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Jerusalem – von Annette Grossbongardt u. a. (Hrsg.)

[…]Berechtigung setzen sich Politiker der EU und insbesondere in Deutschland Politiker der Grünen dafür ein, die historisch spirituell gewachsene Stadt Jerusalem zu teilen? Das vorgeschobene Friedensargument ist eine reine Luftblase. Eine Annexion beziehungsweise Besetzung Ost-Jerusalems erfolgte nach dem ersten Nahostkrieg durch Jordanien. Auch in dem Zusammenhang, dass Israel 1980 Jerusalem […]
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Kinder-KZs der kroatischen Ustaša-Terroristen im Zweiten Weltkrieg

[…]gegenwärtige Kroatien bemüht sich seit anderthalb Jahrzehnten um den EU-Beitritt, obwohl es die dafür nötigen Voraussetzungen nicht erfüllt. Laut den Kopenhagener Kriterien können nur solche Staaten der EU beitreten, die über eine funktionsfähige Marktwirtschaft und gefestigte Demokratie verfügen. Kroatien war im Spätherbst 2009 mit über 40 Milliarden Euro im Ausland […]
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Die Geschichte des Schlachters – von Helmut Walser Smith

[…]um die Ermittlungen fortzuführen. Doch auch dieses Vorgehen galt den Antisemiten als Beweis dafür, dass etwas vertuscht werden solle. Aufgehetzt durch antisemitische Artikel und immer neue Gerüchte gingen die Konitzer nun auch zur direkten Gewalt über. Die ersten Ausschreitungen richteten sich gegen das Haus der Lewys. Aber letztlich galt es […]
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Eine deutsche Misere?

[…]war ich Stipendiat der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung, vor der ich, die Gründe dafür sind vielfältig, aber auch aus Angst vor offener oder verdeckter Repression, meine linksradikalen und revolutionären Ansichten verdeckte. Jedoch hat mir das Versteckspiel am ZfA nichts genützt – im Gegenteil, ich hatte mich dadurch argumentativ selbst gefesselt und elementar […]

Die Gestapo nach 1945 – von Klaus-Michael Mallmann u. a. (Hrsg.)

[…]die Täter, wie sah die Hilfe aus und welche nachhaltigen unterstützenden Verbindungen sorgten dafür, dass die Täter ein unbeschwertes Leben führen konnten. Der zweite Teil mit dem Titel Konflikte beschäftigt sich mit dem gesellschaftlichen Selbstverständnis der Deutschen zu den NS-Verbrechen und Massenmördern und der hieraus folgenden Verjährungsdebatten für NS-Morde. Im […]
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Mythos Rommel? Kritik einer Verblödung

[…]Werk des polnischen Militärhistorikers Janusz Piekalkiewicz: Rommel und die Geheimdienste in Nordafrika 1941-1943 (1998). Rommels Planungen wurden vom englischen Nachrichtendienst entschlüsselt und unterlaufen. Wie reagierte der Feldherr darauf? Mit der typisch deutschen Hysterie: Verräter seien die Italiener gewesen. Solcher Schwachsinn wäre zu inszenieren gewesen: Ein Feldherr versteht nichts vom Nachrichtendienst. […]

Spielzeugland – von Jochen Alexander Freydank

[…]Menschen wird durch völlige Stille der Umstehenden vermittelt. Heinrichs Mutter entscheidet sich dafür, David als ihren Sohn Heinrich auszugeben und wenigstens den Jungen vor der Deportation zu retten, obgleich sie nicht wissen kann, ob sich nicht Heinrich in einem anderen Waggon befindet. Davids Eltern gehen anscheinend die gleichen Gedanken durch […]

„Politische Wissenschaft“ im Zweiten Weltkrieg − von Gideon Botsch

[…]entlassen und das 1934 geschaffene Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung dafür zuständig. Es sollte zur Ausland-Hochschule ausgebaut werden. In der Folgezeit entwickelten staatliche Bürokratie und Funktionäre der NSDAP jeweils ein an eigenen Vorstellungen ausgerichtetes Interesse an beiden wissenschaftlichen Einrichtungen. Nach mehrjährigen, kontrovers geführten Diskussionen über Inhalte und Ziele der […]
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Europäisches Appeasement und deutsche Aufrüstung 1933–1936

[…]sollte oder konnte damit nennenswerter Einfluss auf die deutsche Innenpolitik genommen werden. Dafür garantierte die Einhaltung der Abrüstungsbestimmungen des vielgeschmähten Vertrags, jede erneute deutsche Aggression in Zukunft praktisch unmöglich zu machen. Dies war fraglos ein Eingriff in die Souveränität des deutschen Staates, in Anbetracht eines von Deutschland initiierten Weltkrieges, der […]
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1938. Gewalt und Gleichgültigkeit

[…]die britische Mandatsmacht die Einwanderung nach Palästina empfindlich zu beschränken. Auslöser dafür war eine Welle der Gewalt seitens der arabischen Nationalbewegung. Vorwand für diesen sog. arabischen Aufstand waren gewalttätige und tödliche Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern im April 1936 gewesen. Der Grund der Gewalt war jedoch die finale Transformation des […]

Das deutsche Protektorat Böhmen und Mähren (1939–1945) und seine tschechischen Kollaborateure

[…]mehr, nicht für Deutsche und auch nicht für Tschechen. In gewisser Weise ist Hácha ein Beispiel dafür, dass die Grenzen zwischen „Kollaboration“ und „Widerstand“ fließend sind. Nur die „niederste“ Form von Kollaboration, die Denunziation, ist eindeutig auszumachen: Wer aus niederen Beweggründen dem Feind einen Mitmenschen ausliefert, indem er ihn wegen […]
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„Murka“ – Geschichte eines Liedes aus dem sowjetischen Untergrund

[…]und diesen Beschluss auch umgehend ausführen: „Du hast unsere Himbeere (Bande) verraten, nimm dafür eine Himbeere (Kugel)“. Murka ist eigentlich bei Russen ein beliebter Name für Katzen, und als das Lied in den 1920-er Jahren in Odessa aufkam, hieß es noch „Ljubka“ (Liebchen) und war auf eine „Mascha“ gemünzt. Als […]
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Das Glück hat mich umarmt – von Nejusch

[…]dieses Schweigen zu bezwingen wäre, gibt es nicht. Das Buch von Nejusch ist ein gutes Beispiel dafür. Ein deutscher Journalist, wäre er redlich, hätte nach der Lektüre von Nejuschs Buch geschrieben, dass die Autorin „mit uns“ abgerechnet hat. Ich habe auch diese Formulierung benutzt, ich bin aber eine Fremde, eine […]

Der Kreisauer Kreis: Zeitleiste

[…]anderen deutschen Regierung schließen würde, und ich antwortete, dass es eine Reihe von Gründen dafür gäbe, die dafür sprächen, daß er sehr wohl eine solche Stellung beziehen würde. Gewisse Reden und auch gewisse Handlungen deuteten in eine solche Richtung. (…)” (Zitiert nach Henrik Lindgren). 18. März Zweites Gespräch zwischen Trott […]

Die Machtergreifung – von Guido Knopp

[…]der nationalen Arbeit“ zugesteht. Am 1. Mai gehen sie stolz – einem riesigen Propagandafeldzug gleich – Seite an Seite mit den Nationalsozialisten. Nur einen Tag später werden die Gewerkschaften gleichgeschaltet und ihre Funktionäre verhaftet. Am 14. Juli 1933 gibt es im Deutschen Reich nur noch eine Partei. „Weimar war begraben, […]

Kunst der Propaganda – von Manuel Köppen u. a. (Hrsg.)

[…]deutlich, hatten hier eine besondere Funktion. Weniger für die aktuell politische Propaganda – dafür war die Wochenschau im Kino zuständig – als für die weltanschauliche. Der Film sollte seinen Beitrag dazu leisten, die „Volksgenossen“ im Sinne des Nationalsozialismus zu formen. „Kunst“, so Goebbels in der gleichen Rede, sei „immer Volkserziehung“ gewesen. Doch darüber […]
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Slowenen und Deutsche im Zweiten Weltkrieg

[…]daran denken, hier die Bekämpfung der Partisanen und die Befriedung der Slowenen zu kombinieren. Dafür musste er sich nur die slowenischen Klerikalen geneigt machen, denen politische Kräfte von allein folgen würden. Rainer knüpfte Kontakte zum slowenischen Bischof Gregorij Rožman (1883-1959), der den ex-Habsburger und ex-jugoslawischen General Leon Rupnik (1880-1946) mit […]

Deformation der Gesellschaft? – von Christian A. Braun u. a. (Hrsg.)

[…]führte zu einem übersteigerten Konkurrenzdenken zur Wehrmacht, in dem Schmidt eine Erklärung dafür sieht, »dass sich viele jüngere Polizeioffiziere im kommenden Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg als Kompanie- und Zugführer durch besondere Radikalität hervorgetan haben« (S. 21 f). Die Deformation der Militärelite erörtert Timm C. Richter. Er arbeitet heraus, dass der Erste […]
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„Hitlers willige Vollstrecker“ und die Goldhagen-Debatte in Deutschland

[…]derart gegen jedes rationale Verständnis von Arbeit und entsprechende Arbeitsweisen, daß es dafür in der Geschichte der modernen Industriegesellschaft keine und selbst in der Geschichte der Sklavenhaltergesellschaften kaum Parallelen gibt. Sie war ein integraler Bestandteil des Vernichtungsprozesses.“ (ebda., S. 376, 377) Zum Abschluss geht Goldhagen auf die Todesmärsche ein. Spätestens […]
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