Adam Resurrected Ein Leben für ein Leben - von Paul Schrader

Adam Resurrected. Quelle: BerlinaleMit Adam Resurrected meldet sich Altmeister Paul Schrader ins Kino zurück. Die Drehbuchvorlage des Films ist Yoram Kaniuks Roman „Adam Hun­de-sohn“, der 1969 erschien. In Israel zunächst heftig umstritten, ist das Buch in­zwi­schen als Meisterwerk und moderner Klassiker anerkannt und in 20 Sprachen übersetzt. Die Handlung thematisiert die Traumata des Holocaust und deren Überwindung.

Einst, in den 20er Jahren, war Adam Stein (Jeff Goldblum) ein glücklicher Mensch, liebender Ehemann, stolzer Vater zweier Töchter, ein gefeierter Star im Berliner Varieté: ein Clown und Magier. Als Jude in den Kriegsjahren in ein Konzentrationslager verbracht, musste er um unter dem sadistischen Lagekommandanten Klein (Willem Dafoe) zu überleben, lernen, buchstäblich wie ein Hund zu leben.

Jahre nach dem Krieg lebt Adam gemeinsam mit anderen Opfern einem Sanatorium für Überlebende des Holocaust mitten in der Wüste Israels, wo ihn die Dämonen der Vergangenheit immernoch heimsuchen. Adam ist nun ein Mensch ohne Zukunft, ohne Gegen­wart.

Doch dann entdeckt er einen neuen Patienten, der bislang vor ihm verborgen wurde: ein zwölfjähriger Junge, der sich für einen Hund hält. Er kriecht und bellt und ruft schmerzlich die Adams KZ-Erlebnisse zurück. Doch Adams anfänglicher Zorn wandelt bald Fürsorge. Die entstehende Freundschaft ermöglicht beiden endliche die Reise zurück ins Leben.

 

Adam Resurrected
USA, Deutschland, Israel, 2008, 102 min
Regie: Paul Schrader
Darsteller: Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Derek Jacobi, Ayelet Zurer, Moritz Bleibtreu, Joachim Krol, Juliane Köhler