […]
[…]Hitlers aus britischen Kriegsgefangenen gebildet wurde und vermutlich aus 6.000 arabischen und nordafrikanischen Muslimen bestand (Anton Maegerle/Heribert Schiedel), daneben gab es noch kleinere arabische SS-Einheiten. Die meisten muslimischen SS-Einheiten aber stammten vom Balkan. Am 10.02.1943 erlaubte Himmler die Aufstellung einer Waffen-SS-Einheit aus Muslimen vom Balkan. Insgesamt gab es bei der […]
[…]und eingesetzt in Funktionen („Ordonnanzoffizier“) und an Schauplätzen (Balkan, Nordafrika), wo ihm nicht viel passieren konnte. Nach Kriegsende wurde er 1945 verhaftet, kurz darauf wieder freigelassen. Er ging nach Österreich zurück und ließ sich in der Steiermark nieder. Schriftstellerisch versuchte er, an alte Erfolge und Erfolgsrezepte anzuknüpfen, nämlich auch den […]
[…]sollte sein! Wieder war es Herr Leiser, der sich mit allen Ältestenräten beim Kommandanten dafür ins Zeug legte – mit Erfolg! Mit der Genehmigung begann ein förmliches Rennen um den geeignetsten Platz. Später entstand dann die schönste Synagoge. Zwar darf von einer richtigen Synagoge oder einem Tempel nicht die Rede […]
[…]zu melden hätten, ohne Rücksicht auf Fieberhöhe und Witterung. Eberhard Kolb fand Beweise dafür, daß Jupp Weiss beim Lagerkommandanten gegen diese Anordnung protestierte, so daß dieser befahl, die Kranken sollten sich morgens vor dem Appell beim Arzt melden. Bekannt geworden sind auch die Bemühungen des noch stellvertretenden Judenältesten, durch Aufstocken […]