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Aktueller Rückblick auf politischen Optimismus und Pessimismus bei Francis Fukuyama, Alexandre Kojève und Walter Benjamin (1939 – 1989 – … heute) Als der bis dahin außerhalb ganz enger Fachkreise in den USA unbekannte amerikanische Politologe Francis Fukuyama schon im Sommer 1989 das „Ende der Geschichte“ prophezeite, bekam er fast nur […]
In der Bundesrepublik Deutschland ist historische Verantwortung ein fester Bestandteil des politischen Selbstverständnisses. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit hat die politische Kultur des Landes tiefer geprägt als jedes andere Thema. Sie ist der Grund für das Grundgesetz in seiner jetzigen Form, für die außenpolitische Orientierung der Nachkriegszeit und für […]
Bilder sind mächtiger als Argumente. Das ist keine These. Es ist eine empirische Beobachtung, die sich durch die gesamte Geschichte der Massenkommunikation zieht. Wer kontrolliert, welche Bilder eine Gesellschaft sieht, kontrolliert einen wesentlichen Teil dessen, was diese Gesellschaft für wahr, für normal und für akzeptabel hält. Nirgends wurde diese Macht […]
Erinnerungsarbeit geschieht nicht von selbst. Sie braucht Institutionen, die sie tragen, Menschen, die sie gestalten, und eine Öffentlichkeit, die bereit ist, sich ihr auszusetzen. Und sie braucht Kommunikation, denn Erinnerung, die unsichtbar bleibt, ist gesellschaftlich wirkungslos. Die Geschichte der zivilgesellschaftlichen Erinnerungsarbeit in Deutschland ist daher immer auch eine Geschichte der […]
Im Jahr 2024 startete das Projekt Shoah Stories mit kurzen Videos, die Holocaust-Education in die visuelle Sprache sozialer Medien übersetzen. Die Reaktionen waren gespalten. Die einen sahen darin einen überfälligen Schritt, die Erinnerung an den Holocaust in die Lebenswelt junger Menschen zu tragen. Die anderen sahen eine Trivialisierung, die das […]
Gedenkstätten stehen vor einem Paradox. Sie bewahren die Erinnerung an das Schlimmste, was Menschen einander angetan haben, und sie müssen gleichzeitig Menschen dazu bringen, freiwillig dorthin zu kommen. Sie dürfen nicht verharmlosen, nicht überwältigen, nicht moralisieren, und sie sollen trotzdem wirken. Dieses Spannungsfeld ist nicht neu. Aber es hat sich […]
Die Berlinale 2026 markiert einen Wendepunkt für das politische Kino des Nahen Ostens, und kaum ein Werk verdeutlicht dies eindringlicher als Abdallah Al-Khatibs Spielfilmdebüt Chronicles From the Siege. Nachdem Al-Khatib mit seiner preisgekrönten Dokumentation Little Palestine, Diary of a Siege (2021) die Weltöffentlichkeit erschütterte, kehrt er nun mit einer […]
Es gibt Momente im Kino, in denen die Stille nach dem Abspann schwerer wiegt als die Bilder zuvor. Auf der Berlinale 2026 hat ein Dokumentarfilm dieses Phänomen eindrucksvoll heraufbeschworen. „Who Killed Alex Odeh?“, die lang erwartete Untersuchung von Jason Osder und William Lafi Youmans, widmet sich einem der dunkelsten […]
Die 76. Berlinale präsentiert in diesem Jahr mit „Hangar rojo“ (The Red Hangar) ein Werk, das sich mit einer fast seismografischen Präzision den Erschütterungen der chilenischen Geschichte widmet. Regisseur Juan Pablo Sallato, der sich bereits einen Namen als profilierter Dokumentarfilmer gemacht hat, wählt für seinen ersten großen Spielfilm einen […]
Es gibt Momente im Kino, in denen der Lärm der Weltpolitik und die erhitzten Debatten des Alltags für einen Augenblick verstummen und Platz machen für eine tiefe, fast schmerzhafte Menschlichkeit. Ein solcher Moment ist die Premiere von „Where To?“ (Originaltitel: „Anu Le’an?“), dem Spielfilmdebüt des israelischen Regisseurs Assaf Machnes. […]