Stuckart, Wilhelm (1902–1953)

Staatssekretär des Innern 1935-1945 und Architekt der Judengesetzgebung

Wilhelm Stuckart wurde am 16. November 1902 in Wiesbaden als Sohn eines Eisenbahners geboren. Am staatlichen Gymnasium Wiesbaden bestand er die Reifeprüfung. Die schulische Laufbahn beendete er mit dem Abschluss des Abiturs am staatlichen Gymnasium in Wiesbaden. Danach trat er dem “Freikorps Epp” in München bei. Während des zweisemestrigen Jurastudiums im Jahre 1922 schloss er sich den “Vaterländischen Verbänden” Bayerns an. Gegen Ende des Jahres 1922 kam er erstmals in Kontakt mit der NSDAP. Auf einer nationalistischen Veranstaltung trug er sich in eine Mitgliederliste ein. Darauf erfolgte aber keine Reaktion. 1923 nahm er am passiven Widerstand im besetzten Ruhrgebiet teil. Zweimal kam es dabei zu Verhaftung en aufgrund oppositioneller Aktivitäten durch die französischen Besatzungsbehörden. Anschließend ging er nach Frankfurt/Main wo er (mit Unterbrechungen als Werkstudent) 1926 sein Prädikatsexamen ablegte. Politisch stand er zunächst der DNVP, bald aber wieder der NSDAP, nahe. Besonders das Sozialprogramm schätzte Stuckart an den Nazis. Obwohl er kein Parteimitglied war, wurde er 1926 Rechtsberater der NSDAP in Wiesbaden. 1927 promovierte er magna cum laude mit dem Thema “Erklärung an die …ffentlichkeit, insbesondere die Anmeldung zum Handelsregister”. In der grossen großen juristischen Staatsprüfung 1930 erreichte er die – damals nicht gerade häufig verteilte – Note ‘gut’. Vom November 1926 an arbeitete er als Gerichtsassessor; im Dezember 1930 übernahm er das Amt des Zivilrichters in Rüdesheim, im März 1931 dann in Wiesbaden. Seit dem 1. Dezember 1930 war er Mtiglied Mitglied des “Kampfbundes für deutsche Kultur”. Wegen seiner politischen Überzeugung sowie wegen Begünstigung eines nationalsozialistischen Agitators wurde er im Februar 1932 vom Richteramt suspendiert. Dabei war er noch immer kein NSDAP-Mitglied. Nach der Entlassung aus dem Staatsdienst zog er nach Stettin und liess ließ sich dort als Rechtsanwalt nieder. Dort übernahm er die juristische Vertretung von SA- und SS-Schlägern. Der offizielle Beitritt zur NSDAP erfolgte erst am 1. April 1932. Stuckart erhielt die hohe Mitgliedsnummer 1.032.214. Im Laufe der Zeit wurde ihm klar, wie wichtig eine mäglichst niedrige Nummer war. Er wies der Gauleitung Wiesbaden nach, dass er bei seiner Parteiaufnahme – mit Wissen des damaligen Kreisleiters – den Mädchennamen seiner Mutter als Deckname benutzt hatte. Der Grund dafür war das damals gültige Parteienverbot für preussische preußische Beamte. Nach der Machtübernahme 1933 setzte er bei der Parteileitung in München durch, dass seine hohe Mitgliedsnummer gegen die niedrigere Nummer seiner Mutter getauscht wurde. Als Eintrittsdatum wurde ihm nun der 1. Dezember 1930 der Tag des Beitritts zum “Kampfund für deutsche Kultur”) zugesprochen. Seine Mitgliedsnummer lautete nun 378.144. Einige Zeit später fiel ihm seine Unterschrift aus dem Jahr 1922 ein. Allerdings fehlte ein mägliches Beweispapier und er unterliess es, diese Sache weiter zu verfolgen. 1932 erfolgte der Eintritt in die SA. In Pommern übernahm er – als Rechtsanwalt und Rechtsrefernt der SA – den Rechtsschutz von SA und SS. Er schaffte es zum Leiter der Rechtsstelle des Gaues Pommern und war gleichzeitig Rechtsreferent des SA-Untergaues Pommern West. Darüber hinaus bekleidete er die €mter des Gauführers Pommern des “Bundes NS-Deutscher Juristen” sowie des Leiters der “Lügenabwehrstelle des NSDAP-Gaues Pommern”. Zum Gauobmann des “Bundes NS-Deutscher Juristen” wurde er ebenfalls berufen. Im Jahre 1933 schaffte er für die NSDAP den Einzug in den Landtag in Pommern. Im März/April 1933 war er für kurze Zeit Kommissarischer Oberbürgermeister von Stettin. Es ist nicht klar ersichtlich, weshalb er sich dort nicht halten konnte. Mäglicherweise fühlte er sich zu Höherem berufen; vielleicht war er auch dem Grabenkrieg der lokalen Parteigenossen nicht gewachsen [1]. Am 15. Mai 1933 wurde Stuckart – im Zuge der nationalsozialistischen †bernahme hoher Beamtenstellen – als kommissarischer Ministerialdirektor im preussischen preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Volksbildung (MfWKuV) mit der Leitung der Abteilung für Unterricht und Erziehung betraut. Am 30. Juni 1933 ernannte man ihn zum Staatssekretär des Reichswissenschaftsministerium, und er wurde mit der internen Leitung des preussischen Ministeriums sowie mit der Vertretung des Ministers Rust beauftragt. Darüber hinaus wurde er von Göring zum stellvertretenden Bevollmächtigten Preussens Preußens für den Reichsrat berufen ( dies stellte eine Ehrenernennung und besondere Auszeichnung dar). Wilhelm Stuckart eckte mit seiner “korrekten” Art im Ministerium, aber auch als Vorgesetzter, an. Er war ein guter Jurist, der die gesetzlichen Vorschriften nicht einfach übersah und befasste sich ausserdem außerdem eingehend mit Korruptionsfällen. Wegen andauernder persönlicher und sachlicher Differenzen mit Minister Rust geriet er in grosse große Schwierigkeiten, nachdem er sich einer von Rust erstrebten Neugliederung des Ministeriums widersetzte. Als er beim Aufbau des Reichsministeriums im August 1934 eine gesetzwidrige Verfügung seines Ministers nicht sofort in Kraft setzte, sondern rechtliche Bedenke erhob und dazu noch eine Vorlage beim preussischen preußischen Ministerpräsidenten verlangte, liess ließ Minister Rust ihn faktisch am 15. September, formell am 14. November 1934, in den einstweiligen Ruhestand versetzen [2]. Stuckart fand wegen der eindeutigen Rechtslage mehrere Helfer; sogar Hitler soll sich zu seinem Gunsten eingesetzt haben. Im Jahre 1935 befasste sich Stuckart u.a. mit der evangelischen Kirchenfrage in Deutschland. Am 29. Januar wurde er von Hitler empfangen [3] . Dabei ging es um einem Vortag über seine umfangreiche Denkschrift vom 21/1 über eine Läsung der evangelischen Kirchenfrage. Stuckart befürwortete die Schaffung einer allein zuständigen Stelle für Staatskirchenfragen, was eine Umwandlung der Deutschen Evangelischen Kirche in eine Staatskirche gleich kam.. Nach dieser Besprechung am 29/1 hatte Staatssekretär Stuckart, die von ihm verfassten Gesetzentwürfe nochmals erarbeitet und der Reichskanzlei zugesandt [4]. Diese verbesserten Entwürfe Stuckarts wurden dann von der Reichskanzlei dem Reichsminister der Innern zur Kenntnisnahme übersandt. Hitler hatte sich offenbar die Grundüberzeugungen Stuckarts weithin zu eigen gemacht [5]. Zum 1. Februar 1935 wurde Wilhelm Stuckart, mit Hitlers persönlicher Unterstützung,[6], kurzzeitig als Oberlandesgerichtspräsident in Darmstadt eingesetzt. Er trat dort allerdings seinen Dienst nicht an, weil er von Innenminister Frick (selbst Jurist und zur Gedankenwelt Stuckarts neigend) zum Leiter der wichtigen Abteilung I [Politik, Polizei, Verfassung, Verwaltung und Beamtentum] im Reichs- und preussischen preußischen Ministerium des Innern [7] berufen wurde. Stuckarts Arbeitsgebiet sollte namentlich Verfassung und Verwaltung umfassen, inklusive Volkszugehärigkeits-, Grenzziehungs- und Judenangelegenheiten. Am 11. März 1935 trat er seinen Dienst an. Er bekam ordnungsgemäss ordnungsgemäß und haushaltsrechtlich wieder die Dienststelle eines Ministerialdirektors, durfte aber ehrenhalber den Titel eines Staatssekretärs weiter führen und erhielt auch die entsprechenden Bezüge [8]. Stuckart besass besaß keine nennenswerte eigene Verwaltungserfahrung, aber er wurde wegen seiner nationalsozialistischen Gesinnung sowie seiner politischen Verdienste während der “Kampfzeit” als qualifiziert betrachtet Er arbeitete sich rasch und zielstrebig ein und galt seinen Untergebenen als Mann von “grosser großer Tatkraft” und von ganz anderem Format als die Dutzendware der Emporkömmlinge [9]. Eine Reihe von internen Denkschriften und externen Veröffentlichungen [10] zeigt seine kritische Reflexion hinsichtlich der Grundzüge einer spezifischen nationalsozialistischen Verwaltungsreform, die – gegründet auf einer starken Zentralgewalt – stark genug sei, sich vor den übergriffen von Gauleitern und anderen Parteigrössen Parteigräßen wehren zu kännen. Den immer neuen Sonderbehärden sollte mit durchgehenden Instanzenzügen entgegengewirkt werden (so weit ihm in Hitlers Massnahmenstaat Maßnahmenstaat möglich war). Immerhin: Stuckart ist zu Recht als ‘Gralshüter des Prinzips der Einheit der Verwaltung’ bezeichnet worden. Am 12. September 1935 liess ließ Hitler für den 15/9 eine kurzfristige, ausserordentliche außerordentliche Reichstagssitzung zur Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung (ursprünglich nur um ein Flaggengesetz beschliessen beschließen zu lassen) in Nürnberg einberufen. [11]. Am 13. September 1939 kam es zwischen Hitler und Goebbels u. a. über die neuen Gesetze (bezügl. der Juden) zum Streit. Hitler änderte seine Position zur Judenpolitik vällig, die aggressive Parteifraktion trieb ihn an die Spitze der antijüdischen Aktion. Ausserdem Außerdem befreite ihn diese Pression aus einer Verlegenheit: der Reichstag war nach Nürnberg einberufen worden, hatte aber – abgesehen von einem Flaggengesetz – praktisch kein Programm. Nun gab es ein Programm: die Judengesetze! Er erteilte den Auftrag, diese sofort zu entwerfen. Die Rassereferenten im Berliner Reichsinnenministerium wurden eiligst nach Nürnberg beordert [12]. Dort hatten bereits hohe Beamte dieses Innenministeriums (darunter Stuckart) angefangen, die erste Umrisse eines Gesetzenwurfes Gesetzentwurfes zu skizzieren [13]. Am 14. September 1935 hatte Hitler, gegen Mitternacht, vier Entwürfe zu einem Judengesetz: ein scharfes Gesetz (A), zwei Zwischenfassungen (B und C) und ein mildes (D). Zusätzlich hatte Hitler noch den Text eines Reichsbürgergesetzes gefordert, welches ihm buchstäblich sofort vorzulegen sei. Die in der Nacht und morgens zustande gekommenen Gesetzesentwürfe, wurden – angefertigt von übermüdeten Beamten, nervlich und körperlich am Ende – mit Hitler beraten. Die ungenügende Sachkenntnis Fricks, der es sich wünschte, bei seinen Vorträgen vor Hitler allein – und nicht von seinen Referenten begleitet – zu reden, verlangsamte diese Beratungen.[14]. Am 15. September 1935 um 02.30 Uhr früh stimmte Hitler dem Entwurf eines Reichsbürgergesetzes zu. Reichsbürger seien nur Staatsangehörige “deutschen oder artverwandten Blutes”; Staatsangehöriger ist, wer dem Schutzverband des Deutschen Reiches angehört. Nichtarier kännten also Staatsangehörige, aber nicht Reichsbürger sein [15]. Um 20 Uhr fand im Grossen Saal des Nürnberger Kulturvereins die 6. Sitzung des Reichstags mit einer Rede Hitlers statt. Dabei wurden die ‘Nürnberger Gesetze’ verabschiedet: das Reichsflaggengesetz, das Reichsbürgergesetz und das “Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre”. Vom zuletzt genannten hat Hitler die relativ milde Fassung D von Lösener/Stuckart (siehe oben) der vier Entwürfe gewählt. Er hatte aber den entscheidenden Satz “Dieses Gesetz gilt nur für Volljuden” gestrichen. Dieser von Lösener oder Stuckart [16] formulierte Satz war dazu bestimmt, sog. Mischlinge aus dem Gesetz auszuschliessen auszuschließen [17]. Damit wurde also bewusst offen gelassen, wer denn als Jude zu gelten hatte. Verhandlungen darüber im NSDAP-Verbindungsstab (eine Art Schleuse für den Geschäftsverkehr zwischen Parteidienststellen einerseits und Reichsministerien/Reichskanzlei andererseits) zogen sich bis Anfang November hin. Hervorragende Verwaltungsjuristen hatten dann das proklamierte Gesetz in bürokratisch praktikabele praktikable Normen verwandelt. Nach langem Schwanken Hitlers wurde ein Lösungsvorschlag Stuckarts vom 6/11 [18] endlich am 7/11 vom Führer gebilligt [19]. Am 24. September hielt Hitler eine Rede auf der Führertagung der Reichs- und Gauleiter in München; er behandelte geplante Ausführungbestimmungen zum Reichsbürgergesetz mit der Bemerkung, dass es noch der Klärung einiger Punkte bedurfte [20]. Am 14. November 1935 unterzeichnete Hitler die erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz. Als Reichsbürger galt nur (siehe oben) der Staatsangehörige “deutschen oder artverwandten Blutes”. Juden konnten keine Reichsbürger sein, besaßen kein Stimmrecht und konnten kein äffentliches Amt bekleiden. Jude sei, wer von mindestens drei “der Rasse nach” volljüdischen Grosseltern abstammte oder von zwei Grosseltern die der jüdischen Religionsgemeinschaft angehärten. Mischling sei, wer von einem oder zwei “der Rasse nach” volljüdischen Grosseltern abstammte. Die Grundkriterien für die Klassifikation eines Menschen waren hiermit geliefert; eine Klassifikation, die meist zum Tode führte [21]. Hitler unterzeichnete noch am selben Tag die erste Verordnung zum “Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre”: Ehen zwischen Juden und Mischlingen sowie zwischen Mischlingen sind verboten [22]. Stuckart beteiligte sich in enger Zusammenarbeit mit Hans Globke an der Formulierung und Vorlage von Hitlers Nürnberger Gesetzen, durch die das deutsche Judentum von der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurde. Keines der wichtigen Rassengesetze war ohne seine aktive und faktische Beteiligung zustande gekommen und die meisten Durchführungsverordnungen (insgesamt gab es davon 13, die letzte wurde am 1. Juli 1943 veröffentlicht) trugen seine Unterschrift [23]. Stuckart berief am 29. September 1936 eine Konferenz hochrangiger Beamter um Empfehlungen für ein Ministertreffen zu der Frage auszuarbeiten, welche antijüdischen Massnahmen Maßnahmen zu treffen waren. Man war sich einig: das grundlegende Ziel wäre jetzt die ‘vollständige Auswanderung’ der Juden, die letzten Endes auch zwangsweise durchzuführen sei (d.h. notfalls zu vertreiben) [24]. Stuckart war anfänglich kein radikaler Antisemit oder Scharfmacher, aber er teilte die antisemitischen Vorstellungen des Nationalsozialismus. Er hat nach dem Krieg behauptet, dass er bei der überhasteten Formulierung der Rassengesetze, während des Parteitages, durch geschickte Argumente den radikalen Forderungen der Partei entgegengewirkt hatte. Seiner Argumentation zufolge hatte er die normative Fixierung, der den Juden auferlegten Einschränkung verstärkt und mäglichst viele Einzelheiten der Praxis festgelegt, um auf diese Weise die den Juden verbliebenen Rechte zu sichern. So blieb es zwar Unrecht, aber es war berechenbares Unrecht: Leichter zu ertragen als eine vällig unberechenbare Willkür. Vom totalen Schrecken der Shoa/Endlösung konnte man 1935 noch nichts ahnen. Die Nürnberger Gesetze waren nicht ein Glied in der Kette des aussernormativen Terrors, sondern hatten ihn vielmehr vorübergehend unterbrochen. Aber auch das war 1935 nicht vorauszusehen [25] Stuckarts Verteidigung nach dem Kriege klingt zwar nach Schutzbehauptung, ist aber nicht unglaubhaft. Zusammen mit Hans Globke hatte er einen massgeblichen maßgeblichen Kommentar zu dieser Gesetzgebung verfasst, die 1936 unter dem Titel ‘Kommentare zur deutschen Rassengesetzgebung’ erschienen ist. Der Kommentar von Stuckart/Globke erwies sich als weit günstiger für einen grossen großen Kreis der vom Gesetz betroffenen, als sämtliche anderen zeitgenässischen Kommentierungen. Stuckart hat auch in den folgenden Jahre geholfen, die von Parteikreisen geforderte Gleichstellung von Volljuden und Mischlingen zu unterlaufen. Er verwies dabei auf den unendlichen Verwaltungsaufwand, der die praktische Durchführung zur Bereinigung der Mischehen- und Mischlingsfragen mit sich bringen würde. Des Weiteren widersetzte er sich vehement gegen eine Deportation der jüdischen Mischlingen z. B. nach Palästina oder Madagaskar [26]. Im Laufe der Zeit radikalisierte sich sein Antisemitismus. Betrachtete er anfänglich die Juden als ‘andersartig, nicht aber anderswertig’, so beschrieb er sie später als ‘rassisch minderbewertet’. 1942 begrüsste begrüßte er die Judenvernichtung aufgrund der angeblichen jüdischen ‘Minderwertigkeit’ und 1943 schrieb er, dass die Judenfrage erst geläst sei, ‘wenn die Juden aus dem deutsch-europäischen Machtbereich restlos entfernt sind’[27]. Stuckart wurde Mitglied der Akademie für Deutsches Recht, der er ab 1936 sogar im Präsidium angehärte. Darüber hinaus bekleidete er das Amt des Vorsitzenden des Ausschusses für Verwaltungsrecht. Im März 1936 wurde er Vorsitzender des “Reichsausschusses zum Schutze des deutschen Blutes”. Nebenamtlich war Stuckart auch Hauptstellenleiter im Reichsrechtsamt der NSDAP. Stuckart war ein theoretisch wie praktisch ausgewiesener Staatsrechtsspezialist und verfasste mehrere Werke über die NS-Rechtstheorie. Er vertrat dabei immer einen mittleren, normativen Standpunkt. Mit seinem umfangreichen Schrifttum stellte er die ‘herrschende Meinung’ her, die mindestens genauso massgebend maßgebend wie der Gesetzestext selbst war. Und ähnlich, wie bei seinem Minister Frick (RMI), bemühte sich Stuckart wiederholt, die Rechtsnormen des NS-Staates gegen die Willkür einzelner NS-Grössen zu bewahren. Eine Beförderung wurde fällig, als Stuckart 1938 an der verwaltungsmässigen Eingliederung des ehemaligen Österreichs ins Deutsche Reich mitarbeitete. Hitler zeigte sich beeindruckt von seiner Reise nach Wien; ausländische Zeitungen sprachen schon von einem Anschluss als fait accompli und Hitler wünschte keine halben Massnahmen Maßnahmen. Stuckart wurde dazu am 12/3 eiligst informiert und von Berlin nach Linz beordert. Ehe er am Mittag des 13/3 nach Wien flog, hatte er den ersten Gesetzesentwurf bereits ausgearbeitet! Noch am selben Tag wurde der Anschluss, der am Abend zuvor noch gar nicht beabsichtigt war, vollendet. Stuckart wurde danach wegen seiner Arbeit am 1. April 1938 zum Staatssekretär im Bereich des Reichs- und Preussischen Ministerium des Innern befärdert. Damit wurde ihm auch formell die wirkliche Staatssekretärwürde bzw. der Staatssekretärtitel verliehen [28]. Wilhelm Stuckart war ausserdem außerdem seit dem 13. September 1936 ein loyaler SS-Mann. Er verfügte als Staatssekretär, in einem von Hitler wenig geachteten Ministerium, über keine Hausmacht und hatte zum Innersten der Macht keinen unmittelbaren Zugang. So ergab es sich fast zwangsläufig, dass er Rückhalt bei der SS suchte, nachdem Himmler ihn beim Parteitag 1936 spontan in seinen Orden aufnahm und sogar direkt zum Standartenführer ernannte. Rasche Beförderungen folgten: 1937 Oberführer, 1939 Brigadeführer, 1942 Gruppenführer, 1944 SS-Obergruppenführer. Es waren zwar nur Ehrenränge, aber sie vergrässerten vergrößerten doch sein Ansehen. Immer wieder versuchte Stuckart, auf den Reichsführer-SS Einfluss zu nehmen[29]. Er konnte aber im November 1941 nicht verindern verhindern, dass Himmler den Einfluss seines Innemministeriums Innenministeriums in der ‘Judenfrage’ zurückdrängte [30]; Himmler stellte die treibende Kraft der Endlösung dar und daran konnte Stuckart nicht das geringste ändern. Stuckart hatte sich also massgeblich maßgeblich an der Rassengesetzgebung 1935, an den rechtstechnischen Vorbereitungen beim Anschluss Österreichs 1938, bei der Eingliederung des Sudetenlandes, Memels, Danzigs, an der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren und an der Verwaltung der Ostgebieten beteiligt. Er war Leiter der Hauptämter für Böhmen/Mähren und für Norwegen, Chef des Hauptamtes für die Südostgebiete, Elsass-Lothringen, Luxemburg und den Bjalystoker Bezirk. Auch wurde er von Frick zum Stabschef beim ‘Bevollmächtigten für die Reichsverwaltung’ ernannt. In dieser Funktion war er mit der Gleichschaltung der besetzten Gebiete mit dem Reich befasst [31]. Am 20. Januar 1939 erhielt er das Goldene Parteiabzeichen. Am 5. Oktober 1939 beauftragte ihn Hitler damit, unverzüglich einen Entwurf für die Errichtung einer Zivilverwaltung in Danzig‑Westpreussen Westpreußen auszuarbeiten. Kurz darauf entschloss sich Hitler, alle fraglichen Gebiete gleichzeitig vorzunehmen und wünschte das gesamte Gebiet, dass er mit dem Reich vereinigen wollte, auf einen Schlag einzugliedern. Stuckart erhielt den Auftrag, Vorschläge für eine ‘Gliederung und Verwaltung der Ostgebiete’ auszuarbeiten [32]. Am 6. Oktober 1939 wurde Stuckart mit der Ausarbeitung von Erlassen über die Verwaltung in den deutschbesetzten Gebieten Polens beauftragt. Innerhalb von zwei Tagen wurden, improvisiert und überhastet, zwei Erlasse entworfen und Hitler am 8/10 vorgetragen; dies kann man als typische Produkte verfassungspolitischer Improvisation bezeichnen[33]. Am 17. Oktober 1939 erfolgte ein ausführliches Gespräch Hitlers mit dem Chef des OKW, Keitel, über die künftige Gestaltung der polnischen Verhältnisse zu Deutschland. Auch Himmler, Hans Frank, Forster, Greiser, Hess, Lammers und Stuckart waren anwesend. Hitler offenbarte die Grundzüge seines brutalen Weltanschauungskrieges und Volkstumskampfes: Polen als Arbeiterquelle und als mägliches Aufmarschgebiet für Deutschland im Falle einer Auseinandersetzung mit der Sowjetunion; der polnischen Bevälkerung sollten dabei nur geringe Lebensmäglichkeiten gegeben werden. Die Durchführung dieser Pläne gestattete keine gesetzliche Bindungen [34]. Am 25. September 1940 erfolgten Besprechungen Hitlers mit Bürckel, Robert Wagner, Lammers, Bormann und Stuckart. Hitler betonte, dass erst an die Einführung des Reichsrechts in den neuen Westgebiete zu denken sei, wenn dort ähnliche Verhältnisse geschaffen worden waren, wie im Altreich, sprich nach einer längeren Übergangsperiode. Für Polen wäre ein besonderes Strafrecht zu schaffen, inklusive der Prügelstrafe. Hitler erklärte noch einmal seine Grundsätze und die Berliner Zentralinstanzen hatten sich aus den neuen Gebieten herauszuhalten [35]. Stuckart war bei diesen Besprechungen anwesend. Er wusste also genau, was geplant war und er war an allen gesetzlichen Massnahmen Maßnahmen beteiligt, die daraus erfolgten. Seine Niederschriften der Pläne und Berichte trugen die Prägung juristischer Gedanken, die klar, einfach und technisch nüchtern waren, ohne die problematische Vielschichtigkeit der Verwaltungspraxis sonderlich zu achten [36]. Stuckart war dabei die einflussreichste Persänlichkeit im RMI. Die häufigsten Initiativen gingen auf ihn zurück. Minister Frick, der von Hitler immer mehr vernachlässigt wurde und kaum mehr Vertrauen genoß genoss, zog sich allmäglich allmählich zurück und überließ alles seinem Schicksal.[37]. Stuckarts brennender Ehrgeiz kompensierte die politisch schwache Stellung seines Reichsministers zumindest etwas. Seine Tätigkeiten im Ministerium ergeben dennoch zahlreiche Widersprüche: war er ein Verrauensmann Hitlers, ein Exponent Himmlers, oder der Anwalt preussischer preußischer Verwaltungstraditionen? War er der Helfer bei der juristischen Exegese und Vollstreckung der NS-Rassenpolitik, oder ein partieller Gegenspieler der SS? War er der führende Theoretiker und Ideologe einer NS-Verwaltungsreform oder womäglich sogar ihr stärkster Gegner ? Nichts von dem war er ganz, von allem hatte er etwas. Eine Biographie Stuckarts kännte diese und andere Fragen womäglich beantworten, sie gibt es bis heute (2006) nicht. Der Historiker Hans-Christian Jasch arbeitet gegenwärtig an einer rechtshistorischen Arbeit über Stuckart. Diese wird wahrscheinlich 2007 oder 2008 publiziert werden. Ab Kriegsbeginn war Stuckart Mitglied im Generalrat von Görings Vierjahresplanbehärde. Hitler weigerte sich am 24. Mai 1940, einer von Frick vorgetragenen Bitte Stuckarts zu entsprechen. Dieser wollte von seinen Dienstgeschäften entbunden werden und für den Dienst an der Waffe in der Wehrmacht freigestellt werden. Hitler bezeichnete Stuckart als “unersetzlich” und ordnete an, dass Stuckart aus der Tatsache, dass dieser nicht mit der Waffe habe dienen kännen, nicht benachteiligt werden dürfe. Stuckart wiederholte seine Bitte noch drei Mal: im September 1941, im Mai 1943 und im September 1943, aber jedesmal jedes Mal weigerte sich Hitler Stuckarts Wünschen zu entsprechen. Seine Beweggründe dazu blieben offen: ist es ein Streben nach militärischem Ruhm oder ein Verlangen, sich weiterer politischen Verantwortung zu entledigen [38]? Am 20. Januar 1942 nahm Stuckart an der sogenannten so genannten Wannseekonferenz [39] teil, auf der die Pläne für eine “Endlösung der Judenfrage” besprochen wurden. Fünfzehn hochrangige Vertreter von Reichsbehärden und Parteidienststellen kamen unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Heydrich im damaligen Gästehaus der Sipo/des SD am Grossen Wannsee Nr. 56/8 in Berlin zusammen, um die Zusammenarbeit aller Instanzen sicherzustellen. Die Gruppen der Juden sollten definiert, die Zuständigkeiten geklärt, die Massnahmen Maßnahmen koordiniert und räumlich/zeitlich festgelegt werden. Das Protokoll war schleierhaft formuliert, die tatsächliche Sprache war unmissverständlich: es wurde von “Toten” und “Eliminieren und Vernichten” gesprochen [40]. Übrigens: die beabsichtigte Klärung aller Zuständigkeiten der betroffenen Personenkreise setzte eine wirkliche Beschlussfassung der Endlösung voraus. Es ist undenkbar, dass eine solche Entscheidung durch diese untergeordneten Personen gefasst wurde. Stuckart beschäftigte sich mit den von Heydrich vorgebrachten Vorschlägen bez. der Mischlinge, die er – weil mit einer allzu beträchtlichen Menge an bürokratischer Arbeit verbunden – als zu unpraktikabel abwies. Er schlug deshalb vor, die Zwangsscheidung von Mischehen gesetzlich vorzuschreiben und alle Mischlinge ersten Grades sterilisieren zu lassen [41] und benutzte dabei “unparagraphenmässige” keine juristischen, sondern unverblümte Worte [42]. Eine Einigung hierüber wurde aber nicht erreicht und auf Folgekonferenzen vertagt. Diese fanden am 6. März und 27. Oktober 1942 statt. Stuckarts Vorschläge über Zwangssterilisation und Zwangsscheidung wurden bis Kriegsende aufgeschoben. Offenbar gab auch es Hinweise, dass Hitler während des Krieges keine Entscheidung treffen wollte [43]. Nach Angaben von Stuckarts Untergebenen nach dem Kriege hatte dieser, seine als Kompromiss-Vorschläge gemeinten Zwangsmassnahmen, mit dem Hintergrund gemacht, dass dies zumindest während des Krieges nicht realisierbar sei. Damit hätte er die Deportation und Ermordung dieser Mischlingsgruppe verhindert[44]. Allerdings wurde nach dem Kriege so manches ganz anders betrachtet. Im Februar 1942 kam es zwischen Himmler und Stuckart zu einer Auseinandersetzung über die Organisation der inneren Verwaltung. Himmler hatte die mangelnde Kooperation zwischen Landratsämtern und Gesundheitsbehörden konstatiert und er forderte Stuckart auf, die Gesundheitsämter aus den Landratsämtern auszugliedern. Wilhelm Stuckart wehrte sich jedoch zugunsten der Einheitlichkeit der Verwaltung dagegen [45]. Eine Reaktion Stuckarts über das Verhältnis von Zentralgewalt und Verwaltungseinheit enthielt seine systemkonforme Kritik: Sprache und Argumentation folgten der herrschende Ideologie. Sein Urteil über die Organisationsprinzipien und die Praxis der NS-Verwaltungsreform fiel vernichtend aus [46]. Ein Versuch Anfang 1942, Hitler direkt zu beeinflussen um ihn von einer vorübergehenden Entlastung von Regierungs- und Verwaltungsgeschäften zu überreden, misslang. Begründet war dies damit, “seine Arbeitslast zu verringern”. Nachdem Lammers am 16. Januar 1942 einen mehrfach umgearbeiteten diesbezüglichen Erlassentwurf dem Führer vorgetragen hatte, zeigte sich dieser desinteressiert[47]. Im März 1942 wandte sich Stuckart mit einem Memorandum an alle beteiligten Stellen über die “Endlösung der Judenfrage” sowie über die ‘Halbjuden’, die bereits durch die Nürnberger Gesetze definiert waren. Er führte dann wieder seinen Sterilisierungsvorschlag an und verteidigte ihn mit der Begründung, die Abschiebung der Mischlinge erfordere einen zu grossen großen Verwaltungsaufwand [48]. Seine und andere derartige Stellungnahmen brachten die beabsichtigten Massnahmen Maßnahmen gegen Mischlinge vorläufig zum Stillstand und entzogen diese vorübergehend der Ausrottung. In wachsendem Masse aber wurden sie einer immer härter werdenden Sondergesetzgebung unterworfen [49]. Als am 1. Juli 1942 Hitler nach dem Mittagtisch bemerkte, dass bei Mischlingen im Laufe der Generationen immer wieder der jüdische Bluteinfluss hervortrat [50], fand Bormann darin Anlass, in einem Rundschreiben an alle Parteidienststellen zu melden, der Führer wünsche in der Behandlung von Judenmischlingen den schärfsten Massstab Maßstab anzulegen. Im gleichen Monat bestätigte die Reichskanzlei diese Richtlinie. Im September 1942 richtete Stuckart auf Betreiben Löseners ein Privatdienstschreiben an Himmler über die in Mischehe lebenden Juden/Jüdinnen. Darin ging es um das Ansinnen der Sterilisation, die ja s.E. das Mischlingsproblem praktisch innerhalb von einer Generation lösen würde[51]. Stuckart gelang es mit diesem Schreiben noch im Oktober 1942, in zweifelhaften Fällen der “Mischlingseigenschaft” zumindest die Abschiebung zu verzägern, bis eine definitive Entscheidung Hitlers für diesen Personenkreis vorlag. Bis Kriegsende wurden Mischlinge I. Grades dann nur noch selten deportiert [52]. Hitler wich einer Entscheidung über Mischlinge immer aus; sicherlich nicht aus humanitären Gründen, aber er wollte keine öffentliche Diskussion über die Judenfrage. Ein Geheimerlass Bormanns teilte allen Parteidienststellen im Juli 1943 mit, dass Hitler jede äffentliche Erärterung einer künftigen Gesamtlösung der Judenfrage untersagt hatte [53]. Stuckart war einer der Gründungsmitglieder des SD-nahen ‘Instituts für Staats- und Verwaltungswissenschaften’ am Kleinen Wannsee, wo er gemeinsam mit in einem Kreis gleichgesinnter Generationsgenossen die Vierjahreszeitschrift “Reich, Volksordnung und Lebensraum herausgab. Diese Schrift propagierte Konzepte für eine an der SS-orientierten rassische Neuordnung Europas, an deren Aufbau sie in ihrem Berufsleben Anteil hatten [54]. Er stand der ‘Kommission zum Schutze des deutschen Blutes’ vor und war Ehrenvorsitzender der Wiener ‘Gesellschaft für Rassenhygiene’. 1942 wurde er Leiter der Abteilung Staats- und Verwaltungswissenschaften des Reichsforschungsamtes (DFG) sowie Präsident der Internationalen Akademie für Staats- und Verwaltungswissenschaften. Nach der Entlassung von Innenministers Frick am 20. August 1943 (er wurde gegen seinen Willen zum Reichsprotektor Böhmen/Mähren ernannt, obwohl er in den Ruhestand treten wollte[55]) wurde Stuckart der Vertreter des Ministers und erhielt zu seiner Abteilung noch zwei weitere hinzu. Fricks Nachfolger, der neue Innenminister Heinrich Himmler, kümmerte sich kaum um sein neues Amt [56]. Er überliess seine Befugnisse hauptsächlich seinem ‘Staatssekretär des Innern’ Wilhelm Stuckart. Dessen Vorstellungen von Verwaltung und seine Amtsführung veranlassten Himmler sogar dazu, diesem in der Personalpolitik grosse große Freiheiten zu gewähren. Laut Stuckart brauchte die Verwaltung keine juristisch geschulte Spezialisten, sondern Generalisten mit Lebenserfahrung [57]. Er durfte sogar “in Vertretung des Ministers” und nicht mehr nur mit “im Auftrag” unterzeichnen. Faktisch war er jetzt der Innenminister. Sogar die Gespräche mit Himmler wurden seltener, immer mehr verkehrte man schriftlich [58]. Stuckart nutzte die, ihm von Himmler gestatteten. Freiheiten für zahlreiche Entlassungen und Befärderungen aus. Personal unterhalb des häheren Dienstes wurde verstärkt zur Wehrmacht abbeordert. Nach dem Tode Hitlers wurde Stuckart am 3. Mai 1945 vom neuen Regierungschef Dönitz ‘mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsinnen- und Kultur(Erziehungs-)ministeriums’[59] beauftragt. Als ‘Innenminister’ verfügte er über das zweitgrässte zweitgrößte Ressort (mit 13 Amtsangehörigen und 9 Hilfskräften…). Seine Tätigkeit in der geschäftsführenden Reichsregierung beschränkte sich im wesentlichen auf Besprechungen mit der alliierten Überwachungskommission (u.a. über die Ernährungslage) und auf die Anfertigung einiger rechtlichen Gutachten [60]. Nach der Kapitulation war, nach Ansicht vieler, der Auftrag einer Regierung Dönitz erfüllt. Reichsarbeits- und Produktionsminister Speer schlug vor, mit einer letzen Proklamation die Regierungsarbeit abzuschliessen abzuschließen. Reichsaussen- und -finanzminister Schwerin von Krosigk war anderer Meinung: der Reichspräsident und seine behelfsmässige behelfsmäßige Regierung stellten die Reichseinheit dar [61]. Der neue Innenminister Stuckart schrieb am 14. Mai 1945, anlässlich dieser Fragen, über die weitere Legalität der Regierung eine Denkschrift über die Rechtsmässigkeit Rechtsmäßigkeit der Regierung Dönitz als Nachfolger der Regierung Hitler. In Hitlers allumfassender Befugnis, jeden Deutschen zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten (Beschluss der Reichsregierung vom 26. April 1942 [62]) wollte Stuckart auch das Recht zur Ernennung eines Nachfolgers enthalten sehen. Ein Recht, dass Hitler am 1. September 1939 durch die Akklamation des Reichstags auf die Ernennung seiner Nachfolge übrigens schon rechtsmässig rechtsmäßig erworben hatte [63]. Seiner Meinung nach konnte Dönitz nicht auf seine Stellung verzichten, damit die Kontinuität des Reiches erhalten bliebe und der Anspruch künftiger Reichsregierungen nicht gefährdet würde. Darüber hinaus fertigte Stuckart eine Denkschrift zum Thema des Fortbestandes Deutschlands nach der Kapitulation an. Diese sei eine rein militärische Angelegenheit, die keineswegs die Frage der Fortexistenz des Reiches berühre. Seine Fortbestandstheorie sah er in den von der alliierten Militärregierung erlassenen Gesetzen bestätigt, die dies indirekt bekräftigten. Er kam zu dem Schluss, dass Deutschland völkerrechtlich nicht aufgehört hatte, als Staat zu bestehen [64]. Dönitz, der erst zu Speers Ansicht neigte, stimmte dann den Auffassungen Stuckarts zu. Der Fortbestand seiner Regierung blieb damit für weitere vierzehn Tage gesichert [65]. Und als Dönitz in der Gefangenschaft erfuhr, dass ‘das Deutsche Reich aufgehört hatte zu existieren’, erreichte er eine Berichtigung dahingehend, dass ‘die deutsche Regierung zu bestehen aufgehört’ hatte [66]. Am 23. Mai 1945 wurde die Reichsregierung von ihren Ämtern entbunden und ihre Mitglieder verhaftet, darunter auch Stuckart. Sie wurde zunächst in Flensburg inhaftiert, dann nach Luxemburg geflogen und im (zum Untersuchungsgefängnis umgebauten) Palasthotel in Bad Mondorf gefangen gehalten[67]. Stuckart sagte im grossen großen Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg nicht aus. Seine Rolle kam erst 1948/49 zur Sprache: In einem der Nachfolgeprozesse, Fall 11, der sogenannten so genannten ‘Wilhelmstrassenprozess’ gegen Weizsäcker et al. Der Gerichtshof in diesem ‘Wilhelmstrassenprozess hatte dokumentarische Schwierigkeiten, die Behauptung Stuckarts zu widerlegen, er habe von dem Vernichtungsprogramm nichts gewusst. Er stellte seine antijüdischen Äusserungen und Texte als Verzögerungstaktik, und damit als Rettungsaktion, dar [68]. Zahlreiche (überwiegend von seinem Verteidiger bestellten) eidesstattliche Entlastungsversicherungen von früheren Mitarbeitern unterstützten diese Thesen (oft aber auch, um nicht nur Stuckart, sondern unmittelbar auch sich selbst damit zu entlasten [69]). Der Gericht sah deshalb die angeführten Tatbestände als nicht zweifelsfrei geklärt an und am 11. April 1949 wurde er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hauptsächlich wegen seiner Arbeit an der Judengesetzgebung, lediglich zu drei Jahren, 10 Monaten und 20 Tagen Gefängnis verurteilt. Auch seine schlechte Gesundheit hatte geholfen, die Strafzumessung recht niedrig ausfallen zu lassen. Die Strafe galt schon durch die Zeit, die er bereits abgesessen hatten, als verbüsst. Er wurde also direkt freigelassen. Stuckart lebte in der Folgezeit mit seiner Familie in West-Berlin. Sein Sohn Rüdiger empfand ihn als einen ‘harten, autoritären Brocken’. Er übte politische Betätigung im Block der ‘Heimatvertriebenen und Entrechteten’ aus und war auch Mitglied der (1952 vom Bundesverfassungsgericht verbotenen) neonazistischen Sozialistischen Reichspartei (SRP). Des Weiteren war er Stadtkämmerer in Helmstedt. Im August 1952 wurde er von einer Berliner Spruchkammer nur als Mitläufer eingestuft und zu 50.000 DM Geldstrafe verurteilt. Zuletzt war er als Geschäftsführer des ‘Instituts zur Förderung der niedersächsischen Wirtschaft’ tätig. Er erreichte nach einem – von seiner Ehefrau angestrengten Rechtsstreit – noch in einem Verfahren nach Artikel 131 Grundgesetz die Festsetzung ruhegehaltsfähiger Dienstbezüge nach B3. Am 15. November 1953 kam er bei einem Autounfall in der Nähe von Hannover ums Leben.

Autor: Hubert Beckers / Niederlande

 

Literatur

Adam, Uwe Dietrich: Judenpolitik im Dritten Reich. Düsseldorf 1972. Akten der Reichskanzlei: die Regierung Hitler. Teil I-IV.

Bracher, Karl-Dietrich / Wolfgang Saur und Gerhard Schulz: Die nationalsozialistische Machtergreifung. Studien zur Errichtung des totalitären Herrschaftssystems in Deutschland 1933/34. Käln 1960.

Essner, Cornelia: Die “Nürnberger Gesetze” oder die Verwaltung des Rassenwahns 1933-1945. Paderborn 2002.

Hubert, Peter: Uniformierter Reichstag. Die Geschichte der Pseudo-Volksvertretung 1933-1945. Düsseldorf 1992.

Jaasch, Hans-Christian: Pr. Kultusmin. u. Ausschaltung nichtarischer Professoren an derBerliner Uni 1933 in: www.forhistiur.de/zitat/0508jasch.htm

Kempner, Robert (Hrsg): Das Urteil im Wilhelmstrassenprozess (Fall 11); 1950, S. 51/2, S. 162/69, S. 203/07, 248/49 und S. 273. Lehnstaedt, Stephan: Das Reichsministerium des Innerens unter Heinrich Himmler 1943-1945. In: VfZ 2006- 4, S. 639-672.

Lösener, Bernhard: Als Rassereferent im Reichsministerium des Inneren, hrsgg. von Walter Strauss. In: VfZ 1961-3, S. 264-313. Rebentisch, Dieter: Führerstaat und Verwaltung im Zweiten Weltkrieg. Verfassungsentwicklung und Verwaltungspolitik 1939‑1945. Stuttgart 1989.

Neliba, Günter: Wilhelm Frick; der Legalist des Unrechtstaates. Eine politische Biographie. Paderborn 1992.

Steiner, Marlis: Die 23 Tage der Regierung Dönitz. Düsseldorf 1967. Walk, Joseph (Hrsg.): Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Massnahmen Maßnahmen und Richtlinien – Inhalt und Bedeutung. Heidelberg 1981. Weber, Peter: ‘Die Mitwirkung der Juristen an der Wannseekonferenz’, Referat während der Tagung über den Beitrag der Juristen zum Verfolgung der Juden, 2004.

 

Anmerkungen

[1]. Rebentisch Führerstaat und Verwaltung S. 106.
[2]. Akten Reichskanzlei Reg. Hitler Bd. I/2, S. 1373/74 in Nt. 77, Bd. 2/I S. 390 und Nt. 4 und Bd. II/2 Nr. 63*, S. 1025; Rebentisch Führerstaat und Verwaltung S. 106.
[3]. Scholders Evang.Kirche S. 26; Akten RK Reg.Hitler Bd. II-2 in Nr. 247*, S. 1062 und in Nr. 264*, S. 1065; Besier Kirchen/Reich 34/7, S. 57/8 und S. 918 in Nt. 301; Kreutzer Reichskirchenministerium im Gefüge der NS Herrschaft, S. 71.
[4]. Nicolaisen Dok.Kirchenpol. Bd. II, Nr. 7/35, S. 263/69; Kreutzer Reichskirchenmin. S. 71.
[5]. Scholders Evang.Kirche S. 26/7.
[6]. Siehe in Akten Reichskanzlei Reg.Hitler, Bd. 2/II, Nr. 158*, S. 1046, Nr. 185*, S. 1051 und Nr. 247*, S. 1062.
[7]. Staatssekretäre wurden ab 1936 auf Wunsch Hitlers bezeichnet als Staatssekretär ‘im’ …ministerium (anstatt ‘des’): ARK-Reg.Hitler Bd. III, Dok. 114, S. 418 und Fussnoten. Dessen ungeachtet bezeichnete Himmler als Reichsinnenminister 1943 Stuckart als ‘Staatssekretär des Innern. ARK-Reg.Hitler Bd. III, Dok. 114, S. 418 in Nt. 418.
[8]. Siehe Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-1 S. 390 und Nt. 4.
[9]. Lösener Als Rassereferent im RMI, S. 272.
[10]. Siehe zu Stuckarts wichtigsten Denkschriften Rebentisch Führerstaat und Verwaltung S. 107f Nt. 249, zu seinen bedeutesten Veräffentlichungen Nt. 250, zu seinen Kommentaren (zusammen mit Hans Globke) zu den Rassengesetzen Nt. 252.
[11]. Neliba Frick S. 203; Hubert Unifierter Reichstag S. 123 und S. 222; Lösener Rassereferent RMI S. 272.
[12]. Lösener Als Rassereferent im RMI, S. 273.
[13]. Goebbels-Tgb. Aufz. Bd. 3/I, S. 293 und anderswo; Adam Judenpolitik S. 127/28; Neliba Frick S. 208/09; Hubert Unifierter Reichstag S. 223; Lösener Rassereferent im RMI S. 273.
[14]. Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-2 Dok. 260 vom 6/11, S. 918/22; Essner Nürnb.Gesetze Kapitel III/A und III/B. Auch Adam Judenpolitik S. 127/28; Neliba Frick S. 210; Hubert Uniformierter Reichstag S. 124 und Nt. 6, S. 223/30; Lösener Rassereferent im RMI S. 273/75.
[15]. Münch Gesetze Nr. 63, S. 119; Walk Sonderrecht Nr. I-636, S. 127; Adam Judenpolitik S. 128; Friedländer Dr.Reich und die Juden Bd. 1 S. 158/65; Lösener Rassereferent im RMI S. 275/76.
[16]. Siehe Lösener Rassereferent im RMI S. 176; Stuckarts Memorandum für Minister Frick, vom 6. November und 10. Dezember 1935, über die Abgrenzung des Judenbegriffs im Sinne der Nürnberger Gesetze, in Akten der Reichskanzlei Reg.Hitler, Bd. 2/II, Dok. 260, S. 918/22 und Dok. 277, S. 975/79.
[17]. Hitler hatte diesen Satz eigenhändig gestrichen, aber angeordnet, er sollte als DNB-Notiz gleichzeitig mit den Gesetzen als DNB-Notiz in die Presse gebracht werden. Das geschah dann auch, aber der durchgestrichene Satz fehlte im angeblichen ‘Faksimile’, das später im ‘VB’ gezeigt wurde. †brigens, der gestrichene Satz war (da nur DNB-Notiz) fast vällig wertlos. LIT: Lösener Rassereferent im RIM S. 276 und 279.
[18]. In Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-2 Nr. 260, S. 918/22.
[19]. Münch Gesetze Nr. 64, S.120; Hofer Natsoz., Dok. 159 & 160, S. 284/85; Walk Sonderrechte Nr. 637, S. 127. Auch Adam Judenpolitik S. 128; Essner Nürnb.Gesetze passim; Neliba Frick S. 215; Lösener Rassereferent im RMI S. 276; Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-2 S. 918 in Nt. 1.
[20]. Domarus Reden/Prokl. Bd. I, S. 542; Lösener Rassereferent im RMI S. 281 (irrtümlich datiert 29/9); Moll Tagungen S. 227 in Nt. 44; Goebbels-Tgb. Aufz. Bd. 3/I, S. 298/99.
[21]. IMG Bd. XXVII, Dok. 1417‑PS, S. 214/16; Münch Gesetze Nr. 65, S. 121/22; Walk Sonderrecht Nr. II-46, S. 139; 340/41; Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-2 S. 922 in Nt. 20; Essner Nürnb.Gesetze S. 171/73.
[22]. Walk Sonderrecht Nr. II/47, S. 139/40; Münch Gesetze Nr. 66, S. 122/25; Akten Reichskanzlei-Reg.Hitler Bd. II-2 S. 922 in Nt. 20; Essner Nürnb.Gesetze S. 171/73.
[23]. Siehe dazu ausführlich Esser Nürnberger Gesetze passim.
[24]. Friedländer Dritte Reich und die Juden Bd. 1, S. 245.
[25]. Diehls-Thiele Partei und Staat im Dritten Reich, S. 28.
[26]. Rebentisch Führerstaat und Verwaltung, S. 108/09; Weber Die Mitwirkung Juristen.
[27]. In Weber Die Mitwirkung Juristen.
[28]. Rebentisch Führerstaat und Verwaltung S. 106/07.
[29]. In Witte u.a. Dienstkalender Himmlers 1941/42 die Seiten 145, 241, 273, 288, 334, 357, 429, 465, 469, 509/10, 512 und 575.
[30]. Siehe in Witte u.a. Dienstkalender Himmlers 1941/42, S. 88 und die Tagesnotiz über das Gespräch Himmlers mit Stuckart, S. 273/74.
[31]. Essner Nürnberger Gesetze S. 292; Steinert Die 23 Tage der Reg.Dönitz S. 149.
[32]. Umbreit Weg zum Kontinentalherrschaft in DR2WK Bd. 5/1, S. 39; Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 170; Neliba Frick S. 317.
[33]. Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 171 und 175ff.
[34]. IMG Bd. XXVI S., Dok. 864‑PS, 377/83; Halder Kriegstagebuch Bd. 1 S. 107f; Broszat NS Polenpolitik S. 22 (mit Fehlern) und 30; Umbreit Weg zur Kontinentalherrschaft in DR2WK Bd. 5/1, S. 40f; Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 169, 172f und 298; Müller Heer und Hitler S. 435/36.
[35]. Hüttenberger Gauleiter S. 149 f; Longerich Stellvertreter S. 228 und 229; Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 210 und 251; Kettenacker Chefs Zivilverwaltung S. 406/07.
[36]. Nach Schulz in Bracher/Saur/Schulz NS-Machtergreifung, S. 592.
[37]. Nach Lösener Als Referent im RMI (VfZ 1961), S. 266f, S. 272. Siehe auch Rebentisch Staatssekretäre RMI in Michalka Der Zweite Weltkrieg/Analysen etc. S. 266; auch Neliba Frick passim und Rebentisch Führerstaat/Verwaltung idem.
[38]. Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 110 und Nt. 261; Neliba Frick S. 397 in Nt. 35.
[39]. Literatur zur Wannsee-Konferenz: Adam Judenpolitik im Dritten Reich (1972), Kapitel VII, S. 303-354; Tuchel Am Grossen Wannsee (1992), Bd. 1; Pätzold/Schwarz Tagesordnung: Judenmord (1992) passim; Gerlach Wannseekonferenz in Krieg, Ernährung, Välkermord (1998), S. 85-166; Longerich Wannseekonferenz (1998) passim; Longerich Politik der Vernichtung (1998), Kapitel VI-d; Essner Nürnberger Gesetze (2002), Kapitel VII, S. 384-410; Rosemann Wannseekonferenz (2002) passim; Friedländer Das Dritte Reich und die Juden Bd. 2 (2006), S. 367/71.
[40]. Longerich Politik der Vernichtung S. 712 und Nt. 238.
[41]. Essner Nürnberger Gesetze S. 400/10 (Sterilisation) und S. 418/19 (Mischehen).
[42]. So Eichmanns Erinnerungen später in Longerich Ermordung S. 94 und in Esser Nürnberger Gesetze S. 387.
[43]. Zur ‘Stopp-Legende’ und das Schweigen Hitlers in der Mischlingsfrage siehe Esser Nürnberger Gesetze S. 428/34.
[44]. Essner Nürnberger Gesetze S. 400/11, hier S. 407/08 und S. 410; Gerlach Krieg, Ernährung, Välkermord S. 140, Nt. 179.
[45]. Siehe Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 367ff; Rebentisch Staatssekretäre im RMI S. 268.
[46]. Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 367/69; Staatssekretäre RMI S. 268/69.
[47]. Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 371/73; Staatssekretäre RMI S. 268/69.
[48]. Adam Judenpolitik im Dritten Reich S. 324/25.
[49]. Adam Judenpolitik im Dritten Reich S. 325/26.
[50]. Picker Hitlers Tischgespräche, S. 423/25.
[51]. Text des Schreibens in Lösener Rassereferent im RMI S. 298/01.
[52]. Adam Judenpolitik im Dritten Reich S. 326/28.
[53]. Heiber Rückseite des Hakenkreuzes S. 263; Walk Sonderrecht Nr. IV-493, S. 400; Adam Judenpolitik S. 330.
[54]. Lehnstaedt RMI unter Himmler S. 655 u.a.
[55]. Neliba Frick S. 354/55.
[56]. Siehe dazu Lehnstaedt Das RMI unter Himmler (VfZ 2006-4 S. 639-672) passim.
[57]. Lehnstaedt RMI unter Himmler S. 656.
[58]. Lehnstaedt RMI unter Himmler S. 657/58.
[59]. Steinert 23 Tage der Regierung Dönitz, S. 148; Dönitz 10 Jahre/20 Tage S. 462.
[60]. Steinert Die 23 Tage der Reg.Dönitz S. 149, S. 264/65.
[61]. Speer Erinnerungen S. 499; Dönitz 10 Jahre und 20 Tage S 463.
[62]. Domarus Reden/Prokl. Bd. II, S. 1865/77; Münch Gesetze Nr. 9, S. 36/7; Absolon Wehrmacht Bd. VI S. 172/73; Gruchmann Reichstags-Beschluss in VfZ 2003-4, S. 509-521; Rebentisch Führerstaat/Verwaltung S. 418/20; Neliba Frick S. 340f; Hubert Uniformierter Reichstag S. 188/92 (siehe Kapitel 5.4 passim).
[63]. Steinert Die 23 Tage der Regierung Dönitz S. 315-324, hier S. 316/17.
[64]. Steinert Die 23 Tage der Regierung Dönitz, S. 322/23.
[65]. Speer Erinnerungen S. 499.
[66]. Steinert Die 23 Tage der Regierung Dönitz S. 323.
[67]. Lüdde-Neurath Regierung Dönitz S. 111/17; Speer Erinnerungen S. 502/04.
[68]. Essner Nürnberger Gesetze S. 400/11, hier S. 407/08 und S. 410; Gerlach Krieg, Ernährung, Välkermord S. 140, Nt. 179.
[69]. Jasch in www.forhistiurde/zitat/0508jasch.htm.